On Air - Der Blasmusik Podcast
Podcast rund um das Thema Blasmusik. Andy Schreck, selbst u.a. Dirigent und Lehrer für Musik an einem Gymnasium trifft sich mit Musikern, Dirigenten, Komponisten und Visionären um über Musik und das Leben zu sprechen und andere für neue Ideen zu begeistern.
On Air - Der Blasmusik Podcast
Martin Stadler (MusiKatzen, Innsbrucker Böhmische) - Für mich ist das Woodstock der Blasmusik das Schönste der Welt
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Martin Stadler ist in der Blasmusikszene bekannt wie ein bunter Hund oder vielleicht sollte ich besser sagen wie eine bunte Katze. Sein Tenorhornspiel sticht auf jeden Fall heraus und dabei begann er zunächst mit Trompete und Tenorhorn und konnte sich nicht festlegen. Ihn kennt man aus Gruppen wie den MusiKatzen, der Kapelle Josef Menzel, den Obermüller Musikanten und vielen mehr. Seit einem Jahr ist er nun festes Mitglied der Innsbrucker Böhmische
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Schnitt: Leander Machan
Musik: Dirk Mattes
Man kennt es für viele Schülern und so weiter, wo man halt so, also ich habe zwar selber keine Schüler, aber wenn man es halt so hört, wenn es die dann zum Üben zwingen musst und so weiter und so fort, das hat halt bei mir nie gegeben. Bei mir war es immer, ich bin heimgekommen von der Schule. Wir haben also ein Gartenhäusel, da war halt eine Stereoanlage drin, wo drei CDs Platz gehabt haben und da bin ich dann, also ich bin heimgekriegen von der Schule und einen Schulback hintergeschmissen und dann war ich teilweise vier, fünf Stunden da drin und habe gespult. Wie gesagt, Noten waren für mich ein Fremdwort und ich habe ja lang damit zum Tag gehabt, dass ich einfach wirklich Noten gut und dass ich da auch flexibel wären. Und das andere, das auswendig spielen ist, kommt mir dort herz so gut. Also ich habe zum Beispiel, das ist aber ganz lustig, wenn man, keine Ahnung, wenn man irgendwo spielt, jetzt machen wir, spülen wir den und den Marsch, dann wissen die meisten immer genau, also so Standardmärsche zum Beispiel, oder Standardpolk, auch Vogelwiese, könnte ich nicht auf Anhieb sagen, was ist das für Ton hat? Bei anderen rast das sofort ein. Ich bin jetzt die mit Vogelwiese mit drei Kreuzspuren, dann ist mir das auch wurscht. Unglaublich schönes Gefühl, wenn man das, wenn man weiß, okay, das ist jetzt, der. Das ist ein Fan von dir, der hebt dir einen Höhmi auf, wenn man es so sagen darf. Das ist einfach ein unglaublich geiles Gefühl, weil das muss man wahnsinnig respektieren, finde ich, weil sowas finde ich schon sehr viel wert oder macht halt auch. Ja, wenn ich sagen soll, das bestätigt dich halt einfach brutal.
SPEAKER_03Wünschst du dir manchmal, dass dieser Stempel vielleicht kleiner wäre? Also dass man dich ganzheitlicher wahrnimmt? Herzlich willkommen beim On-Air Dem Blasmusik-Podcast. Mein Name ist Sandy Schreck und ich treffe mich mit Dirigenten, Komponisten, Musikern und Visionären aus der Welt der Blasmusik. Wir sprechen über Ansichten, neue Ideen, das Leben und natürlich Musik. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von OnER dem Blasmusik-Podcast. Vielen lieben Dank, dass ihr wieder eingeschaltet habt und für alle neu hinzugekommenen. Herzlich willkommen hier in der Blasmusik-Community. Ein ganz, ganz großes Dankeschön für alle langjährigen treuen Hörerinnen und Hörer. Wir haben es mal wieder in der Woche auf Platz 7 der Podcast-Charts im Bereich Musikinterview geschafft und das geht nur mit eurer Hilfe. Vielen, vielen lieben Dank fürs Einschalten. Und zunächst eine kleine Werbung. Wenn ihr mich unterstützen wollt, dann abonniert doch meinen Newsletter, die E-Mail. Sie kommt einmal im Monat und hilft euch in dem Wuß der Blasmusikwelt etwas mehr zurechtzukommen. Denn es gibt Hörtipps, Filmtipps, Gedanken zum Üben und zur Musikerwelt, News und sämtliches mehr. Einfach in den Shownotes anmelden, kostenfrei und mich damit etwas unterstützen. Mein Supporter für die heutige Folge ist, ihr kennt ihn schon alle, Buffet Grampant Europas größter Hersteller von Blasinstrumenten. In dem Fall darf ich euch natürlich ganz speziell das Melton Universal MAW24 vorstellen. Dieses Tenorhorn ist in der Zusammenarbeit mit Alexander Wurz entstanden und ist ein Instrument der Spitzenklasse, denn es ist in allen Lagen mit einem beeindruckenden Klangerlebnis und hervorragenden Ansprache und Intonation ausgestattet. Somit ist dieses Tenorhorn für alle Fälle einsatzbereit und für wirklich jeden Zweck sei es von der Egerländermusik bis zur Kammermusik wirklich wandelbar. Wenn ihr es noch nicht ausprobiert habt, dann geht zum Instrumentenhändler eurer Wahl und checkt es unbedingt aus. Mein heutiger Gast ist Martin Stadler. Ich glaube, die meisten von euch kennen ihn, deswegen brauche ich da gar nicht so viel drüber zu berichten. Aber für mich ist Martin natürlich auch ein Phänomen. Nicht nur seine Tenorhorn-Leistungen auf der Bühne, sondern auch sein Wiesen haben mich schon immer fasziniert. Er wirkt ein bisschen unterkühlt und deswegen wollte ich wissen, ist der so? Oder was steckt dahinter? Wir haben uns ganz viel unterhalten über seinen Zugang zur Musik, denn der ist vielleicht ein bisschen anders, als man das so landläufig glaubt. Wie sieht er sich selbst in dieser verrückten Blasmusikwelt und wie möchte er eigentlich wahrgenommen werden? Ich wünsche euch jetzt ganz viel Spaß mit Martin Stadler hier im Blasmusik-Podcast. Mein heutiger Gast ist in der Blasmusik-Szene bekannt wie ein bunter Hund oder vielleicht sollte ich besser sagen wie eine bunte Katze. Sein Tenorenspiel sticht auf jeden Fall heraus und dabei begann er zunächst mit Trompete und Tenoren und konnte sich nicht festlegen. Ihn kennt man aus Gruppen wie den Musikkatzen, der Kapelle Josef Menzel, den Obermüller-Musikanten und vielen mehr. Seit einem Jahr ist er nun festes Mitglied der Innsbrucker Böhmische. Herzlich willkommen, Martin Stadler. Servus und vielen Dank für die Einladung. Sehr gern, Martin. Meine erste Frage ist immer, welches Musikstück hast du das als letztes bewusst dir angehört, bevor wir jetzt hier sprechen? Boah, so eine gute Frage.
SPEAKER_05Das war ja tatsächlich letzten Sonntag, wo wir, da sind wir vom Spulenheim gefahren mit den Musikatzen und haben wir durch Zufall über Spotify auf die Gruppe, ich weiß nicht, ob man es so ausspricht, aber S. Apostroph da Gottba. Das ist irgendwie so Obergriner Mischung mit Big Band-Stil dabei und Bertkämpfer-Richtung. Also irgendwie, aber total interessant. Das sind nicht so die Spuren Obergriner Klassiker, was mir mittlerweile sehr gut gefällt. Habe ich lange nicht auf dem Schirm gehabt, ehrlich gesagt. Die Musikrichtung und ja genau, also total jups, noch nie gekehrt vorher in meinem Leben und das hat uns mit mir und oder uns recht gut gefallen.
SPEAKER_03Wo kommen die her? Weil das sagt mir auch gar nichts, hab ich noch nie gehört. Ich glaube aus Slowenien, wenn ich das so richtig verstanden habe. Okay, das muss ich mal auschecken, weil das klingt super spannend. Ich kann das verstehen mit Obergriner Musik, weil mir geht es ehrlich. Ich hatte mal so, boah, das ist ewig hier, ich glaube so Anfang der 2000er hatte ich so eine Obergrainer Phase, da habe ich das gern gehört. So mit Grazerschatzen und wie sie alle heißen. Und dann lang nicht mehr und jetzt so seit seit ein, zwei Jahren entdecke ich die wieder neu für mich.
SPEAKER_05Ja, genau, so ungefähr. Geht es mir. Also eigentlich schon Jahre jetzt oder wir sind immer, na, ich bin ja seit, ja, kannst du gar nicht mehr sagen, wie lang, seitdem ich denken kann, glaube ich, bin ich einfach Innsbrucker Fan und mir sind da die letzten garantiert zehn Jahre immer jetzt ja, so im März, April, nach Babian gefahren, wo die einer CDU haben wir jetzt eine CD rausgebracht und da sind wir, wie das ganze Wochenende quasi Fantreffen mit Meet Greet am Freitag und am Samstag machen sie dann ihre CD-Präsentation. Am Sonntag spulen sie dann oder haben sie dann immer noch einen Frühschappen gespielt beim Rattel. Und die haben da als Fahrgruppen, das garantiert schon zehn Jahre her, haben die Alpski-Obergrenzer da gehabt. Und da habe ich das für mich dann richtig neu entdeckt, weil das war einfach genial, wenn die zu dritt dann den dreistimmigen Gesang gemacht haben. Das habe ich vorher einfach überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt. Und ja, aber Obergrenzer war ja irgendwie so verrufen, irgendwie bei uns mit den Klassiker, Trombetten, Echo oder wie das heißt. Aber was die gemacht haben, das hat mich einfach fasziniert. Und so bin ich jetzt da immer mehr. Mariennsbruck machen ja auch viel in der Richtung und das, ja, seitdem bin ich da ein richtiger Fan geworden davon.
SPEAKER_03Ja, ich finde es halt ziemlich geil, wie das geruft. Und diese Energie, die da hinten dran ist. Und trotzdem so alles sehr bodenständig. Da ist wenig Schnickschnack dabei, irgendwie ist das.
SPEAKER_05Ja, das hat halt auch eine Form und die wurde wirklich, ich sage jetzt mal, professionell machen, da gibt es kein Links und kein Rechts, das Fort Feuer hier und ist einfach geil zum Mohirn.
SPEAKER_03Ich habe mich versucht, so ein bisschen vorzubereiten, über dich findet man nur nicht so viel. Also wenn man so deinen Namen eingibt und wo man, wo du so spielst. Was ich aber gefunden habe, ist auf der Seite vom Menzel so eine kleine Beschreibung. Ich weiß, das ist alles nicht so ernst gemeint bei ihm. Das ist mir schon klar. Aber du wirst quasi als der Robin neben dem Batman beschrieben. Siehst du dich selber mehr als Sideman?
SPEAKER_05Also das for Batman und Robin, das kommt daher, weil wo der mein Spanymann für die Musik hatzen, der Wimbeck Johannes, und ich, der hat uns, also der spielt eigentlich bei den Musikatzen macht er halt Bariton, aber sonst spielt er eigentlich nur noch Tuba, mittlerweile bei Menzel. Aber wo wir zwar so bei Menzel angefangen haben, das war so 2014, 2015, 2016, da haben wir beide dann ziemlich viel Tenor am Bariton gespielt und das ist vom Menzel Josef, seinem Bruder, der hat uns dann den Spitznamen Batman ⁇ Robin gegeben. Und ja genau, von dem her kommt das aber meine VII-Musik. Das ist jetzt seitdem ich bei Rensbrucker dabei bin, ziemlich interessant, weil ich habe jetzt sonst schon immer als erstes Tenorhahn irgendwie die führende Position. Und bei Rensbrucker ist es jetzt andersrum eigentlich, weil der Harald spielt ja nach wie vor Tina. Und da kann ich mich halt. Für mich war es halt nein, weil ich mich da einfach dazu hängen kann. Und mein der Harry spielt einfach genial. Das ist schon immer ein Vorbild von mir. Und so siege mich ich jetzt da, aber sonst ist es eigentlich schon wie so ein bisschen die führende Position. Also jetzt bei dem Musik hatzen oder ja, genau.
SPEAKER_03Fällt dir das schwer, sich dann dran zu hängen oder ist es in dem Fall extremst leicht, weil es da ein Vorbild ist? Überhaupt nicht.
SPEAKER_05Ganz im Gegenteil, mir taugt das sogar richtig, weil ich auch nicht gewohnt bin und es ist eigentlich ein total schönes Erlebnis, wenn man sich einfach mal. Ja. Es ist halt auch beim Harry mit der Zirze zum Spulen, das ist halt für mich jetzt nicht schwierig, weil es halt einfach mir dingen oder ticken ziemlich gleich und das macht halt einfach irre viel Spaß. Auf der anderen Seite aber auch bei den Musik hatzen, das ist halt dann das Gegenteil, aber mir macht einfach beides Spaß. Es gibt jetzt nichts, wo ich sagen kann, das ist besser oder schlechter. Genau.
SPEAKER_03Okay. Lass uns später nochmal auf die Innsbrucker und so zurückkommen. Ich würde gerne so ein bisschen ganz am Anfang ansetzen. Wie kam Musik in dein Leben?
SPEAKER_05Durch das, dass mein Vater, der hat Flügelhörn immer schon gespielt und war bei uns bei der Musik daheim davor stand. Und mein alter Bruder, der ist drei Jahre älter wie und der hat auch spielt auch drum Betten und Flügelhorn ist auch bei der Musik Katzen übrigens dabei. Und ja, ich bin mit dem aufgewachsen und bei uns hat es eigentlich der Heim nie was anderes zum Herrn gegeben als Blasmusik, weil mein Vater heute das sehr gerne Menge hat. Außer die Mama, die hat mir Kastlerruder Spatzen noch gehört. Das war jetzt nicht so mein Fall. Aber wie gesagt, ich bin mit Blasmusik eigentlich von Grund auf irgendwie groß geworden und es hat sich nie was anderes ergeben für mich und mich hat auch nichts anderes interessiert, ganz ehrlich. Das war dann, wo ich mit den Instrumenten mit dem Ausprobieren angefangen habe. Ich glaube, dass ich sechs oder sieben Jahr war, wo ich das erste Mal irgend so ein Teil eingeblasen habe. Und es war zuerst Flügeln und Trombetten, aber ich habe dann meine Zehen so entwickelt und die haben halt mit der Mütten so ein Schachtel gezahnt und der hat der hat mich halt, also wenn ich zwar schon Flügel oder Trombetten gespielt habe, dann war halt die Lippe offen. Und dann habe ich mir gedacht, das hat irgendwie nie so jetzt zwar wahnsinnig gerne gemacht und hat gut funktioniert, aber eben halt nicht lang. Und dann bin ich aufs Zeno, also einfach ein gresses Mundstück. Das hat quasi dann halt unter dem Zahn. Und dann hat eigentlich dann auch recht gut hingehört. Und so ist das dann zustande gekommen, dass ich Baritonist geworden bin und Posaunist dann auch noch dazu gekommen. Und das war halt bei mir schon immer, man kennt es von viele Schülern und so weiter, wo man, also ich habe zwar selber keine Schüler, aber wie man sie so hört, wenn es die dann zum Üben zwingen muss und so weiter und so fort, das hat halt bei mir nie gegeben. Bei mir war es immer, ich bin heimgekehrt von der Schule. Wir haben so ein Gartenhäusel, da war halt diese Stereoanlage drin, wo drei CDs Platz gehabt haben und da bin ich dann, also ich bin heimgekriegt von der Schule und einen Schulpark hintergeschmissen und dann war ich teilweise vier, fünf Stunden da drin und habe gespielt. Das war dann oftmals so, dass dann Mama gekommen ist und gesagt hat, hörst du mal wieder auf, weil Hausaufgaben und so weiter gibt es auch noch. Aber für mich war das schon gut wie eine Sucht irgendwie.
SPEAKER_03Was hat dich da dran fasziniert?
SPEAKER_05Ich bin groß worden mit dem Ganzen, hauptsächlich so Gloria, Makosch vorher Gloria und dann vor allem Flara Kumpen. Ich bin größter Flara Kumpan-Fan. Die Musik hat mich einfach immer schon fasziniert. Also speziell Kumper, den Tonumfang, was der hat, den Ton an sich. Das habe ich einfach immer schon geil gefunden und wollte da immer gedacht, ja, irgendwie wo ich das halt ankenne. Und habe ich das dann wirklich so lange gemacht, bis ich da annähernd irgendwie mal das auch der Blasen habe mit der CD, die ganzen Technikgeschichten, Höhe und so weiter. Und mir hat das, ja, das hat einfach wahnsinnig viel Spaß gemacht. Und so ist es halt eins zum anderen gekommen.
SPEAKER_03Ich habe gelesen, du hast das alles autodidaktisch gemacht, stimmt das? Ja, anfangs schon. Was heißt anfangs? Also wie lange hast du das für dich selber betrieben?
SPEAKER_05Ja, wie gesagt, so mit Semi, glaube ich, ich kann es gar nicht mehr genau sagen, aber ungefähr so habe ich mit dem Ganzen halt angefangen und das einfach kennengelernt und halt lieben gelernt. Und mit zwölf Jahren habe ich dann das erste Mal unter, zwölf oder dreizehn Jahren habe ich dann das erste Mal Unterricht gehabt beim Eiweißgruber SEP. Und da habe ich dann also Notenlesen war für mich vorher ein Fremdwort. Und da haben wir das dann halt hauptsächlich, also 26er Musiklehrer. Da haben wir das dann gemacht. Ich habe dann drei Jahren, ziemlich genau drei Jahr Tenoren gelernt, die ABAM-Schule. Und dann haben wir dasselbe mit der Posaune. Und ja, das war dann eigentlich alles, was so wenn man zur Ausbildung reden kann.
SPEAKER_03Okay, also wenn du sagst, du hast so lange rumgemacht und probiert, bis du zu einer Flato Kumpa und CD dazu spielen kannst, auch Tonumfang, dann ist ja eigentlich die Gefahr sehr groß, sich ganz viel Quatsch anzueignen, spieltechnisch. Was bei dir ja dann anscheinend nicht passiert ist.
SPEAKER_05Ja gut, ich meine, es war schon viel Quatsch auch dabei, muss ich jetzt ehrlich sagen, aber ja, durch das, dass ich mir heute das wirklich jeden Tag eingezogen habe, war halt da sehr ehrgeizig und wollte das genauso sauber und es gibt viele Leute, wo die mehrische Musik jetzt nicht so mengen hat. Ich bin da mittlerweile auch schon ein bisschen weggekommen davon, aber das weiß halt eben für mich einfach nichts anderes gegeben. Mir hat das immer fasziniert und die haben auch viel so technisch schware Podcasts und so weiter. Und das hat mich einfach interessiert und habe das halt einfach so lange eingezogen, bis ich das auch sauber hingebracht habe. Da hat es dann schon noch viel Game zum Feinschliff, aber das hat mir da schon ganz viel einfach selber irgendwie drauf geschafft.
SPEAKER_03Aber ich meine jetzt auch so blastechnisch. Also man kann sich das ja auch irgendwie hindrücken und sich den Ansatz kaputt machen, ist dir nicht passiert.
SPEAKER_05Ich habe zwar schon, ich glaube mittlerweile den, ich weiß nicht, wie oft ich meinen Ansatz schon umgestellt habe, aber es ist lustigerweise das mit der Höhe, ich bin da schon so oft gefragt worden, wie ich das mache und ich kann es aber leider Gottes kaum erklären, weil das ist bei mir irgendwie immer schon vorhanden gewinnen. Das sei es jetzt mit dem Flügelhörn oder Trompetten oder dann mit Tenoren, Bariton und so weiter. Okay.
SPEAKER_03Das ist natürlich jetzt für jeden da draußen so ein bisschen so, ah, schade. Kannst du verstehen, dass das für viele vielleicht beneidenswert ist? Dass du sagst, okay, du hast das einfach, du musstest dir jetzt, also ich will nicht sagen nicht erarbeiten, aber es gibt ja welche, die arbeiten, arbeiten, arbeiten und kommen da nicht mal ansatzweise hin?
SPEAKER_05Ja, das kann ich schon verstehen. Es gibt, das ist so Ding, wo ich zum Beispiel nie verstehe, weil ich bin jetzt zum Beispiel jemanden her oder kennenlernen, der halt einfach um so viel mehr kann wie ich, sei es Höhe, sei es Technik. Es gibt ein paar so brutal gestörte Posaunisten, wo ich mir denke, wo leck, das mehr ich einfach mal kenne, aber da bin ich, da ist für mich, also da gibt es keine Neid, sondern ich bin da einfach neigierig, wo ich wissen, was der macht, wie der das macht. Und so weiter und so fort. Aber es gibt leider Gottes frühe Neiden, die man halt dann auch irgendwie Best Blut aufbringt, wo ich halt nie verstehe. Es ist halt bei mir einfach immer schon gegangen und kann es aber ehrlich gesagt nicht ganz erklären, warum. Oder kann es eigentlich überhaupt nicht erklären. Weil es eben noch nie. Was ich halt schon gemacht habe, ich habe halt irre viel gespult. In jungen Jahren oder zur Schulzeit einfach. Also wirklich, da kann man schon von durchschnittlich drei bis vier Stunden am Tag reden. Und so hat sich das halt dann entwickelt. Dass das dann mit der Höhe, dass das. Ich habe das schon öfter erlebt, dass wir halt dann. Das ist leider mit mir einfach nicht reden wollen. Oder das merkt man halt dann, das Verhalten irgendwie so.
unknownOkay.
SPEAKER_05Das war jetzt in letzter Zeit zwar nicht mehr, aber es hat es halt schon durchaus öfter mal gegeben, das merkt man halt dann irgendwie schwierig zu erklären.
SPEAKER_01Gemeinsam auf der WhatsApp of the Bigundzwanzig, den 30. Oktober 2025, gemeinsam individual compliment, planning perfekt, on time instrument.
SPEAKER_02Die lädt dann einfach gut drauf, es ist einfach Urlaub, es ist quasi, es ist einfach Urlaub.
SPEAKER_03Hab eine Zuhörerfrage. Die Frage ist mit dem größten Respekt an dich formuliert. Das soll ich vorne wegschieben. Ob du erklären kannst, warum Hochspielen manchmal mehr Anklang beim breiten Publikum findet, als einfach nur musikalisch zu spielen, weil, und das sagt die Person selbst, du ja beides kannst. Also du bist ja jetzt nicht nur drauf gestempelt, okay, das ist der Typ, der einfach hochspielen kann, sondern du kannst ja auch musikalisch einfach wunderschön spielen. Aber die Beobachtung mache ich ja manchmal auch, gerade in der Blasmusik-Szene, wenn da einer hochspielen kann, sei es jetzt Tenoren, sei es ein Trompeter, dann ist so das so die Maxime und der Rest wird ausgeblendet. Ja, das stimmt tatsächlich.
SPEAKER_05Ich kann es ehrlich gesagt nicht erklären, aber man kriegt das ja dann, wo das, wo sich das alles so entwickelt hat, wo ich dann die ersten Male auf der Bühne gestanden bin, merkt man halt dann sehr schnell, wie man sowas, weil ich das in jungen Jahren auch schon kennen habe, das mit der Höhe und so weiter, dann das hat halt, das hat man halt dann relativ schnell gemerkt, dass das bei den Leute geruck kommt und dann, ja, das ist irgendwie eine blöde Geschichte, aber man macht das halt dann immer wieder, weil es ist natürlich schon eine schöne Geschichte, wie man merkt, okay, das gefällt dir leid. Und ja, leider Gott, das hat man dann tatsächlich irgendwie so einen Stempel, wo man ja, wie du schon gesagt hast, dass das ist die Erde, wo vielleicht nicht nur hochspringen kann, aber. Das ist jetzt schon das Hauptding. Ich finde das immer so schön bei Videos von Woodstock zum Beispiel. Da gibt es auch so eine Steue von der kleinen Egerländerbesetzung, wo dann die Polka, glaube ich, heißt Helenenpolka, wo der Hügler Sebastian dann, wenn der Trio-Eingang kommt und das B3, da hat man das Gefühl, die Leute warten jetzt wirklich nur auf den Trio-Eingang. Und wenn das B3 kommt, dann ist jeder glücklich und der Rest geht irgendwie unter. Wenn man die anderen spielen ja fantastisch. Aber ich weiß nicht an, wo es das liegt, aber das kommt halt sehr gut an. Wahrscheinlich weiß es einfach, auch schwierig ist sowas. Für viel Leute, wo ich jetzt die Höhe nicht so haben. Und so fügt sich das halt dann, denke ich mal. Aber ganz genau kann ich es ehrlich gesagt nicht erklären, warum das so ist.
SPEAKER_03Wünschst du dir manchmal, dass dieser Stempel vielleicht kleiner wäre? Also dass man dich ganzheitlicher wahrnimmt in der Szene als ja?
SPEAKER_05Sehr, sogar. Es ist oftmals so, also wirklich, teilweise ist es echt krass. Ich habe jahrelang Oktoberfest gespielt und da weiß man ja, wenn man das komplett macht, dann bist du halt da, ja, je nachdem, 16 oder 18 Tage voll am Spulen hören und das pro Tag mit irgendwie 10 Stunden oder so. Und dann gibt es aber tatsächlich sehr blasmäßig begeistert, die die wohl, aber man merkt es halt dann, dass die wirklich jetzt nur, die wollen irgendwas brutal sein, irgendwas Besonderes, die sonst nicht viel machen. Und ich denke mir dann schon, die wissen ja dann auch genau, wie man jetzt schon der Tag 14 ist, meinetwegen, dass das dann vielleicht, weil mir nicht mehr so leicht fällt, dass man da dann noch irgendeine C4 aussehen nagelt und für was auch. Das bringt in dem Fall da nichts. Aber es gibt schon viele, die halt wirklich nur auf das irgendwie Lust haben, das zum Herren. Und also ich war sehr, sehr froh, wenn der Stempel nicht so gross war, einfach, wie du schon sagst, das Große und Ganze halt im Vordergrund war.
SPEAKER_03Jetzt ist die Frage, wie kriegt man den Stempel kleiner? Einfach mal gar nichts, gar nicht mehr hochspielen. Aber das ist ja auch nicht die Lösung wahrscheinlich. Die Leute waren ja drauf irgendwie, wenn sie zu euch kommen.
SPEAKER_05Ja, eben. Das ist ja das ist. Da bist du zu einem Zwiespalt. Man kann das schon. Es ist jetzt nicht, dass das eine Qual war für mich, wenn ich das mache oder machen muss. Man will ja das dann auch, man kommt irgendwo hin. Man weiß, die Leute haben eine gewisse Erwartung oder die kennen uns von da und da und dann passiert das automatisch, dass du. Bei mir ist es so, du magst das dann, weil du weißt oder du hoffst, dass du mit so gewissen Sparifunkel, dass man halt da einfach die Leute damit begeistern kann und das wollen wir ja dann auch bei so einem Auftritt. Aber es ist jetzt durch das bei den Innsbrucker, man passiert das mittlerweile auch schon wieder, weil ja, man hat dann Bock und man probiert und dann merkt man, es kommt gerade auch. Ich glaube, sowas, so etwas wird nie, oder wird man nie wegbringen, wird nie verschwinden, muss auch gar nicht sein. Woll ich ja selber nicht, aber es war halt teilweise was echt einfach schön, wenn man halt vor allem eine junge Leute dazu, oder wenn man denen halt auch sagen kann, dass nicht nur dieses, sondern hauptsächlich erst einmal das Große und Ganze oder der Klangkörper, dass man halt sauber spuit, dass man ja dass man gut intoniert und so weiter und so fort. Die grundlegendsten Sachen, das ist ja eigentlich das Schwierige. Oder für mich, ich finde das viel schwieriger als wir irgendwelche hohen Passagen. Wahrscheinlich weil ich mich in der Höhe relativ leicht tue, für andere ist es wahrscheinlich wieder genau andersrum. Weiß ich nicht da.
SPEAKER_03Das ist halt so die Denkweise halt. Wenn das eine leicht fällt, dann versteht. Also andere tatsächlich würden wahrscheinlich sagen, ja gut, aber das ist ja gar nicht so schwer, das und das zu tun, wo du sagst, okay, für dich ist das jetzt vielleicht eine größere Herausforderung. Ich habe mal vor Jahren eine Meisterklasse bei Wayne Bertrand gemacht. Den kennst du, oder? Ja, sicher. Und du hast gesehen, so wie alle Trompeter da sitzen und warten, bis er erklärt, wie das bei ihm war mit dem Hochspielen. Und der hat im Endeffekt so was Ähnliches gesagt, er hat gesagt, okay, das ist mir noch nie schwer gefallen. Ich habe relativ schnell in der Highschool C4s spielen können, habe jedes Stück damit aufgehört, egal ob es gepasst hat oder nett, das ist dann natürlich dann der Jugendliche leicht sind. Aber er musste sich die Tiefe erarbeiten. Und dann hast du aber so gesehen, wie jeder darum wieder erstmal in diesem Raum völlig enttäuscht war. Weil die sich natürlich den anderen Weg erhofft haben, damit er sagt, okay, was kann man tun, um den Weg zu gehen. Aber wenn du den Weg ja nie hattest, dann kann man das natürlich schwerer nachvollziehen.
SPEAKER_05Ja, also im Endeffekt genau das, wie so die vorher gesagt habe, wenn du halt lang nicht gewisst, was ich da tue, teilweise, was es heute noch nicht ist, wenn so gewisse Sachen einfach leicht von der Hand gehen, dann macht man es halt auch gern. Und eben, wenn man die Leute begeistern kann damit, dann ist er das voll geil.
SPEAKER_03Du hast vorhin gesagt, du hast mit zwölf deinen ersten Unterricht gehabt und dann kam das Notenliesen. Das heißt, du hast fünf Jahre quasi auswendig gespielt und alles übers Ohr gemacht. Genau. Was ja auch eine große Qualität ist, fünf Jahre lang erstmal das Ohr zu trainieren.
SPEAKER_05Ja. Das kommt mir halt sehr zugute, weil, wie gesagt, Noten waren für mich ein Fremdwort und ich habe da lang damit zum Tag gehabt, dass ich halt einfach wirklich Noten gut und dass ich da auch flexibel wären. Und das andere, das auswendig spielen ist, kommt mir dazu sehr zu gut. Also ich habe zum Beispiel, das ist ganz lustig, wenn man, keine Ahnung, wenn man irgendwo spielt, jetzt machen wir, spielen wir den und den Marsch, dann wissen die meisten immer genau, also so Standardmärsche zum Beispiel, oder Standardpolk, Vogelwiese, könnte ich nicht auf Anhieb sagen, was ist das für Tonart? Bei anderen rastet das sofort ein, ich bin jetzt die mit Vogelwiese mit drei Kreuzspui, dann ist mir das auch wurscht, in dem Fall. Weil ich das halt, ich habe das halt wahrscheinlich komplett falsch gelernt oder einfach anders. Also so Tonaten sind mir wurscht, ich habe überhaupt keine Ahnung von was halt oft heißt, der geht auf B7 los, dann ist das für mich ein komplettes Fremdwort. Ich muss halt nur, wenn jetzt mir Mama die und die Ton hat, dann checke ich mir das kurz aus und dann weiß ich, was ich dazu mache. Dann ist es egal für mich, ob ich erste, zweite, dritte Stimme, das passiert dann einfach. Aber ich könnte das also so generell Harmonielehre oder so, da bin ich ja meilenweit davon entfernt.
SPEAKER_03Aber die Frage ist ja, brauchst du es? Das wäre ja jetzt das Nächste.
SPEAKER_05Eigentlich nicht. Ich dachte es gerne kennen, weil ich das jetzt die, ob man Zeit hat zum Nottenschein, ist das auch nicht, aber ich dachte es wahnsinnig gern, weil mir fallen tatsächlich sehr viele Melodien ein, aber ich kann das nie, also ich selber kann es nie aufs Plattel bringen, weil da bin ich halt ja viel zu ungebildet, da hätte man sagen.
SPEAKER_03Oder ungeduldig, du müsstest dich wahrscheinlich einfach da reinfuchsen, also wenn du das andere schon hingekriegt hast.
SPEAKER_05Stimmt auch wieder. Aber durch das, dass ich so viel Spui und gesagt mit der Arbeit und so weiter, ich wüsste halt ehrlich gesagt nicht, wann ist dort, zumindest aktuell.
SPEAKER_03Aber das ist total spannend. Kleine Anekdote, die mir vor ein paar Wochen so aufgefallen ist. Wir hatten vor ein paar Wochen, also meine Frau singt, die kommt eigentlich eher aus dem Jazzcore. Und das ist so eine, beim Singen wie du, das ist völlig, also Tone hat völlig egal. Das ist bei den Sängern ja sowieso eher was, aber dir ist es auch egal, wenn ich sage, sing eine vierte Stimme dazu, machst du eine vierte, wenn sie eine zweite Stimme singen soll, machst du eine zweite. Die hört das, so wie du wie beim Spielen. Jetzt hatten wir ein kleines Projekt mit zwei Freunden von uns. Der eine Jaz-Trompete studiert und der andere auch autodidaktisch an der Gitarre. Jetzt hatten wir irgendeinen Popsong für so ein Wohnzimmerkonzert und dann haben wir uns überlegt, ob wir das nicht vierstimmig im Refrain singen. Die zwei Studiertenasen sitzen da und haben zu viel im Kopf und müssen sich den ganzen Bums aufschreiben, damit sie wissen, was sie da singen. Und die anderen zwei ist doch klar, dann singen wir den Ton und den Ton. Manchmal wäre ich flexibel, gerne wieder mehr flexibel. Also früher habe ich mehr übers Ohr gemacht, heute habe ich manchmal zu viel im Kopf und denke zu viel, ah, okay, das muss ja der Akkord sein und der Akkord. Deswegen, ich beneide manchmal so Menschen wie dich, die gar nicht so viel wissen, aber einfach viel gemacht haben übers Ohr. Also ich finde das gar nicht so verkehrt. Also wenn du sagst, dir ist völlig wurscht, ob du Vogelwiese mit drei Kreuz spielst, dann machst du ja was richtig auch.
SPEAKER_05Ja, es gibt, aber ja, es stimmt halt. Ich meine, ich weiß nicht, ob du von der Besetzung, wo wir jetzt relativ eigentlich seit Corona neu haben, Winterstart. Das haben wir halt. Das haben wir zu fünft quasi Schlagzeug, Tubo, Akkordeon, Flügelhörn und Hinauhörn. Und da haben wir uns halt während Corona getroffen, ob jetzt das immer erlaubt war oder nicht, sei dahingestellt. Aber das war halt das war halt für, also es ist für der Flügelhornist, das ist der Wimbeck Simon, der spielt auch bei den Katzen mit, macht er erste Flügelhörn. Und wir haben uns da halt das kleine Gruppen, weil da wo der erste Lockdown dann vorbei war, haben wir uns halt einfach wöchentlich schon bald, teilweise haben wir zweimal in der Woche geprobt, weil wir halt, man, es war vor, weiß ich jeder von jetzt auf gleich einfach nichts mehr. Und uns ist das halt einfach wahnsinnig abgegangen. Und dann haben wir uns da drauf, immer beim, da spielt auch der Wimback John, Tuba, der wo bei den Musikatzen Bariton spielt, der Schlagzeuger von den Musikatzen, zugleich Chef, der Jokkel, der ist da dabei. Und dann noch der Tafelmeuer Uli, der macht Akkordeon. Und dann haben wir mir das. Wir haben uns einfach getroffen, jetzt erst mal, ja, dass wir einfach mal wieder rausgekämmt, dass man mal wieder ein bisschen was anderes, als wir nur noch daheim und Job und so weiter, die Sachen, wo man halt noch dürfen hat. Und dann haben wir halt einfach angefangen. Das sind nicht lauter Leute, die halt wahnsinnig gut auswendig springen können. Zum Beispiel mit dem Wimback Simon zusammen am Flügelhorn und ich, wir brauchen uns eigentlich nur noch kurz anschauen oder einer macht einen Zucker, dann weiß ja jeder, was gemeint ist, dass man halt dann die Stimmen wechselt oder der macht die Stimmen, der macht die. Und so hat sich da die Gruppen, so ist die Gruppen da eigentlich entstanden und haben da mittlerweile ein Repertoire. Also das ist brutal. Wir spielen teilweise Hochzeiten, zwölf Stunden, alles auswendig. Und auch vor allem dreistimmiger Gesang oder mehrstimmiger Gesang, sag ich es mal. Das war für mich vorher auch ein Fremdwort, weil ich habe das furchtbar gefunden, wenn ich die ersten Male in einem Mikrofon reingesungen habe und hört man sich dann selber, das war katastrophal. Aber mittlerweile macht das einfach so viel Bock. Und wenn man halt einfach auswendig spielt, da passieren so viele Sachen. Jetzt nicht nur gute Sachen, aber jeder Kick ist irgendwie anders. Und das ist total spannend, weil jetzt mal was Neues passiert, aber wie gesagt, nicht immer gute Sachen, aber ich sage zu meinem größtenteils schon gut. Und das macht halt uns jetzt mittlerweile voll Spaß und sind wir echt viel unterwegs. Unter anderem auch ja mal am Wurztag zweimal, glaube ich, sogar.
SPEAKER_03Ehrlich?
SPEAKER_05Und das?
SPEAKER_03Wann? Am Wurztag? Weißt du, was auswendig?
SPEAKER_05War mir am Donnerstag und einmal am Samstag. Aber frag mich nicht, was für eine Bühne oder lieber ich bin das ganze Wochenende dort und spiele mit Obermüller, Katzen, Menzel. Winterstadt, Innsbrucker, genau. Aber ich weiß jetzt echt nicht, wer wann wo spielt. Aber ich glaube, Winterstadt ist Donnerstag und Samstag.
SPEAKER_03Kann man ja nochmal nachgucken. Glaubst du, dass, wenn man auswendig spielt, noch mehr Spielfreude dabei ist, weil jeder irgendwie nochmal auf eine anderen Art offen ist und sich auch mehr anguckt? Wahrscheinlich?
SPEAKER_05Absolut, ja. Da geht es ja schon mal los, dass, wie ich schon gesagt habe, es passieren da so viele gute Sachen einfach. Man kann sich auf der Bühne anschauen. Man kann runterschauen zu den Leuten, wo die reagieren, man hat einen ganz anderen Bezug, findet die dann während so einem Auftritt. Und das macht viel Ahnung. Und das sieht man auch, glaube ich, von unten. Man braucht jetzt nur, wenn man eine Kapelle so und so nimmt, die da kommt halt eine komplett andere Energie runter, findet die, als wenn eine Gruppe mit Noten spielt. Das ist auch geil, aber das ist halt einfach nochmal anders und interessant. Mir persönlich taugt das halt voll, das auswendig spielen. Das ist irgendwie so die Freiheit, die man da hat.
SPEAKER_03Bist du eigentlich in einem Musikverein auch groß geworden oder hast du immer nur in Gruppen gespielt?
SPEAKER_05Nein, ich bin in einem Musikverein groß geworden. Also da wo ich meine Heimat in Oberbeckirchen heißt es, da gibt es einen Musikverein. Ich bin zwar nach wie vor dabei, aber habe leider einfach durch das, weil ich zu früh unterwegs bin, so gut wie überhaupt keine Zeit mehr dafür. War genau, da war einem da, wo mein Vater war auf Vorstand. Da habe ich jahrelang gespielt. Und ja, dann ist halt seit vor einem ins andere gekommen. Dann haben sie dann die Musik Hudson gegründet mit so, ja, das ist nicht, das ist halt eigentlich mein. Also ich habe es halt mitgegründet mit ein paar anderen Leuten, die nach wie vor dabei sind. Und das war halt so das erste, was mir, oder was ich halt dann auch selber gehabt habe. Das war 2009. Genau, und die anderen Geschichten sind nicht dann noch der Zeug gekommen.
SPEAKER_03Bleiben wir nochmal ganz kurz beim Musikverein. Wie war das da, wenn da der kleine Martin sitzt und eigentlich noch keine Noten lesen kann? Also weil das ist ja nochmal eine andere Geschichte dann.
SPEAKER_05Ja, da bin ich dann schon erst, also wo ich zwei Jahre Unterricht gehabt habe, dann bin ich da erst der Zeug gekommen.
SPEAKER_03Ah, okay. Und wie ist das? Kennt man ja auch aus Musikvereinen, wenn dann einer doch sehr gut ist, dass auch in so einem Verein die Neider da sind.
SPEAKER_05Gab's das bei dir? Ganz ehrlich gesagt, beim Musikverein war es nicht so. Das war eher mehr, da ist man eher mehr bewundert worden, aber vom Neid könnte jetzt da vor kaum sprechen.
SPEAKER_03Okay. Wann war dir das erste Mal eigentlich klar, dass du was, dass dir vielleicht Dinge leichter fallen, was andere entweder gar nicht können oder sich sehr, sehr hart erarbeiten müssen?
SPEAKER_05Das war das erste Mal tatsächlich in unserem Gartenhäusel drin, wo ich dann, ja so, also mir war das glaube ich selber anfangs gar nicht so bewusst, weil es, wie gesagt, eben leicht von der Hand gegangen ist, aber da ist mein Bruder dann mal, hat mir mal so zurückgehört. Und ich habe da so zum Kumpeln dazugespült und mit einer CD dazu. Und dann hat man, das weiß ich halt noch, wenn es gestern gewesen war, da hat mein Bruder dann einen Papa gehört und hat gesagt, hey, ich hätte mal das so, der spinnt doch. So ungefähr. Und da haben wir dann gedacht, da ist es vielleicht gar nicht so verkehrt, was ich mache. Und ja, da war da als der Ehrgeiz dann immer noch gresser geworden. Ja, so leider Gott, das ist das dann mit den Trombetten nichts geworden, weil ich hätte das, wie gesagt, Kumpeln war immer das größte Vorbild von mir und ich hätte es einfach wahnsinnig gern weitergemacht. Aber da haben wir dann meine Zehn einen Strich durch Rechnung gemacht und dann habe ich es halt mit dem Tenor anversucht. Aber das ist Gott sei Dank auch relativ schnell sehr gut gegangen. Was ich auch dazu sagen muss, das war so bis vor drei, vier Jahren habe ich einfach nie was machen müssen, so zu daheim, dass ich mich im Mathe hinsetzt zum Üben, weil ich halt auch schon immer früh gespielt habe. Aber es war immer zum Beispiel perfekt, wenn ich drei, vier Tage beim Spielen unterwegs war und dann waren zwei, drei Tage wieder nichts. Und dann bist du wieder irgendwo bei einem Auftritt, dann war der Ansatz für mich, das persönliche Wohlbefinden vom Ansatz her, war halt dann perfekt. Das ist jetzt seit einigen Jahren leider nicht mehr so. Also ich muss jetzt tatsächlich, wenn ich seit sechs Mal am Stück unterwegs war, dann mache ich mir einen Tag Pause, aber dann muss ich eigentlich schon wieder was durch, dass dann der Ansatz wieder so da ist oder so bleibt, wie man ich das vorstelle. Und das nervt mich zwar ein bisschen, dass das nicht so ist, aber.
SPEAKER_03Okay. Das führt mich zu einer der meistgefragtesten Zuhörerfragen. Wie sieht dein Üben aus? Also gibt es Routinen? Und ganz oft kam die Frage, muss er überhaupt noch üben? Hast du jetzt damit ja schon mal vorweggegriffen, dass du was tun musst? Aber wie sieht dein Üben aus?
SPEAKER_05Also ich hoffe, dass mir nie jemand zuhört, weil so Basics mache ich schon auch, aber das meiste ist dann tatsächlich wieder irgendwelche. Wenn ich zum Beispiel einen Auftritt gehabt habe und merke, okay, bei der Steuer habe ich mir jetzt diesmal einfach voll blang müssen. Bir mir voll schwach gefallen beim Auftritt, dann mache ich das dahern, schaue, ob das wieder so schwach oder ob mir das beim Üben dann wieder so schwach fällt. Oder je nachdem, was also direkt eine Strategie habe ich da überhaupt nicht. Einfach blind drauf los. Und nach wie vor, also wenn man jetzt einmal von Konditionen redet, ist für mich, wenn man, also ins Brückerböhmische ist schon eine harte Nummer, was jetzt die Norden anbelangt, das mache ich dann schon einfach ein, zwei Stunden, das zeige ich, aber spielen, dann bist du eigentlich, also ich bin dann ziemlich bedient.
SPEAKER_03Also du spielst einfach, du machst gar nicht viel über.
SPEAKER_05Ja, schon, wenn es jetzt darauf ankommt, technische Sachen oder wenn ich merke, dass die Zungen wieder langsamer waren, weil man halt ja. Es gibt jetzt so Phasen im Jahr bei mir, wo man halt dann einfach technische Sachen nicht so viel braucht, sondern einfach wirklich nur Ansatz ausdauer und da geht das mit der Zunge dann ziemlich schnell flütten irgendwie. Und dann mache ich auch, ich nehme dann die Arbeitschuhe und mal so Triolen-Geschichten oder Doppelzungenarbeits ohne irgendeinen Einfach blind drauf los. Bis halt das, was ich mir vorstelle, bis das dann wieder geht.
SPEAKER_03Das heißt, du hast dir dieses spielerische Entdecken aus der Kindheit noch bewahrt und machst das halt immer noch so. Ja, so kann man es sagen. Okay. Das wird jetzt viele, glaube ich, ein bisschen desillusionieren, weil die, glaube ich, wahrscheinlich gehofft haben, dass du sagst, okay, du machst das so und machst die Übung. Aber du spielst halt einfach und hast wahrscheinlich auch das Glück, einfach vieles richtig zu machen mit Luft und Ansatz.
SPEAKER_05Ja, wahrscheinlich ist so. Wie gesagt, ich kann das schlecht erklären. Das nächste ist die Mundstückfrage, wo ich schon gefragt worden bin, was ich für Mundstück spiele. Und ich habe das lange wieder nie damit beschäftigt. Ich habe immer gesagt, das, was beim Instrument dabei war, das spui. Oder was mir halt empfohlen worden ist. Okay. Jetzt habe ich ja das Harald Kobler-Mundstück.
SPEAKER_03Ja, habe ich gelesen. Ich finde es irgendwie ganz cool, wenn man sich wenig Gedanken um das Material macht, weil da kann man ja auch eine Wissenschaft draus machen und kann sich ja da auch recht reingraben. Und manchmal hilft es einem gar nicht weiter, sondern irgendwie baut man sich ja die Baustelle dann damit mit selber, weil man die ganze Zeit denkt, oh, die Bohrung, oh, vielleicht noch ein Zehntel mehr. Und oh, ne, doch wieder zu viel. Und statt einfach mal zu spielen und zu machen und. Weil ich habe die Erfahrung gemacht, also natürlich, ich glaube, für Trompeter ist das nochmal anders, weil es halt kleiner ist. Ich glaube, am Tenoren ist es nicht ganz so fricklich. Aber letztendlich, ich kling nach einer Zeit trotzdem wie ich. Egal, was ich drauf habe. Also es fühlt sich halt vielleicht anders an oder bequem, aber soundtechnisch kling ich irgendwann trotzdem wie ich.
SPEAKER_05Da gibt es ein guter Bekannter von mir, der wie gesagt, es klump, fangt immer vorne mit Stück an.
SPEAKER_03Das finde ich echt ganz lustig, der sorry. Das stimmt. Aber gab's mal. Irgendwann in deinem Spiel, irgendeine Phase, wo es gar nicht oder wo es viel, viel schwerer ging, wo du angefangen hast zu zweifeln?
SPEAKER_05Sehr oft. Das ist eben, die letzten Jahre ist das irgendwie schon mit dazu gekommen, aber ich merke selber, dass ich sonst wirklich einfach blind drauf los, ich habe nie irgendwie das Ding angefangen oder so. Gott sei Dank, das kennt das jetzt. Leider Gottes, ich weiß auch nicht, warum. Weil du älter wirst? Wahrscheinlich.
SPEAKER_03Wie alt bist du eigentlich? 33. 33, okay. Weil ich merke das auch zunehmend, also ich bin jetzt 39, dass der Kopf mehr dazu kommt. Man macht sich plötzlich überzeugt, Gedanken, habe ich mir im Studium nicht. Das war mir dann egal. Also ich habe halt gespielt. Also ich habe früher auch sehr, sehr viel gespielt. Jetzt fängt es mir plötzlich an, nachzudenken. Das ist nicht so gut, habe ich festgestellt.
SPEAKER_05Ja, es gibt, es hat die letzten 10, 20 Jahre, keine Ahnung, solange ich halt schon irgendwie so in der Szene unterwegs bin, es gibt immer wieder Momente, wo ich einfach, wo ich mit einem brutal planen muss. Man ist vielleicht bei der Leid nicht so auch oder man merkt es nicht, aber für mich selber ist es schon ganz, ganz oft so, dass ich mich einfach furchtbar. Es gibt da wieder, das ist ein Tagesform. Es sei der nächsten Tag, spust acht Stunden drauf, spust wieder, ist es wieder komplett anders. Das ist wahrscheinlich das auch, weil ich halt kein gewisses System habe. Ich mache halt einfach und darum ist wahrscheinlich ganz früh Tagesfahren bei mir. Ich habe gesagt, ich lasse mir das dann nicht so auch kennen, aber für mich selber ist es dann oftmals, wo ich mir denke, boah, leck, heute bin ich froh, wenn es vorbei ist, so quasi.
SPEAKER_03Du spielst ja mit guten Leuten zusammen. Also jetzt bleiben wir mal ins Programm, weil das ja auch dein Vorbild ist oder war. Tauscht er dich dann mit dem Harald aus und sagst, sag mal, läuft gerade nicht. Hast du einen Tipp, was ich machen soll? Oder willst du nicht, weil du Angst hast, dass dann der Kopf zu viel losgeht, wenn man. Also es kann ja auch nach hinten losgehen.
SPEAKER_05Nein, das ist, ich glaube, der Harry, der spurt einfach schon mal das komplette Gegenteil von mir. Also wie gesagt, wir kennen uns sehr gut, wir verstehen uns wahnsinnig gut, Gott sei Dank, und machen lustigerweise oder glücklicherweise sehr viel gleich und darum funktioniert das mittlerweile so gut und das merkt man auch vom Publikum. Also wir kriegen wahnsinnig Lob einfach oder halt Anerkennung, wo viele sagen, es ist Wahnsinn, wie es jetzt zusammensputzt. Aber lustigerweise spielen wir jetzt Rennen ansatztechnisch komplett unterschiedlich. Also er macht ganz viel mehr mit Technik, Luft, so quasi schon fast drucklos. Da bin ich das komplette Gegenteil. Also ich drück hier, bis ich auf den Zahnfleisch daherkomme. Ich bin gerade passiert.
SPEAKER_03Okay. Spannend. Aber würde dich die andere Spielweise nicht auch interessieren? Oder sagst du, okay, es geht ja für mich?
SPEAKER_05Ja, war schon interessant, aber ich bin grundsätzlich so ein Typ, der sehr, sehr ungeduldig ist in sämtliche Lebensformen und wie auch immer. Und ich glaube, das braucht schon wahnsinnig viel Zeit, bis man so springen kann mit der Technik, wie es jetzt der Harald macht zum Beispiel. Und da glaube ich, weiß nicht, da bin ich irgendwie ein bisschen Schiss, dass ich mir dann da viel kaputt mache oder dass irgendwann das einfach nicht mehr so funktioniert, wie es halt immer gegangen ist. Und wenn man halt einfach ständig unterwegs ist, wenn wir vorher schon geredet haben, die Leute haben eine gewisse Erwartungshaltung, was du da schon einfach abliefern sollst, bestmöglichst. Und da glaube ich hätte es viel Schiss, dass da irgendwann einfach gar nichts mehr geht. Oder halt nicht mehr so, wie es mir vorstelle.
SPEAKER_03Die Frage, die ich mir schon die ganze Zeit stelle, du erzählst, du warst ein Kind, das sich fünf Stunden in ein Gartenhaus einschließt, so lange brubt, bis das rauskommt, was du willst. Bis total neugierig verstehst, auch irgendwann, okay, ich muss Noten lesen, ich will Posaune lernen, ich will da mithalten. Kam dann nie die Frage, auch mal auf Musik zu studieren?
SPEAKER_05Doch, tatsächlich schon, aber das ist auch nicht direkt von mir selber gekommen, sondern das war dann, wo ich ja, so kurz vor, also ich bin dann nach wie vor bei der Firma, wo ich halt die Ausbildung gemacht habe. Und kurz bevor ich mein Gesamtberuf gemacht habe, habe ich mir dann schon lange überlegt, aber das ist jetzt auch nicht direkt von mir selber gekommen, wo ich Posaune studiere, sondern weil halt auch wieder so viele Leute zu mir hergekommen sind, von wegen verschwendetes Talent und du musst studieren, bla bla bla. Und ich bin dann aber bei der Firma übernommen worden und habe dann einen sehr guten Job, bin da sehr flexibel und im Nachhinein bin ich echt so froh, dass ich es nicht gemacht habe, weil mir hat sich dann über die Frage gestellt, wenn ich jetzt studiere, was mache ich dann? Also wo ich niemals in einem Orchester oder so, weil das hat mich einfach noch nie interessiert und da glaube ich da reinge, wenn ich da drin sitze, habe 158 Takte Pause und dann spüre ich vier Töne, das ist einfach überhaupt nicht meins. Und was ich schon gleich überhaupt nicht einfach rein aus der pädagogischen Geschichte kann, ist irgendwie unterrichten. Ich habe das mal probiert mit zwei so kleinen Bummen. Die haben, da war ich tenor angelernt, da unter dem Betten und das habe ich genau vier, fünf Unterrichtsstunden gemacht und dann habe ich gesagt, na, das niemals, weil ich halt einfach die Geduld nicht habe. Da bin ich, da haben wir wieder beim Thema.
SPEAKER_03Ich ertappe mich selber, ich bin ja Musiklehrer an einem Gymnasium und ich unterrichte Blaserglassen und ich komme manchmal an so einen Punkt, wo ich nicht nachvollziehen kann, dass das Interesse gar nicht da ist, obwohl sie sich dafür ja entschieden haben. Ist es dann, und wenn dann jemand so viel früher geübt hat, ich habe als Kind auch sehr gerne gespielt und sehr gerne geübt, mich musste man da nicht irgendwie hindrängen, dass ich das tue. Ist es das, wo dir die Geduld fehlt und wo du sagst, ja, aber wenn ihr das machen wollt, dann müsst ihr euch ja dafür auch interessieren und euch mal da einem hinsetzen.
SPEAKER_05Ja, das ist ja Jo, wahrscheinlich ist oft, wenn man sie beim Kind ist ja, wenn man sagt, hey, der siegt jetzt irgendwo einmal Spuren, dann kriegt er da irgendwie Lust dazu. Und natürlich die Eltern sind dann meistens ja freilich, ich muss das machen. Und ich finde, man muss das dann, man sieht das ja relativ schnell, ob es der wirklich begeistert ist oder ob er es dann nur macht, weil er es machen muss von Mama und Papa her. Und da ist ja der grosser Unterschied. Und das hängt halt wahrscheinlich alles zusammen. Bei mir ist es das, mir hat das immer schon fasziniert und zwar nur das und sonst eigentlich nichts, also musikalisch. Und weil viele Sachen bei mir vor Hause immer gut gegangen sind, glaube ich, das reflektiert sich wieder auf das Ganze, dass ich das oft nicht verstehe. Das ist ja ganz natürlich und menschlich, wenn man jetzt zwar so ein kleiner Zwacke da hat, die wieder viel vergessen, dann beim nächsten Mal, wenn man noch nie was gemacht hat. Aber da braucht man halt die Geduld dazu. Es gibt so viele wahnsinnig gute Lehrer, aber ich bin wirklich keiner, weil das ist was, was ich überhaupt sehen kann. Und dann habe ich auch aufs Studieren, wo ich mir dann gedacht habe, weil das dann schon losgegangen gewesen, dass ich halt mit, ja sei es muss ich Katzen oder sonst irgendwo Aushilfe gewesen bin und das und das. Und habe eigentlich dann zu dem Zeitpunkt, wo das im Raum gestanden ist, ob ich jetzt studiere oder nicht, habe eigentlich da genauso das gemacht, was ich mir immer erträumt habe. Mit guten Leid zusammen von Gruppen gefragt werden, als Aushilfe, wo ich sonst hingefahren bist und wo das Kind bis am Boden kennen ist, verläuft Begeisterung und dann auf einmal wärst du von denen angegriffen und darfst du bei denen aushelfen. Und so hat mir einfach immer schon wahnsinnig viel Spaß gemacht. Aber das, ja, wie es alle heißen, das dann natürlich später dazu kommen, aber Kaisermusikanten bei Blechpackers Prosolist, die da mal. Ja, Labras Panda habe ich auch schon ein paar Mal springen darf jetzt die letzten Jahre. Und das ist halt jetzt genau das, wo ich halt Lust habe drauf, was ich machen will. Und ich denke mir halt dann jetzt, dann habe ich eigentlich alles richtig gemacht, weil wenn ich jetzt studiert habe, weiß, wo der Weg dann hingegangen war und wo ich dann so glücklich waren, weil ich kann es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Ich habe viele, viele, die, die halt ähnlich sind zu mir, vom Instrument her, aber die auch wahnsinnig begabt sind und spullen. Und da habe ich schon von so viel gehört, dass die, oder die mich da einfach bestätigt haben, dass ich Frau sehe, dass ich nicht studiert habe, in meinem Fall jetzt. Und ich glaube, dass das, also ich bin sehr zufrieden, so wie es ist. Und bei mir ist es schon, also ich bin für viele Leute, die können das nicht verstehen, weil ich quasi niederheim. Aber das ist für mich ist das jetzt gerade der Job, das ist für mich kein Stress, sondern irgendwie so, ja, schon fast Ausgleich. Ich brauche das irgendwie. Und auch wenn ich einmal sechs Tage am Stück spui und dann ist einmal drei Tage nichts, das ist zwar voll geil, aber ich denke mir dann tatsächlich nach den drei Tage jetzt irgendwie muss wieder was passieren. Also ich brauch das. Könnte ich da vorhin nicht nachvollziehen, aber ja, ich bin da in der Hinsicht einfach ein bisschen gestört, glaube ich.
SPEAKER_03Ach, glaube ich nicht. Aber was brauchst du? Brauchst du das unterwegs sein? Brauchst du das Musik machen oder brauchst du die Bestätigung auch vom Publikum, dass das super ist, was du machst?
SPEAKER_05Die Bestätigung vom Publikum jetzt vielleicht nicht vorrangig, aber halt einfach das ganze, das große Ganze halt, wenn man halt unterwegs ist mit Guri oder die besten Späzeln einfach, was jetzt bei den Musikatzen der Fall ist. Man lernt einfach so viele geile Like kennen in der ganzen Szene und wenn man vor einem Musifest zum anderen kommt und dann vor allem auch Festivals oder so, das macht mir einfach unheimlich viel Spaß. Natürlich gibt es Zeiten, wo ich mir denke, boah, leck, jetzt geht's wirklich nicht mehr, ich brauche einfach mal aus Zeit. Aber das hält nicht lange an bei mir. Also das weiß auch nicht. Irgendwie das große Ganze einfach. Das wird meine Leidenschaft.
SPEAKER_03Das ist ja auch gut so. Also du hast ja auch mit Studierendenkollegen dann schon zusammen gespielt. Gab es da mal so einen großen Respektsmoment, dass du sehr komisch vorkommst oder wusstest du schon immer, was du kannst und hast gesagt, ja, ist mir eigentlich egal, sondern wir spielen halt jetzt einfach.
SPEAKER_05Mein hat es natürlich Show gegeben, aber ja, so jetzt das Song. Eigentlich, also so direkt, also wenn es sagt, man hätte geschissen habe ich mir noch nie was. Wenn ich schon oft die Frage gekriegt habe, ich sehr aufgeregt bin. Vor allem, natürlich vor gewisse Auftritten, wo sie wirklich, wo wir die ersten Male Wutztag gespielt haben, das ist natürlich Wahnsinn, weil es eine ganz andere Dimension auf mich war, mit so viel Leute. Grundanspannung hat man immer, aber sobald ich da jetzt irgendwie bei irgendeinem Solo vorm stehe, dann teilweise wie in Tras, das passiert halt einfach. Und ich scheiß mir Gott sei Dank sehr wenig. Natürlich hat man, wenn man mit Wahnsinnsleid, die schon Jahre bekannt sind und wo halt einfach was direkt mit ja, bei mir ist es dann eher so eine Ehrfurcht, wo man so Leute gegenübersteht. Aber es hat meistens dann immer sehr gut funktioniert und ja, damit die Leute dann auch gut auskommen. Zumindest ja, eigentlich fast immer.
SPEAKER_03Wir haben ja die Musikkatzen jetzt schon mal angesprochen, schon ein paar Mal angesprochen. Das war quasi so die erste Band, mit der du, glaube ich, auch so ein bisschen in der Blasmusikszene dann auch bekannter geworden bist. Dein Name. Wie kam es dazu? Und woher kommt dieser Name? Das ist eine gute Frage.
SPEAKER_05Wir haben uns da die Namen habe ich schon ein paar Mal genannt. Zum Beispiel die ganzen Wimbeks, das sind ja so große Musikerfamilie. Die Brüder ist in Darmstadt Solo drumbettet und dann ist der Manuel, der spielt bei Lebras Panda Bosan. Und dann gibt es also Schwester haben sie auch noch, die ist, die ist, also, das heißt nur, die spielt halt beim Musikverein in einer Musikgesellschaft, was sie da haben. Aber die anderen sind sehr, sehr früh unterwegs, was musikalisch anbelangt. Und die drei anderen Brüder, die sind alle drei bei den Musik hatzen dabei mit den, haben uns einfach mal, da hat er schon so viel, oder da ist das schon so brutal gewachsen, die Zeit 2007, 2008, 9, 10, wo halt wirklich die Musikgruppen aus dem Baum geschossen sind, wie schon einmal. Dann haben wir gesagt, wir brauchen auch so was. Und haben uns ein paar Leute zusammen da und haben einfach aus dem Umkreis, ich sage jetzt mal von 50 Kilometer für uns die besten Musiker zusammengesagt, dass wir so böhmisch mehrische Gruppen zusammengekriegt haben, das hat dann relativ schnell funktioniert. Damals hat es vor dem Wurztag den böhmischen Frühling noch gegeben. Da haben wir dann schon Nachmittag beim vierten Mal gesprüngen dürfen, da hat es uns erst halber zu Jahr gegeben. Das war natürlich noch Hierarchie-Reaktion damals. Aber das hat dann relativ schnell gut funktioniert und war jeder voll heiß drauf. Und dann habe ich lange die Frage, was machen wir für einen Namen irgendwas Besonders bei uns. Und ich kann es da ehrlich gesagt gar nicht genau sagen, aber es hat immer, wenn uns quasi eine Frau sehr gut gefallen hat, dann hat man irgendwie, hey, schau einmal die Katze an. So ungefähr. Und dann irgendwie ist das dann entstanden, wie gesagt, ich kann es gar nicht mehr genau sagen, dass wir dann Musikanten, Musik hatzen. Und irgendwie haben wir das lustig gefunden und scheimper dann. Ja, hat funktioniert.
SPEAKER_03Also der Begriff ist. Das auf alle Fälle. Weil du gesagt hast, du bist damit groß geworden, dass das so deine Leidenschaft... Aber was bedeutet für dich Tradition und Volksmusik?
SPEAKER_05Ja, wenn wir jetzt im Moment daheim, also von meinen Eltern her, vor allem von meinem Papa, der hat das zum Beispiel gar nicht gern gesehen, wenn du da mit irgendeiner, damals hat sie die Bravo-Hits gegeben oder so. Sowas hat es bei uns im Haus überhaupt nicht gegeben. Der ist einfach nur. Ja, diese Art von Musik hat da stattgefunden. Und gesagt, was anderes haben wir ja gar nicht kennengelernt oder China lernen dürfen, damals, wo wir halt sehr jung waren. Und das wer weiß, was sonst passiert war, aber das bedeutet halt für mich dann irgendwie schon, das ist für mich traditionelle Blasmusik, einfach handgemacht und ja, irgendwie so in die Richtung. Weil es eben noch nie was anders für mich im Raum gestanden ist. Mittlerweile natürlich ja komplett andere Sachen, aber damals war das halt einfach so.
SPEAKER_03Was hörst du im Moment, wenn du mal nicht Blasmusik hörst?
SPEAKER_05Radio Oldi Welle. Niederbein. Okay. Also ich liebe Oldies. 60er, 70er.
SPEAKER_03Ah, okay. Ich wollte gerade sagen, das muss man ja mittlerweile auch schon eingrenzen, wenn ich meine Schüler frage, ist ja 2010 auch schon Oldi. So besser. Okay, 60er, 70er. Aber du hattest dann nie das Bedürfnis, auch noch Gitarre zu lernen. Nein. Eigentlich.
SPEAKER_05Ja, in letzter Zeit tatsächlich, weil mir gefällt das einfach, wenn du irgendwo da sitzen kannst, dann hat die so einer richtig drauf. Das Menzel Josef ist zum Beispiel so einer, der nimmt der Gitarre enthanden, der kann ich dann irgendwie sämtlich, ob es Eudisch Lager sind oder irgendwelche Sauflehrer, die kann der halt da damit begleiten und sowas fasziniert mich schon, aber ja, da haben wir auch wieder beim Punkt Zeit. Zeit, ja. Das darf mich tatsächlich schon interessieren. Gitarre, aber sonst, ganz ehrlich, eigentlich nichts so direkt.
SPEAKER_03Du hast ja schon gefühlt in fast allen bekannten Gruppen der Blasmusik-Szene, zumindest mal ausgeholfen. Also man hat ja sein Wohlfühl-Ding, wo du weißt, okay, kann ich alles. Aber gab es irgendeine Gruppe, wo plötzlich irgendwas kam, wo du gesagt hast, okay, da muss ich halt ganz weit vorne an der Stuhlkante setzen?
SPEAKER_05Natürlich, wo das erste Mal über Innsbruck ausgeholfen habe, das ist halt einfach eine ganz andere Liga für mich immer schon gewinnen. Und das ist alles andere, als einfach die Stücke, die sie machen, das heißt technisch schon von der Höhe her. Das war schon auch für die größten Herausforderungen. Auf der anderen Seite auch wieder meine Spätschen von Brassarranka, wenn es dann einmal in die moderne Schiene geht bei ihnen, das sind nicht einfach. Also zwar ultra geile Arrangements. Der Haslinger hier schreibt da ganz früh, da du bist von ihnen. Aber halt brutal schwarend. Wenn du mal eine Millisekunde weg bist von den Noten, dann bist du wirklich weg. Wenn du das vorher noch nie gehört hast. Das sind schon so Sachen, die einfach schwierig sind für mich. Aber ja, so die Kaisermusikanten ist auch. Was mir da so gut gefällt, weil das halt so brutal exakt ist, wie ich das spielen da kann. Das klassische ja ein bisschen durchherbei einer findet. Und das hebt es halt einfach ab. Ich meine, es gibt so viele Simmer-Achtabsetzungen, also wirklich bei den jedem Dorf, sage ich mal. Aber das sind nicht auch von die, die, naja, das hört man halt einfach raus, dass die haben das brutal auscheckt einfach wissen. So hat halt jede Gruppe, wo ich halt da bisher so gespielt habe, irgendwie sein Reiz. Und ja, ich sag jetzt mal, aufmerksam muss man bei jeder sein, weil wenn du einfach, wenn du nicht festes Mitglied bist, da können können sowas auch passieren, was du dann, was du dann einfach einmal weg bist. Es hat ja schon viel genug Sachen passiert, aber mein Life ist life und ist halt so.
SPEAKER_03Kannst du dir viele schnell verzeihen?
SPEAKER_05Nach außen schon. Aber insgeheim ist man, also ich bin mir selbst mein größter Kritiker und da glaube ich irgendwas falsch laufen, wenn man das nicht war, ich muss mich da furcht ärgern und lang drüber ärgern, wenn mir was richtig in den Tosengegan ist. Natürlich sagt man dann, ja, es ist jetzt unmeh ums Eck in dem Moment, aber das hat dann schon nachwehend bei mir selber. Sehr, sehr lang sogar.
SPEAKER_03Okay. Du hast am Anfang erzählt, du warst ganz großer Innsbrucker-Fern, warst du bei den CD-Vorstellungen bist da hingefahren und so. Wie war das für dich, als dann das erste Mal der Anruf kam, ob du aushelfen kannst?
SPEAKER_05Also da muss man weiter zurückspulen, weil das war das erste Mal schon der Fall gewinnen mit der Rabanza angriff. Das war 2012 oder 13 schon. Und da war ich, ich mache wirklich nicht viel Urlaub im Jahr, aber da waren wir auf Wellness. Dann habe ich in dem Moment gar nicht fassen können. Dann habe ich gesagt, wie heißt du? Ja, Rabanza. Da sag ich, okay. War es dasselbe Tag auf Nacht oder am Tag drauf? Und dann habe ich die gesagt, nein, beim Baden, das geht nicht. Und danach habe ich gedacht, oh Gott, bist du blöd. Und seitdem war dann dahrelang nichts mehr. Und man hat er dann, die haben wir sollten mit Aushilfen gespult. Das ist jetzt die letzten Jahre eigentlich erst passiert, irgendwie. Und jetzt hat er dann. Matthias Rauch aufgehört und da haben sie eigentlich ein Jahr lang, oder fast knappes Jahr, haben sie nur mit Ausrufen am Baritang gespielt und dann bin ich zufälligerweise, weil mein Schwogger, der Matthias, der mischt es ja seit letztem Jahr auch. Und da war das erste Konzert, letzte Jahr im März, also war Sonntag auf Nacht und ich habe Zeit gehabt. Dann habe ich gesagt, da fahre ich mit, weil ich schon lange nicht mehr gehört habe und schon lange nicht mehr gesehen und so weiter. Und dann ist das da durch Zufall zum Reden gekommen und dann hat mich der Koblaha gefragt, ob ich, was ich am 1. Mai tue. Ich habe gesagt, da war es im März. Ob ich da auch so verkannt habe, dann habe ich gedacht, leck, krass. Dann habe dann auch eine Zeit gehabt und so ist dann wahnsinnig zum anderen gekommen. Da habe ich dann am 1. Mai ausgeholfen und dann drei, vier Wochen drauf gleich noch einmal. Und scheinbar hat es ja recht gut gefallen, weil sie mich dann quasi festgenagelt haben. Und dann Albert hat mich dann gefragt, wie man das so vorstellen könnte. Dann habe ich gesagt, in dem Moment habe ich mir gedacht, ich habe keine Ahnung, wie ich das noch alles unter meinem Haupt bringen soll, weil ich halt bei schon so viel dabei bin und es war eh schon genug. Aber ich hätte nicht nachsachen können. Niemals. Also den Fehler, wie ich damals gemacht habe, wo wir da neuen haben, euch sicher nicht mehr, habe ich mir gedacht, irgendwie wird es schon gehen. Ich habe da noch mit offenen Karten gespielt und habe zum Norbert gesagt, dass ich wäre sicher nicht alles, zumindest jetzt die nächste Zeit springen können, weil halt einfach der Terminkalender schon sehr gut voll war. Und so war es er dann auch. Und das mittlerweile, also ich habe tatsächlich, wir spielen jetzt, mit den Musikatzen spielen wir über 30 Mal mit den Innsbruckern über 30 mal, dann Winterstadt eigentlich auch 30 mal, der Menzel ist ja das 70, 80 Mal unterwegs. Da bin ich zwar bei weiten nicht über dabei, da haben wir so einen kleinen Pool vom Türfenregister, das funktioniert recht gut, Gott sei Dank. Aber so die Sachen, die Musik Hatzen und Innsbruck gehört, meinetwegen, das funktioniert erstaunlicherweise sehr gut. Ich bin bei beiden Gruppen jeweils so fünfmal ungefähr nicht da. Also da löscht es jetzt nicht viel gegenseitig aus, Gott sei Dank, darum, es ist zwar für mich noch weniger Freizeit und mehr Stress in dem Sinn, aber es funktioniert echt erstaunlich gut. Wo zum Beispiel, wo ich halt nicht auskomme, sind so Sachen wie Winterstart, weil halt eben, da ist es mit Auswürfen sehr, sehr schwierig, weil eben, wie schon gesagt, alles auswendig ist und mit Gesang und so weiter, es gibt halt einfach 0,0 Noten bei dem Hafer und aber so, Gott sei Dank, läuft es relativ gut. Also hätte ich selber nicht geklappt, die gemeint, dass es da viel mehrere Überschneidungen gibt oder so.
SPEAKER_03Wie viel spielst du im Jahr?
SPEAKER_05Ziemlich früh. Also ja, ich glaube letztes 170, 180 Mal.
SPEAKER_03Okay. Dann kann ich gleich mal anknüpfen an die nächste Zuhörerfrage. Wie kriegst du das alles so unter einen Hut? Familie, Musik, Job. Wir hatten ja am Anfang schon im Vorgespräch, also du machst deinen gelernten Job als Industriemechaniker, machst du ja noch. Wie machst du das mit der Zeitplanung?
SPEAKER_05Ja, es ist schon sehr getaktet. Also daheim bin ich tatsächlich nicht. Irgendwie geht es ja dann doch mehr und unterm Tag arbeiten. Also nicht mehr schon, so im Schnitt, wenn die Hauptsaison ist, habe ich schon, schaue ich schon immer, dass ich halt einfach meine freien Tage habe, wo ich halt da nicht arbeiten muss und ein bisschen zurückkomme. Aber es ist halt schon ja, viel Freizeit ist es nicht tatsächlich.
SPEAKER_03Was machst du, wenn du frei hast?
SPEAKER_05Tatsächlich bin ich da sehr früh bei meinem kleinen Bruder auf dem Bauernhof und häuf da ein bisschen mit. Oder mache halt mit dem irgendwelche Sachen.
SPEAKER_03Glaubst du, du machst das noch 30 Jahre mit dem Anschlag?
SPEAKER_05Ich kann es mir ehrlich gesagt nicht ganz vorstellen. Ich habe das ehrlich gesagt immer ein bisschen belächelt, wo ich so 27 war, wo dann jemand gesagt hat, oder wenn gibt es den Spruch, ja, warte nochmal bis 30 bist. Dann habe ich mir gedacht, ja, was soll in drei Jahren jetzt groß anders sein, aber es ist tatsächlich so. Das hätte ich nie glaubt. Und wenn man halt einmal so durch die Zechte Nacht hat, was ich durchaus einmal vorkommt, wenn man da so unterwegs ist, das hängt halt mittlerweile schon gescheit lang drin. Also unter der Wuchpreis gar nicht mehr machen, weil da wäre ich nicht mehr froh sonst. Und ja, ich kann mir schon vorstellen, dass man da einfach, dass ich da einfach selber dann einmal ruhiger wäre und dass du nicht mehr so viel tust.
SPEAKER_03Wenn du deine zwei Gruppen nicht mehr Musikatzen und die Innsbrucker, wie unterscheiden die sich in der Arbeitsweise beim Proben, beim Spielen?
SPEAKER_05Also erstens mal Proben ist halt, wir proben mit den Musikatzen immer im Winter heute fürs neue oder für eine neue Saison. Da sind Herrwand sehr früh Proben, aber ich sage so, im Schnitt trifft man es da fünf, sechs Mal. Immer so für die kommende Saison. Bei den Innsbrucker gibt es keine Probe, also hat es noch nie eine Probe gegeben, zumindest wissen die nichts davon. Da haben wir halt beim ersten Konzert schon ein paar neue Nummern, die haben halt dann vorher durchgespielt und dann sollten die bestenfalls laufen. Aber so von der, wenn jetzt du meinst, die Anstrengung beim Gig.
SPEAKER_03Also was sind die großen Unterschiede halt? Gar nicht so einfach die Frage.
SPEAKER_05Es ist auf alle Fälle, es sind zwei paar Schuhe, also Musik hatzen eine ganz andere Form von Anstrengung ist wie Innsbrucker. Ich glaube, das liegt ja darauf, weil ich am Anfang, meine ich bin ja zuerst dabei bei Innsbrucker und da hat sich das, da hast du, ich habe da so viel noch lernen müssen, auf was da drauf angekommen ist, auf was die Wertlingen. Zum Beispiel? Ja, wir sie frassieren oder vor allem wie der Harry, was der haben wollte, die wollte mich da natürlich schon fügen. Das hat mir der Harald mal gesagt. Sie haben mich schon länger auf dem Schirm gehabt, aber Harald seine Angst war tatsächlich, dass durch meine Höhe, schnelle Lauder, wo sonst oft einfach mal der Fall ist, dass ich mich nicht so direkt fügen kann in das Ganze. Und ich habe dann zu ihm gesagt, ich habe eigentlich nur auf so etwas gewahrt, bis so eine Chance kommt, dass ich das nicht nur immer das Technische und so weiter im Vordergrund steht, sondern einmal, dass man sich halt entfalten kann in der Musikalität. Und das ist da vom Kopf her eine ganz andere Belastung, als bei den Musikkatzen. Ist natürlich klar, weil ich bei den Katzen Gründungsmitglied bin und immer schon dabei. Das ist halt da nicht dann mit den früher modernen Geschichten und wenn man dann viele Posaune und wenn man das Killing in the Name of nimmt, da ist, bist du einfach platt danach, aber von einer ganz anderen, ganz anderen Art von Ansatz herz. Es wird, wenn man bei Rinsburg ke Bariton spielt. Da ist ja nicht viel mit Posauni, ein paar Nummern, aber das ist relativ überschaubar.
SPEAKER_03Ich habe ja schon gesagt, du hast ja schon gefühlt irgendwie alle Gruppen durch, hast du auch mit deiner anderen Gruppe Winterstart, ist eine andere Form von Blasmusik, von Volksmusik, Tanzlemusik und so. Wie siehst du die Entwicklung der Blasmusik, wenn du jetzt so die letzten 20 Jahre von dir anschaust? Was hat sich da für dich groß geändert? In der Szene?
SPEAKER_05Also ich finde es einfach genial, was da mittlerweile gerade passiert. Also vor allem seitdem es das Wurztag der Blasmusik gibt. Also, das finde ich schon, also da hat sich gescheit was geändert und seitdem explodiert dann irgendwann. Ich war nicht, ob das stimmt, aber ich habe mir gehört, dass da letztes Jahr irgendwie über 100.000 Leute waren auf das ganze Wochenende. Also es ist schon heftig. Und wenn man sagt, da geht es ja immer noch um Blasmusik, wenn man es da mal 15 Jahre oder 20 Jahre zurückdenkt, da war halt, da ist ja wenn man es jetzt mal vergleicht, gar nichts passiert. Und ich finde es einfach nur genial, wie das mittlerweile halt einfach auch bei den jungen Leute, dass das halt so geruck kommt und das ist ja genau. Ich bin mit dem aufgewachsen und groß worden. Für mich gibt es nichts Schönes, wenn man es einmal so sagt.
SPEAKER_03Wie gehst du damit um, wenn jetzt Jugendliche zu dir kommen und sagen, du bist ihr Idol? Also du darfst ja mit deinem jetzt zusammenspielen. Ja. Aber du bist ja jetzt alt genug, auch das Idol von Nachwuchsmusikern zu sein. Wie findest du das?
SPEAKER_05Das ist erstens mal ein unglaublich schönes Gefühl, wenn man das, wenn man weiß, okay, das ist jetzt, das ist ein Fan von dir, der, der, der hebt dir einen Himmel auf, wenn man es so sagen darf. Und das ist einfach ein unglaublich geiles Gefühl für dich, weil das muss man wahnsinnig respektieren, weil sowas finde ich schon sehr viel wert oder macht halt auch, wenn ich will sagen soll, das bestätigt die halt einfach brutal. Also ich finde es wahnsinnig, ist zwar oft, wenn man halt so einen Auftritt gespielt hat und man ist einfach fertig danach und dann bei der Blechlawine weiß ich mal, das ist jetzt selber nächstes Wochenende, da war es einmal extrem, da kannst du dann direkt, wenn dann ein Leute Schlange stehen zum Fotografieren und du willst halt zu jedem nicht sein. Ich bin jetzt da keiner, der dann sagt, nein, ich mag jetzt mal ruhig haben oder so. Das ist jetzt schon ein bisschen anstrengend, wenn jeder, wo ein Foto machen, Selfie da und das und das. Aber es ist halt, wenn man es dann, keine Ahnung, du bist daheim und lasst das Revue passieren, das ist jetzt schon, also ich finde es wahnsinnig schön.
SPEAKER_03Was sind so deine Zukunftspläne so die nächsten paar Jahren? Außer viel Spielen. Hast du schon mal darüber nachgedacht, eine Solo-CD zu machen oder ein Soloprojekt? Martin Stadler in France?
SPEAKER_05Nein, ehrlich gesagt noch nicht. Also direkt, muss ich ganz ehrlich sagen, direkt einen Plan habe ich gehabt. Ich hoffe einfach nur, dass ich durchhalte. Aber nein, gibt es tatsächlich, ehrlich gesagt, nichts.
SPEAKER_03Okay, wir würden langsam so Richtung Schluss gehen und die Schlussfragen jetzt einläuten. Was sagen andere über dich, was nicht stimmt?
SPEAKER_05Tatsächlich gibt es da was, was mich, keine Ahnung, ich habe so, ich habe da mal mit einem guten Bekannten drüber geredet, überlocker, oder guter Bekannter, guter Spezi, der Überlocker Alex, der hat gesagt, ja, es gibt tatsächlich viele Leute, die es mich als warum auch immer, weiß ich nicht, aber arrogant histehen. Und dann habe ich mit dem entlang darüber geredet und gesagt, naja, bei dir ist es schon, wenn ich halt jetzt irgendeine Solo-Spui oder so, ich habe da scheinbar einen unglaublich strengen Blick drauf. Ich weiß das aber nicht, ich habe da keinen Spiegel von mir und das mag schon sein, dass ich da einfach in meiner Wald in dem Moment bin und ich darf da einfach einen Migranten geschaut, aber das finde ich ein bisschen schade, dass ich, dass das scheinbar bei Free Light so rüberkommt, muss, aber glaube ich nicht so ich oder ich versuche das zumindest nicht zu sein.
SPEAKER_03Also klingt auf jeden Fall nicht so für mich, wenn du auch erzählst, dass du dir bei so einer Schlange von Menschen, die ein Bild haben wollen, dir auch die Zeit nimmst. Also jetzt in dem Gespräch sowieso nicht, aber wenn ich dann noch so Sachen höre, das hat ja mit Arroganz dann nichts mehr zu tun.
SPEAKER_05Nein, und da bin ich, also wirklich, ich schaue da wirklich, ich mache mit dir mal ein Büttel, der das Hurier verlangt, weil ich hab, ich hab da schon mal was mitgerückt, so beiläufig von einem Kabarettist, ich sage jetzt da keinen Namen, ich morgen überhaupt nicht, auf alle Fälle. Das war halt krass für mich. Der hat dahin zwei Damen da gestanden und die waren nicht einfach ein bisschen korpulenter und hätte es nicht so gleich, wo du sagst, wow. Und dann zuerst macht er Fotos mit anderen Leuten und dann kommen die zu und hat gesagt, ja, mit jedem machen hat sie auch kein Foto mehr. Und dann hat sie umdrehen und gegangen und dann haben wir gedacht, was bist denn du für ein Anschlag? Also Entschuldigung für den Ausdruck. Und sowas finde ich echt gar nicht an. Das versuche ich wirklich, auch wenn es nur so anstrengend ist oder der Auftritt anstrengend war und hin und her. Ich versuche das ehrlich gesagt schon, dass wir das halt einfach, dass ich nie so rüberkomme, was vor einigen so gesehen wird.
SPEAKER_03Dann, für alle, die das heute hören, können sie dich ja mal ansprechen und ein Gespräch einfach führen und dann auch selber merken, der ist ja gar nicht so. Sehr gern, ja. Was würdest du gerne mal machen, hast dich bisher nicht getraut? Vollschirmspringer. Okay. Bei der nächsten Frage bin ich gespannt, weil bei deiner wenigen Zeit kann ich mir vorstellen, dass da gar nicht viel Zeit bleibt für sowas, aber ich probiere es mal. Welches Buch bzw. welchen Film sollte man mal gelesen oder geschaut haben?
SPEAKER_05Also Buch kann ich da leider nicht weiter helfen, weil ich bin, also Bücher interessieren mich einfach 0,0, aber Film habe ich einen absoluten Lieblingsfilm und das ist Gesetz der Rache. Oh, warum? Weil ich den einfach Wahnsinn finde. Die liebt den Schauspieler, also den Hauptdarsteller, Jared Butler und ja, der hat mich einfach, das ist immer schon mein absoluter Lieblingsfilm, seitdem ich ihn gesehen habe.
SPEAKER_03Okay, jetzt kommt die schwerste Frage, welche Aufnahme sollte man sich unbedingt mal angehört haben?
SPEAKER_05Die, wo ich vorher gesagt habe, was ich als letztes okay habe. S. Apostrophe der Gottbar. Ich habe keine Ahnung, ob das richtig ausgesprochen ist. Aber das hat mich sehr fasziniert letztes Wochenende.
SPEAKER_03Abschließend, was sind deine privaten Wünsche und die Wünsche für die Blasmusikszene?
SPEAKER_05Also die Wünsche für die Blasmusikszene, dass das einfach, dass der Früh genau mehr so explodieren, was die letzten Jahre schon tut, weil es halt einfach ich finde es einfach die Leid, was die Blasmusik so lieben und sieht man am Woodstag, ich dramat Song am Woodstag brauchst du eigentlich keine Security, weil das einfach, es sind nicht einfach geile Leute, als es ein anderes Volk, finde ich. Das darf mir wünschen, dass das einfach so weitergeht. Erstens mal, wenn es nur irgendwie möglich ist, einfach nur gresser wert, das Ganze.
SPEAKER_03Martin, vielen lieben Dank.
SPEAKER_05Sehr gerne.
SPEAKER_03Das war die Folge mit Martin Stadler und auch die letzte Folge für diese Staffel. Und damit verabschiede ich mich jetzt in eine Sommerpause. Natürlich würde mich interessieren, wie ihr die Folge mit Martin fandet. Für mich war das total interessant, in diesen Menschen reinzublicken. Und für mich ist es, ich habe es so ein bisschen ja im Podcast schon mal formuliert, tatsächlich so, wie wenn er sich das, dieses kindliche, ich probiere einfach aus, bis es geht, beibehält, ohne sich einen großen Kopf zu machen. Nicht selten hatte ich ja Gäste auch hier, die mir erklärt haben, dass sie nach dem Studium erst das Spielen wieder lernen mussten, weil man zu sehr im Studium verkopft ist. Wie fandet ihr die Folge? Lasst es mich gerne wissen. Wer die Sommerpause nutzen will, kann natürlich einerseits meinen Podcast unterstützen, indem er den Newsletter abonniert, gerne den Podcast abonniert oder sogar auf Patreon kommt. Andererseits wird es in der Sommerpause trotzdem noch ein, zwei kleinere Folgen geben. Auf einen Kaffee mit habe ich schon etwas vorproduziert und ein paar Reposts mit alte Folgen nicht komplett vergessen gehen. Das heißt, ihr könntet nochmal reinhören. Hier sei euch jetzt schon die Folgen mit Bertolt Schick oder auch Ernst Hutter ans Herz gelegt. Ich möchte mich bei den Supportern Buffet Krampor und der Woodzuck Academy bedanken, dass sie diese Folge hier unterstützt haben bei Dirk Mattes für die Musik, bei Leander Machern für den Schnitt. Ich wünsche euch einen hoffentlich nicht ganz so verregneten Sommer mit ganz, ganz viel Blasmusik. Und ich freue mich, wenn ihr im September wieder dabei seid. Ich kann jetzt schon verraten, die erste Folge wird nicht nur ein Gast haben, sondern es ist eine sehr illustre Gruppe, die ich jetzt vor ein paar Wochen treffen durfte. Und das war ein sehr, sehr schönes Gespräch. Das kann ich soweit schon mal sagen. Ich wünsche euch alles Gute. Macht's gut. Bis dahin. Euer Andi.