On Air - Der Blasmusik Podcast
Podcast rund um das Thema Blasmusik. Andy Schreck, selbst u.a. Dirigent und Lehrer für Musik an einem Gymnasium trifft sich mit Musikern, Dirigenten, Komponisten und Visionären um über Musik und das Leben zu sprechen und andere für neue Ideen zu begeistern.
On Air - Der Blasmusik Podcast
Auf einen Kaffee mit Colours of Brass - 10 Jahre
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Schreib mir gern dein Feedback!
Meine heutigen Gäste sind Ralf Schröder und Thomas Herget, beides Trompeter bei Colours of Brass. Sie feiern dieses Jahr 10 Jahre und wir sprechen über ihre Wurzeln im Posaunenchor, Eigenkompositionen und natürlich ihre neuste CD.
Instagram:
Stücke:
1) Herbal Suite - Pepperoni Party
2) Kunterbunt
3) Maxglaner Reloaded
4) FunFare
CDs können hier bestellt werden.
Newsletter "Air-Mail" abonnieren
Um diesen Podcast weiterhin so regelmäßig machen zu können, würde ich mich über eure Unterstützung bei Patreon freuen.
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge auf einen Kaffee mit, das Kurzformat hier im Blasmusik-Podcast, bei dem ich mit meinem Gast oder mit meinen Gästen bei einem Kaffee über ein Thema spreche. Meine heutigen Gäste sind Ralf Schröder und Thomas Herger, beides Trompete des Ensembles Colors of Brass. Diese feiern dieses Jahr zehn Jahre und wollen sich und die neue CD etwas vorstellen. Mich verbinde zwar ein wenig mit dem Ensemble, dass ich zwei der Mitglieder aus meinem Studium noch kenne. Die beiden habe ich jetzt kennenlernen dürfen. Es war ein sehr anregendes Gespräch über Posaunenchor-Arbeit, über Komposition und natürlich über ihr Ensemble selbst. Ich wünsche euch viel Spaß mit Colors of Brass. Das ganze Ding ist ja ein Kleinformat und heißt auf einen Kaffee mit. Deswegen die ganz entspannte Frage am Anfang. Wie trinkt ihr euren Kaffee?
SPEAKER_00Ich habe ihn vor mir stehen. Sehr gut. Ich trinke und ich habe in deinen Folgen vorher gehört, dass die meisten schwarz trinken. Nein, ich bin auf der weißen Seite, der macht. Ich trinke Espresso Cortado. Oha! Oha! Auch schön. Unbedingt.
SPEAKER_01Und ich bin froh, dass ich den Reifer als Experten an der Seite habe, weil ich trinke tatsächlich keinen Kaffee.
SPEAKER_02Auch nicht schlimm, hatte ich auch schon ganz viele. Was trinkst du dann? Tee?
SPEAKER_01Ja, Tee oder kalte Getränke, je nachdem.
SPEAKER_02Genau, es soll ja nicht um euren Kaffeekonsum heute vorrangig gehen, sondern ihr zwei seid heute da, um ein bisschen über euer Ensemble Color of Brass zu sprechen. Beziehungsweise auch über die neue CD. Wollt ihr euch ganz kurz vorstellen, wer ihr seid, beziehungsweise wer überhaupt Colors of Bras ist?
SPEAKER_00Ja, ich bin Ralf Schröder. I have Trompete studied in Deutschland and Österreich. And we, Thomas and I, and all other Mitglie of Colors of Bras, are aus dem Poisoncor, urspringly in your örtlichen Dorf Verein, in Poisoncorps. And parallel to the bayerischen Landesjugendorchester hat dann die Kerstin Dickhoff, die Landesposaunion in Wartin in Bayern, den Landesjugend Poisonchor ins Leben gerufen. In principe das Pendant. Das heißt, man musste dann ein Vorspiel machen and wurde dann eben, wenn man es geschafft hat, ausgewählt und durfte in diesem Jugendauswahl Poisoncorps mitspielen. Das waren so zwischen 30 und 40 Blechbläser. Und ja, dann hat man eben Blechbläselliteratur gespielt, von German Brass bis natürlich auch geistliche Chormusik, auch neu komponierte Werke. Und da haben wir uns zehn uns kennengelernt. Und ja, dann nach so tatsächlich 10, 11, 12 Jahren mussten wir einfach altersbedingt ausscheiden. Und es haben sich einfach in der Zeit, das ist ja klar, bei so Jugendorchestern, Jugendensembles, echt tiefe Freundschaften entwickelt. Ich erinnere mich super gerne an Konzerte zurück, wo man einfach auch nonverbal mit dem Nebenmann merkt, okay, oh, jetzt muss ich aber ran, der muss kurz Luft holen, der braucht eine kurze Pause oder sonstige Absprachen mit Atem und so weiter. Ja, und dann haben wir gesagt, komm, wir wollen uns wieder treffen nach diesem Ausscheiden und dann haben wir einfach Colors of Cross gegründet.
SPEAKER_02Okay, vielleicht für die Zuhörer, weil tatsächlich, obwohl ich diesen Podcast jetzt seit fünf Jahren mache, ist Posaunenchor noch sehr wenig vorhanden gewesen. Das soll sich aber auch ändern. Also steht schon ganz groß eigentlich auf meiner Agenda. Oder könnt ihr kurz erklären, was ist ein Posaunenchor und was ist der Unterschied zu einem normalen Blasorchester?
SPEAKER_01Ja, ich glaube im Großen und Ganzen oder der größte Unterschied ist, dass der Posaunenchor einfach einen christlichen Hintergrund hat. Der Posaunenchor ist in der evangelischen Kirche verwurzelt, übernimmt da im Endeffekt die Aufgabe der musikalischen Untermalung von Gottesdiensten und Veranstaltungen, besonders natürlich auch zum Beispiel, wenn Veranstaltungen unter freiem Himmel sind, wo man eben keine klassische Orgel oder andere Kirchenmusik zur Verfügung hat. Der Passanenchor spielt ein bisschen so unter dem Motto, Gott loben, das ist unser Amt. Und ja, ich glaube, das Besondere am Fasanenchor ist eigentlich, dass da wirklich jung und alt zusammenkommen. Der Passanenchor ist vielleicht manchmal ein bisschen auch im Gespräch, weil es dort keine Leistungsprüfungen oder keine Abzeichen gibt, die ich ablegen muss, um mitmachen zu dürfen. Das ist vielleicht an mancher Stelle Fluch und Segen, sichert aber natürlich auch, dass einfach jeder mitmachen darf, jeder willkommen ist und wirklich egal welches Alter, welche Herkunft, welches Instrument, soweit sich es im Rahmen vom Blechblasinstrument bewegt, eigentlich wirklich dabei ist und es da keine Grenzen gibt. Das würde ich sagen, ist so grob das Kredo vom Bosonenquor.
SPEAKER_02Hast du noch was anzufügen, Ralf?
SPEAKER_00Nichts zu ergänzen, eigentlich tatsächlich, genau. Ja. Ich meine, natürlich ist es parallel zu den Blaskapellen auch, jeder darf natürlich irgendwo mitmachen, aber das, was Thomas eben sagt, mit dieser Leistung, ja, diesen Leistungsgedanken, natürlich will jeder Bosonka gut spielen, das ist ja klar, aber es wird jetzt keiner abgewiesen. Es dürfen wirklich alle mitmachen. Und was vielleicht uns eben auch noch eben schon sehr stark unterscheidet, ja, dass wir natürlich vor allem geistliche Musik spielen, jetzt eben angefangen von den Bachchorälen. Über jetzt eben, es gibt mittlerweile wirklich viele Komponisten, die wirklich auch neue geistliche Stücke schreiben, freie Stücke oder Arrangements über den Psalm oder sowas. Auch Leonard Paul zum Beispiel kommt in unseren Bläserheften vor, die es gibt. Genau, von daher ist das eher so die Schiene, also wenig Marsch oder irgend sowas, eben eher Stücke, sage ich mal, die auf Lyrik und auf Kantabil angelegt sind. Aber auch Swing und Gospel sind mit dabei. Also das Repertoire ist mittlerweile schon breit gefächert, um nochmal auf uns zu kommen. Und genau das haben wir auch in diesem bayerischen Landesjumpushonkor erlebt. Komplett die ganze Bandbreite. Wir hatten die namhaftesten Dozenten auch mit dabei, unter anderem Lehman Paul, Enrique Crespo war ganz am Anfang mit dabei, Frank Blödhorn von der Staatsoper in München und so weiter. Und das hat uns schon total geprägt, muss ich sagen.
SPEAKER_02Seit wann gibt es euch jetzt schon?
SPEAKER_002015.
SPEAKER_01Ja genau, wir müssen jetzt genau dieses Jahr in unserem zehnjährigen Jubiläumsjahr von dem her neue CD alles wieder ein bisschen gepusht schauen, dass man wieder auf kreative Ideen kommt, dass man wieder ein bisschen vorankommt als Ensemble. Ja, wir spielen ja nach wie vor in der Ursprungsbesetzung, in der Gründungsbesetzung. Das ist, glaube ich, auch eine Sache, die echt besonders ist. Wie gesagt, kennengelernt im Jugendversaunenkorps, dann hat es uns natürlich auch in alle Richtungen Deutschlands oder teilweise Bayerns verstreut. Wir haben uns da verteilt, haben alle in der Zeit irgendwie Familien gegründet, sich beruflich weiterentwickelt, Veränderungen stattfinden. Und dass wir es trotzdem noch schaffen, da seit zehn Jahren zusammenzuspielen, finde ich nach wie vor eigentlich eine coole Sache. Und es zeigt mir persönlich immer wieder, wie hoch auch der Stellenwert von dem Ensemble für jeden Einzelnen ist. Damit einfach jeder Einzelne schaut, sich da den Raum dafür zu schaffen und einfach die Zeit zu finden, immer wieder dabei zu sein und immer wieder auch was mit beizutragen, ja.
SPEAKER_02Das ist natürlich cool. Also zehn Leute zusammenzuhalten über zehn Jahre ist gar nicht so leicht. Also ich merke seit zwei Jahren, ich habe auch jetzt einen Ausammelngrund, wir sind zwölf statt zehn, aber das ist schon schwer genug, zwölf Dauer zusammenzukriegen. Also ich großen Respekt, das zehn Jahre lang jetzt so aufrecht zu halten. Zehn Jahre heißt aber auch, man hat bestimmt einige Highlights erlebt. Was waren eure Highlights, Ralf?
SPEAKER_00Ja, also die Highlights waren mit Sicherheit das Woodstock der Blasmusik. Ich habe nachgeschaut, es war 2019. Wir haben bei dem Copa Capella Band Contest mitgemacht und hatten dann da den zweiten Platz erreicht. Da haben wir gegen die große Big Band damals sozusagen verloren. Aber es war super nett alles vor Ort. Genau, und dann wurden wir aber trotzdem eingeladen, um dort dann zu spielen. Auf der Crowd-and-Room-Bühne war das damals. Die Brass hießen ebenso 2022 als Festival. Und jetzt erst vor ganz kurzem als drittes Highlight von meiner Seite wäre der Deutsch-Evangelische Posaunentag in Hamburg. Der war jetzt genau vor einem Jahr, also wirklich ein deutschlandweites Posaunenfest in Hamburg. Und da durften wir eines der Eröffnungskonzerte spielen in St. Johannes in Hamburg. Und ich meine, danach hat die Mesinnen gesagt, das waren 500 Leute in der Kirche. Also Riesenkirche, komplett volles Haus, Bestimmung gigantisch. Ja, das waren wirklich coole Highlights, ja.
SPEAKER_01Ich habe auch noch ein persönliches Highlight. Da stellt es mir jedes Jahr immer wieder die Gänzehaut auf, weil dort ist auch tatsächlich eine Live-CD entstanden. Wir haben drei Weihnachtskonzerte mit dem Monte Soprano Männerchor zusammengestaltet. Das ist ein Chor, der aus ehemaligen Mitgliedern vom Winzbacher Knabenchor besteht und auch nach wie vor von dem ehemaligen Dirigenten vom Karl Friedrich Beringer dirigiert wird. Das Ganze waren Weihnachtskonzerte, es ist eine Live-CD währenddessen aufgenommen worden. Und wir haben uns letztendlich mit dem Chor des Hefts immer wieder in die Hand gegeben. Es gibt auch ein, zwei Arrangements, wo Chor und Blechblätzerausnahme gemeinsam to hören sind. Im Endeffekt is it often so, dass der Chor ganz klassische, einfach klassische, schöne Weihnachtssätze singt. And we als Blechblätter dann zwischendrin immer so 20, 30, 40 seconds überleitungen spielen, um let's end up den Chor auch wieder harmonisch auf den nächsten Satz hinzuführen. And that was für mich wirklich ein riesen Highlight. Das waren auch Konzerte, wo wir in diesen drei Konzerten glaube ich 2000 Besucher erreicht haben, wo eine ganz tolle Stimmung war, einfach mit einem Super Chor und mit einem sehr professionellen Dirigenten zusammenzuarbeiten. Das hat extrem Spaß gemacht. Die Überleitungen zwischen den Sätzen durften wir auch zum Teil selber schreiben. Es hat uns jemand noch unterstützt, Dieter Wendel als Kirchenmusikdirektor. Einige Überleitungen haben wir dann eben geschrieben und das war auch total cool, wenn man sich da einfach kreativ austoben darf.
SPEAKER_02Also da habt ihr ja schon einiges erlebt und seid ja auch rein lokal ja weit rumgekommen. Also Wurzg im Süden und Hamburg im Norden. Da habt ihr ja quasi einmal Österreich und Deutschland schon abgedeckt. Du hast Schreiben schon angesprochen. Ich habe auch gesehen, auf der neuen CD sind Sachen selber geschrieben worden. Ist das so ein Zeichen von euch, dass ihr sagt, okay, wir wollen aber auch selbstgeschriebene Arrangements dabei haben?
SPEAKER_01Ja, schon. Ich denke, das ist ganz klar die Entwicklung, die man auch so über die zehn Jahre sehen kann. Unsere erste CD haben wir aufgenommen vor ungefähr zwei Jahren, glaube ich, nach Gründung. Die CD heißt auch Freischwimmer. Und ich glaube, der Name ist eigentlich Programm, weil wir uns damals einfach als Ensemble tatsächlich noch freischwimmen mussten. Wir mussten uns erstmal selber finden, wir mussten unseren Musikstil irgendwie finden, wir mussten einfach erstmal schauen, wo. The next CD trat then the title Sena Ensemble, weil it ausschließlich aus Sena Ensemble Literatur, and where we said, okay, yes, have we this feel we wish where we are, we won where we as Ensemble are, where we musicalism, what we can, what our stuff are. So comes then to this title. And that's the next CD. Not really, what can we then not weigh machen? We can as Ensemble noch weiterentwickeln. And da war einfach ganz klar, dass wir gesagt haben, it wäre ja super, wenn wir das Ziel hätten, schon auch eigene Musik auf den Markt zu bringen, nicht nur Noten zu kaufen und die aus unserer Perspektive zu interpretieren, sondern da einfach auch selber mehr zu machen und irgendwie selber eigene Dinge zu haben. Und da übergebe ich jetzt an Ralf, weil der nickt schon so zustimmend und hat da sicher auch eine Idee dazu im Kopf.
SPEAKER_00Auf jeden Fall, genau. Ja, das ist ja eh auch gerade auch bei dir, Andi, im Podcast immer wieder Thema, dieses selber schreiben. Wie können sich Ensembles, kleine Besetzungen, hervorheben aus der vielen Masse der unfassbar guten Ensembles, die es halt jetzt im Moment oder die letzten Jahre halt gibt. Und bei uns war es so, ja, wir haben dann ein fünftes Konzertprogramm entwickelt, ein fränkisches Programm, hieß es damals. Und da war einfach die Idee, auch einfach ein bisschen fränkische Sachen reinzubringen. Auch Volksmusik. Also auch das machen wir. Wir haben ja erwähnt, we have auf der Blasphese gespielt auf dem Woodstock, was jetzt nicht unbedingt ein klassisches Metee is for a flechtlessemble oder so. Trotzdem, we are bright gefechert as musicer. I am in the classical unterwegs, der Thomas spielt in the music, der Philipp will dirigiert, ein Blasorchester. Also we are bright gefeched, and yeah, by the Franken Program was evident so that we said, Mensch, we bought a frankish. In the ground friendship, it's not a friend. But it got 10 years. And then, okay, what do we then? Ja Mist, okay, I'm gonna say I got. And so ging's then we're gonna came then so, Mensch, we bräuchten was. Beispielsweise der Landespersonentag in Nürnberg, there gab es ein Motto-Lied, ist übrigens auch auf der CD drauf, um Himmelswillen heißt es. Also ein Mottolied, was diesen ganzen Posaunentag umrahmt. Eigentlich nur ein vierstimmiger Choral. Dann haben wir gesagt, Mensch, das wäre doch cool, wenn wir das in einem Konzert spielen und die Leute dann, ach, das ist ja witzig, das ist ja das Motto-Lied. Da habe ich gesagt, okay, wir machen ein cooles Vorspiel. Also habe ich ein zehnstümmiges Vorspiel komponiert, and then für die CD haben Thomas und ich war eine coole Sache, auch dann eben noch einen zehnstümigen Satz with Oberstummen component. Yeah, and so geht's weiter. Also immer wieder kommt man auf die Idee, Mensch, wir könnten doch mal Dess or jenes spielen. Gibt's da schon was? Nö, gibt's nicht. Komm, lass uns das selber machen. And tatsächlich is it so, ich merke, yeah, we entwickeln uns nicht nur als Ensemble, but auch individuell einfach weiter essen. Mich bringt das so unglaublich voran. Wenn es das Ensemble nicht gibt, hätte ich vielleicht gar nicht 14 Leute angefangen zu schreiben. Warum auch? Und ja, ich habe schon das Gefühl, dass wir uns wirklich weiterentwickeln, step by step, mit jedem Mal, welche Aufgabe dazu kommt. Ja, es macht unfassbar Spaß und das Schöne ist halt wirklich, wir können uns die Sachen auf dem Live schreiben. Ich weiß ganz genau sozusagen, was kann ich dem Thomas schreiben, was kann der? Ah, super, Thomas kann mega Pick spielen, dem schreibe ich irgendwie eine coole Piccolo-Stelle rein. Und so weiter. Das ist, glaube ich, echt cool. Und so kann man doch viel besser noch die Farben, das ist ja unser Thema, ein bisschen zeigen, die jeder so in sich trägt.
SPEAKER_02Habt ihr vorher schon geschrieben oder kam das tatsächlich jetzt erst mit dem Ensemble?
SPEAKER_01Also bei mir kam es tatsächlich ausschließlich durchs Ensemble. Das war fast ein bisschen aus der Not geboren, muss ich gestehen. Eben genau, weil wir gesagt haben, in die Richtung wäre es cool, wenn wir weitergehen, wenn wir eigene Musik irgendwie generieren. Und ich mache relativ viel organisatorisch im Ensemble. Und ich habe dann immer wieder in den Besprechungen gesagt, Mensch, Leute, wir haben studierte Musiker und jetzt sagt halt alle nicht, ihr könnt es nicht, sondern probiert es doch einfach mal aus. Und irgendwann war ich an dem Punkt, dass ich mir gedacht habe, es kann doch nicht sein, dass dann Reif quasi niemand unterstützt. Und eigentlich sage ich den anderen jedes Mal, probiert es doch einfach mal aus, aber selber habe ich es ja auch noch nie probiert. Und das hat dann tatsächlich dazu führt, dass ich mich immer wieder mal hingesetzt habe, immer wieder einfach selber versucht habe, ausprobiert habe und was mitgebracht habe zum Anspielen, zum Testen. Ja, und ich war da ehrlich gesagt wenig erwartungsvoll, aber es kam dann doch das ein oder andere dazu, wo der Rest meinte, das ist eigentlich ganz cool, das können wir doch so lassen. Wieso nicht? Ja, so war es bei mir. Ich glaube, der Ralf, du hast vorher schon ein bisschen geschrieben, aber nicht zehnstimmig, oder?
SPEAKER_00Nee, auch nicht wirklich wahnsinnig viel. Vielleicht darf ich da ganz kurz zu meiner Ausbildung im Prinzip rübergehen. Also ich war vor dem Trompetenstudium an der Berufsfachschule für Musik in Bad Königshofen. Eine super, super Adresse, zumindest in der Zeit, auf jeden Fall, zumindest für die Zeit, wo ich sprechen kann, eben. In diesen zwei Jahren war alles drin eben. Also es ist ja quasi in der Hochschule im Kleinen, zwei Jahrgänge sind es, 60 Leute ungefähr. Und man ist dann der Theorie wirklich in ganz, ganz kleinen Gruppen. Fünf, sechs, sieben Leute. Und also für mich war das eine unfassbar prägende Zeit. Und wir mussten da unter anderem beispielsweise auch in den ersten Wochen schon, Mensch, schreib doch mal einen Kanon. Okay. Gut, hat man einen Kanon geschrieben. Setzt doch mal diesen Bachchoral irgendwie aus. Das waren so die Aufgaben in diesen zwei Jahren und ich habe gemerkt, dass mir das total Spaß macht. Davon wurde jetzt nie irgendwas aufgefüllt oder so. Ich habe gemerkt, boah, das ist irgendwie witzig. Dann im Studium hat sich das ein bisschen verloren und bei mir kam es eigentlich wirklich intensiver, dann eigentlich erst während Corona dazu. Weil ja, ich habe Abschluss gemacht, tatsächlich mit Beginn von Corona, und saß dann wie alle anderen zu Hause. Und man hat halt dann irgendwie, wie alle anderen Vereine auch und so, rumgespielt mit Apps und so, wie kann man sich selber aufnehmen, wie kann man mit sich selber spielen. Und dann ging es für los, dass ich, ich habe so ein paar Trompeten-Quartette zu Hause, die habe ich dann gespielt und irgendwann habe ich angefangen, eben Chorälle einfach für vier Trompeten auszusetzen, um die aufzunehmen. Und so ging es dann weiter. Aber ja, tatsächlich war eben Carlos natürlich ein ganz, ganz großer Punkt, zu sagen, Mensch, da mache ich mal was für zehn Stimmen. Was natürlich nochmal eine ganz andere Herausforderung ist, als für vier oder fünf Stimmen zu schreiben. Also.
SPEAKER_02Was ist so das Arrangement oder das Stück von euch beiden, oder gerne auch natürlich jeder individuell, wo ihr sagt, okay, da bin ich total stolz drauf. Das ist so mein Herzensding.
SPEAKER_01Das ist schwierig. Also ich glaube tatsächlich, bei mir ist es tatsächlich jetzt auf der CD diese Herbal Suite. Das ist eigentlich eine total kuriose Idee, die im Urlaub während dem Kochen gekommen ist. Ich habe mit einem Kumpel darüber philosophiert, wie man eigentlich Musik macht und wie Komponisten auf Ideen kommen. Und ich war dann ein bisschen vorlaut und habe quasi die Behauptung in Raum gestellt, im Endeffekt kannst du doch einfach aus allem Musik machen. Wir waren, wie gesagt, am Kochen, haben gerade Kräuter geschnitten, da habe ich gesagt, du kannst doch sogar diese Kräuter hier auf dem Brett vertonen. Jedes Gewürz hat irgendwo sein Charakter, seine Herkunft mit einer Kultur dahinter. Und warum soll man da nicht einfach den Menschen eine kleine Geschichte erzählen, eine schöne Melodie dazu schreiben und dann habe ich ein cooles Stück, wo sich jeder was drunter vorstellen kann. Und da sind dann drei Sätze daraus entstanden, in denen quasi Lavendel, Eisenkraut und Pepperoni als Gewürz musikalisch dargestellt ist. Wie gesagt, eigentlich total abstrus. Aber in den drei Sätzen, die natürlich auch vom Charakter her sehr konträr sind, da muss ich sagen, da konnte einfach ich persönlich total einfließen, konnte meine Vorstellung, meine Geschichte, was ich da für Bilder vor Augen habe, einfach total gut einfließen lassen. Und finde das Ganze sehr recht abwechslungsreich. Und das ist wirklich was, wo ich stolz drauf bin und wo ich mich auch sehr freue, dass der Rest einverstanden war, dass wir das aufnehmen, ja.
SPEAKER_00Das ist natürlich immer so ein bisschen, ja, auf was ist man besonders stolz, immer so ein bisschen seltsam, aber Thomas hat total recht. Also diese Herbst Suite, ja, das sind drei Sätze, die super abwechslungsreich sind. Drei ganz eigene Stile, also richtig coole Musik. Für mich ist es eigentlich auch tatsächlich das Stück auf der CD, weil das Kunde bunt. Ja, da ist tatsächlich wirklich viel drin, sag ich mal. Also es ist technisch einiges drin, es ist harmonisch viel passiert. Ich habe mich auch mehr getraut sozusagen als bei den Stücken vorher, wo die Harmonien noch relativ einfach waren, aber es passiert da jetzt doch mehr. Und ja, wenn ich jetzt eben an dem Prozess so zurückdenke, wenn man so irgendwie die ersten Ideen hat, ja, von irgendeinem rhibischen Pattern oder sowas, ja. Ja, es ist einfach cool to sehen, wie sich das dann Stück für Stück weiterentwickelt. Also ich denke, da bin ich schon stolz drauf, dass das dann doch Musik ist mit über fünf Minuten für zehn Blechbläser, die irgendwie interessant sind. Ja, es ist echt cool, macht echt große Freude. Und vor allem eben, dass dann die Kollegen sagen, Mensch, ja, das ist cool, das spielen wir. Könnten sie natürlich auch sagen, nö. Aber es ist cool, dass man da auch sozusagen dann eben gleich die Leute hat, die das spielen. Also tatsächlich so, dann das erste Mal, wenn so Töne erklingen, das ist echt der absolute Hammer.
SPEAKER_02Seid ihr ein demokratisches Ensemble? Also hätten auch alle sagen können, guck nochmal drüber.
SPEAKER_01Absolut, ja. Also das würde ich sagen, absolut. Bei uns hat jeder dasselbe Stimmrecht. Natürlich gibt es auch manchmal kleine Entscheidungen, sage ich mal, die man dann mal in einer Runde zu dritt oder zu viert trifft, wo man sagt, okay, komm, das ist in Ordnung, da geht es jetzt vielleicht um eine Anschaffung für 50 Euro, das entscheiden jetzt einfach wir, das machen wir, da wird schon niemand was dagegen haben. Aber große Entscheidungen, was wollen wir, in welche Richtung geht es, wie wollen wir uns weiterentwickeln, die werden auf jeden Fall gemeinsam getroffen. Und wie gesagt, da wird auch ganz klar demokratisch abgestimmt. Ein Punkt, der, glaube ich, extrem wichtig für uns ist, um einfach auch den Zusammenhalt und eine Einigkeit beizubehalten über die vielen Jahre. Wir schauen eigentlich, dass wir alle paar Jahre eine kleine Bande-Evaluation machen, wo man wirklich jeder aus seinem Standpunkt den anderen mitteilen darf, wo stehe ich? Was mache ich gerade fürs Ensemble? Könnte ich noch mehr machen oder muss ich eigentlich eher was abgeben, weil es aktuell zu viel ist? Welche Projekte würde ich mit euch gerne in Zukunft erleben? Jeder darf individuell für sich erstmal so ein bisschen erzählen, was er gerade für Ideen und für Vorstellungen zum Ensemble im Kopf hat und vielleicht auch für Probleme, die für ihn in den nächsten ein, zwei Jahren schwierig werden könnten. Das ist quasi so eine kleine Basiserhebung, die wir da immer machen, mit der wir uns dann auch wieder hinsetzen und sagen, okay, was sind denn die gemeinsamen Ziele, in welche Richtung geht's, wo ist jeder dabei? Und das habe ich den Eindruck, it's total gut, um sich immer wieder so für zwei bis drei Jahre gemeinsam auszurichten, gemeinsam Ziele zu setzen und dann auch zu wissen, wenn wir es so machen, wie wir es jetzt besprochen haben, dann ist auch jeder dabei und es ist niemand irgendwie überfordert oder wird überstimmt oder sonst was. Also ich glaube, Demokratie ist der zentrale Schlüssel bei uns.
SPEAKER_00Definitiv. Und ja, einfach, dass wir ja wirklich ganz, ganz große Freunde sind und einfach einen unfassbaren Spaß haben. Also wer bei unseren Konzerten ist, aber auch eben dann auf und neben der Bühne, habe ich immer gesagt, wir haben so unfassbar viel Spaß zusammen. Wir nehmen uns nicht zu ernst und trotzdem nehmen wir die Sache sehr ernst. Wir wollen unbedingt ein super Konzert auf die Beine stellen. Aber im Konzert nehmen wir uns nicht zu ernst. Also wer zu unserem Konzert kommt, das glaube ich nicht, dass da jemand rausgeht, der nicht lacht. Also wir haben unfassbar viel Spaß, wir nehmen die Leute mit, so gut es geht. Und das ist, glaube ich, auch ein Schlüssel. Das ist natürlich auch mal Knatscht, um mal irgendwie sich sagt, Mensch, das ist irgendwie nicht okay. Aber ja, wir kommen immer wieder zusammen und haben super viel Spaß und das ist echt eine coole Sache. Auch über diese zehn Jahre eben in Gründungsbesetzung, ich glaube schon, dass das echt was ganz Besonderes ist. Und vielleicht darf ich das noch anfügen. Also wir haben tatsächlich dann, ja, der extremste Fall war Osnabrück, Frankfurt oder Garmisch, Saarbrücken. Also da sieht man ja vielleicht mal, was das für Entfernungen waren. Da hätte man ja schnell mal sagen können, ach, muss ich mir das echt antun hier, die sechs Stunden Fahrt. Aber es tun sich alle an, ja, weil alle wollen dabei sein.
SPEAKER_02Du hast gerade gesagt, ihr nehmt euch nicht ernst und ihr versucht ja auch im Konzert die Leute auch mitzunehmen und so. Wie würdet ihr ein typisches Konzert von euch beschreiben für Menschen, die euch jetzt nicht kennen? Was erwartet die?
SPEAKER_00Bunt. Es wird sehr, sehr bunt. Also, wie man es, ja gut, die Zuhörer sehen das nicht, aber Thomas hat unser Logo hinten dran, ja. Wie unser Name natürlich schon sagt, Colours of Brass. Wir wollen alle Farben zeigen, die mit Blechblasinstrumenten möglich sind. Und das sieht man jetzt nicht nur an dem neuen CD-Cover Kunter Bund, sondern wir haben verschiedene Farben als Fliegen und Hostenträger in verschiedenen Farben, jeder hat seine eigene Farbe. Wir beleuchten den Kirchenraum bunt. Wir haben jeder ein buntes Instrument, nicht spielen, sondern das liegt in der Kirche aus. Also das ist quasi erstmal das Visuelle. Und dann eben, ja, das, was im Konzertprogramm zu hören ist, ist wirklich soll und geht durch alle Musikstile durch. Wir hatten es schon von Woodstock, der Blastmusik, bis auf Weihnachts-CD mit einem super bekannten Dirigenten und einem wahnsinnig tollen Chor. Ich glaube, wir können da wirklich alles abdecken und ich denke, dass uns das schon auch ein Stück weit von sehr vielen Ensembles unterscheidet, die eben sagen, okay, ich mache Blasmusik oder ich mache konzertante Musik. Aber ich denke, wir schaffen das tatsächlich alles zu vereinen. Und das ist auch unser Ziel eigentlich, ja.
unknownGenau.
SPEAKER_01Eine kleine Herausforderung, vielleicht, wenn man wirklich so kunterbunte Programme durch alle Genres gestaltet, ist natürlich, das trotzdem irgendwie zu verknüpfen, dass es für einen Zuhörer Sinn macht, dass dann einfach nur irgendein chaotisches musikalisches Wirrwer entsteht. Da würde ich auch sagen, sind unsere Moderationen ganz zentral, die die Leute eben von dem einen Genre zum anderen Genre begleiten. Ich glaube, wir versuchen einfach nicht das klassische steife Zähne-Eursemble zu sein, sondern wir versuchen den Spaß, den wir selber an der Musik haben, zu vermitteln, sowohl musikalisch als auch bei den Moderationen. Da darf auch mal ein Scherz vorkommen und da dürfen auch wir mal über den Witz vom Moderator lachen, weil wir den vielleicht heute wirklich auch zum ersten Mal gehört haben und überrascht sind. Also es soll einfach nicht dieses stocksteife klassische Ensemble sein. Und bislang, glaube ich, kriegen wir das ganz gut hin.
SPEAKER_02Ihr sagt, ihr versucht, wie der Name auch quasi Farben ins Programm zu bringen und alle Stile abzudecken. Welche musikalische Farbe würdet ihr gern noch machen? Habt euch bisher noch nicht getraut oder es gab noch nicht so den Anlass dafür?
SPEAKER_01Ich habe was im Kopf. Das weißt du noch nicht mal. Ich habe was im Kopf. Aber da stehe ich noch auf der Schwelle, weil ich nicht weiß, ob ich sowas umsetzen kann. Da brauche ich vermutlich dich. Was uns noch, glaube ich, komplett fehlt und was ich gerne mal mit drin hätte, das wäre irgendwas in die Richtung Funk. Irgendwas funkiges, das haben wir, glaube ich, tatsächlich noch nie abgedeckt.
SPEAKER_00Okay. Das ist cool, machen wir mal auf jeden Fall. Zeitnah. Was mir noch ein bisschen fehlt, wäre so was Südamerikanisches, irgendwie so Samba oder sowas. Das hat man auch noch nicht drin. Und wir haben zwar schon auch in vielen Programmen auch mal, ich sag mal, alte Musik, also irgendwie jetzt Barock, so die Richtung, ja. Aber tatsächlich, ja, so Renaissance. So Renaissance-Vokalmusik haben wir auch noch nicht ganz so oft drin gehabt. Wir haben jetzt auf der neuen CD auch ein ganz, ganz tolles Chor-Stück von Eric Whittaker, Alleluia. Unfassbar schön. Und diese, ich finde schon, dass diese Chormusik auf nur Blechblassinstrumenten auch super gut funktioniert. Klar, man hat keinen Text, ne? Aber jetzt bei dem Stück bei Allelujah, ich glaube, da kommt eh nur das Wort Alleluja vor. Von daher, ja, braucht es da viel Text, weiß ich nicht. Aber dieses Mischen der Farben, der Klänge, die man eben erzeugen kann, das ist total cool. Und ich glaube, das funktioniert auch bei ganz alter Musik. Das fände ich bereits voll.
SPEAKER_02Aber weil du sagst, Rittiger ist da sowieso jemand, der viele Sachen vom Chor auch, also vor allen Dingen ins Blasorchester liegt. Also da ist der Text ja dann gar nicht so.
SPEAKER_00Ah, das wusste ich gar nicht, ja? Gibt es da viele? Gibt es von den Körper? Ja, gibt es einige.
SPEAKER_02Es gibt auch von Frank Tichelli das Kursstück There Will Be Rest. Und das gibt es als Blasorchesterstück, auch da ist es nur Rest. Also da fällt der Text ja komplett weg. Aber es funktioniert auch gut.
SPEAKER_01Ich finde auch, also gerade Wittecker, der arbeitet so intensiv mit Stimmungen und eben mit Klangfarben. Das war, glaube ich, auch ein Grund, warum wir da sofort gesagt haben, das machen wir, das kommt nicht auf die CD, weil, glaube ich, das auch so ein bisschen unsere Muttersprache ist. Das merken wir schon immer wieder, dass gerade so Klangstücke, chorische Sachen, wir haben auch Song for Japan zum Beispiel aufgenommen, alles, was so lyrisch auf Klang geht, wo ich chorisch atmen muss, wo ich als Ensemble funktionieren muss, da merken wir immer wieder, okay, damit tun wir uns leichter als mit anderen Dingen. Wir stellen uns auch anderen Herausforderungen und wollen die umsetzen, aber man merkt einfach irgendwo dann doch, wo man herkommt und was so die Muttersprache ist und wie man im Ensemble sozialisiert ist. Genau.
SPEAKER_02Apropos Herausforderungen, was war die größte Herausforderung bei der CD-Aufnahme für euch? Kann auch jeder persönlich antworten. Da muss ja gar nicht ensemble technisch sein, kann ja auch jeder für sich überlegen.
SPEAKER_00Boah, was war die größte Herausforderung? Boah, das ist nicht leicht.
SPEAKER_01Also ich glaube, ich mache es individuell. Ich habe Blöderweiß mir sogar selber beim Max Glaner Reloaded zweimal in G3 reingeschrieben. Und ich weiß, dass das beim Üben immer wieder gut geht, aber dass das bei mir schon so langsam das Limit dann auch ist. Und laut Aufnahmeplan haben wir das irgendwie schon relativ spät aufgenommen und wir haben gesagt, okay, wir spielen dieses G3 halt einfach auch drüber. Und das wusste ich, dass ich das am Ende des Tages noch machen muss. Und da das hat dann gut funktioniert, Gott sei Dank. Aber da muss ich sagen, da war ich den ganzen Tag so ein bisschen auf Kohlen gesessen, weil ich einfach nicht wusste, ob das abends dann ein absoluter Rheinfall wird oder ob das noch gut funktioniert.
SPEAKER_00Ja, schon natürlich, auch wenn jetzt mal eben was nicht auf Anhieb funktioniert. Ja, einfach, dass dann da die Stimmung trotzdem noch positiv bleibt und gut bleibt, das haben wir dann auch immer jeden Abend ganz ganz gut geschafft. Aber in dem Moment natürlich, es will jeder das Beste geben, das ist ja klar. Aber es passiert halt mal was. Und ja, da einfach positiv zu bleiben, das haben wir ganz gut geschafft. Aber natürlich gibt es Momente, wo man sich auch selber ärgert, weil man was vergeigt hat und gehört hat, Mensch, der drüben hat super geil gespielt. Glaube ich, das war die Herausforderung. Aber, oder die größte Challenge hat aber ehrlicherweise so eine richtig Luper Riesen-Challenge, Thomas. Also wenn ich jetzt so zurückdenke, oder?
SPEAKER_01Du hast gerade die Abende angesprochen. Für uns ist immer eine Challenge, früh ins Bett zu gehen. Und weil das ist natürlich ein Effekt, wenn man mit einem ganzen Haufen an Freunden zusammenhockt, wo man sich nur ein paar Mal im Jahr trifft im Ensemble, dann sitzt man halt ganz gerne auch mal länger, wenn die Themen passen.
SPEAKER_02Wo kann man euch jetzt in nächster Zeit hören?
SPEAKER_01Bad Windsheim, dann haben wir im September einmal Kai Lindach und Kornburg. Wir sind im November noch in Absberg, waren dann Weihnachtskonzerte in Weißenburg und tatsächlich kamen vor einer halben Stunde ungefähr brandaktuell, kurz bevor wir anfangen haben, noch die Anfrage, ob wir dieses Jahr noch Kapazität für die Brasswiesen gegebenenfalls hätten. Aber das muss ich noch im Ensemble abklären, ob das terminlich und zeitlich bei allen hinhaut.
SPEAKER_02Okay. Also, es gibt noch genug Möglichkeiten, euch zu hören. Ich verlinke natürlich eure Homepage dann auch in den Shownotes, sodass man die Termine sich nochmal rein oder direkt holen kann. Da kann man wahrscheinlich die CD dann auch bestellen.
SPEAKER_01Genau, so ist es. Über unsere Website kann man die CD bestellen. Ganz unkompliziert ist ein Shop hinterlegt. Und ja, wir wollen aber auch schauen, da gibt es jetzt noch kein Startdatum, glaube ich, aber wir wollen auch schauen, dass man es zeitnah trotz alledem über Spotify und über die klassischen Streaming-Dienste zur Verfügung stellen.
SPEAKER_02Ja, aber wir wollen ja, dass die Ensembles unterstützt werden. Deswegen kaufen wir CDs. Und dann könnt ihr immer noch streamen. Also CD kaufen und dann streamen. Gibt es noch irgendwas, was ihr unbedingt loswerden wollt?
SPEAKER_01Kommt vorbei, hört es euch an. Ich glaube, man muss sich selber überzeugen, um das Konzept zu erleben. Dann weiß man vielleicht auch noch besser, was man darunter verstehen darf, als wenn man es nur streamt oder irgendwo aufgenommen hören darf.
SPEAKER_00Ja, ich kann nur Danke sagen, Andi. Ich finde es cool, dass wir dabei sein können, dass du eben auch abseits von der, ja, ich sag mal, ja, Blasmusik, ich meine, es ist ein weites Feld, ne? Aber jetzt sind wir keine, machen wir keine klassische Blasmusik in dem Sinn, ja, sondern dass wir auch als Ensemble mit dabei sein dürfen und wir uns hier nett unterhalten. Das ist eine super Sache. Aber ansonsten finde ich deinen Podcast super hörenswert, echt sehr, sehr cool. Mach weiter so.
SPEAKER_02Dankeschön. Dann drücke ich die Daumen für die nächsten Konzerte, dass das alles so wird, auch gerade bei Open Air Konzerten, dass das Wetter hält, das ist ja immer ganz wichtig. Dann bereitet man sich vor und dann bangt man auch bis zum Schluss, ob das alles so funktioniert. Ich freue mich sehr auf die CD, da endlich mal reinzuhören. Die letzten CDs haben mir sehr gut gefallen. Fand ich sehr cool. Danke. Gibt für mich auch Inspiration, was wir in unserem Ausordnung machen können. Und dann hoffe ich, dass wir uns irgendwann mal live sehen. Jetzt auch nicht gerade um die Ecke, aber vielleicht schaffen wir es irgendwie. Und dann sage ich Dankeschön.
SPEAKER_00Vielen Dank. Danke dir, Andi. Mach's gut.
SPEAKER_02Das war die Folge mit Ralf Schröder und Thomas Hergert von Colors of Brass. Und wenn ihr auch einmal hier dabei sein wollt, dann schreibt mich doch gerne an unter Blasmusikpodcast.gmx.de oder auf Instagram. Den Link findet ihr in den Shownotes. Die Sommerpause ist bald vorbei. Bis dahin wird es noch eine alte Folge geben und ich wünsche euch noch eine schöne Sommerzeit bei ganz viel Blasmusik. Wir hören jetzt noch die Funfare von Colors of Grass.