On Air - Der Blasmusik Podcast
Podcast rund um das Thema Blasmusik. Andy Schreck, selbst u.a. Dirigent und Lehrer für Musik an einem Gymnasium trifft sich mit Musikern, Dirigenten, Komponisten und Visionären um über Musik und das Leben zu sprechen und andere für neue Ideen zu begeistern.
On Air - Der Blasmusik Podcast
Auf einen Kaffee mit Markus Hartmann - Wie läuft es bei mir nach einem Jahr Dorico?
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Markus Hartmann war letztes Jahr schon zu Gast bei mir und wir haben über seinen Werdegang als Notensetzer und das Programm Dorico gesprochen. Seit dem ist viel bei mir und auf dem Markt passiert. Wir reden über die neusten Änderungen und das Deutsche Musikfest in Ulm
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Video zum Notensatz "Traditionelle Blasmusik":
https://www.youtube.com/watch?v=Q812N_F_yXA
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Einen wunderschönen guten Morgen hierbei auf einen Kaffee mit dem Kurzformat des Blasmusik-Podcasts. Hier unterhalte ich mich mit meinen Gästen einen Kaffee lang über ein Thema. Und bevor wir zu meinem heutigen Gast kommen, möchte ich euch noch meinen Newsletter, die Eirmail, ans Herz legen. Der Newsletter erscheint einmal im Monat und beinhaltet Lesetipps, Hörtipps, Buchtipps, Filmtipps, Neuigkeiten aus der Szene, Dinge, die mich beschäftigen als Musiker oder auch natürlich als Blasmusiker und auch als Lehrer. Also jetzt schnell auf Abonnieren klicken, das Ganze ist kostenlos und die E-Mail erhalten. Mein heutiger Gast ist Markus Hartmann. Markus Hartmann war letztes Jahr schon zu Gast beim Blasmusik-Podcast und wir haben über seinen Wertegang als Notensetzer gesprochen und natürlich auch über Doriku. Und ich bin seit einem Jahr Doriku-Nutzer. Er wollte wissen, wie es mir ging. Und außerdem gab es ja, was Notationssoftware anbelangt, große Ereignisse kurz nach unserem Gespräch. Und darüber sprechen wir ein bisschen, über Neuigkeiten auch bei Doriku. Und ich wünsche euch jetzt ganz viel Spaß. Wie trinkst du deinen Kaffee?
SPEAKER_01Wie trinke ich meinen Kaffee? Ich habe mir jetzt natürlich auch einen gemacht, damit es auch alles stimmig ist. Wie trinke ich meinen Kaffee? Ich trinke meinen Kaffee eigentlich immer nur mit Milch, am liebsten halt auch mit aufgeschämter Milch, Cappuccino etc. So und wahrscheinlich auch zu viel, weil eigentlich. Aber naja, so ist das halt.
SPEAKER_00Wie es halt immer so ist.
SPEAKER_01Ja, man muss da mal ein bisschen disziplinieren, was mir in dem Bereich dann doch wirklich, bei vielen anderen Bereichen fällt es mir nicht schwer, aber da bei Kaffee, so beim Arbeiten, fällt es mir schwer, mich da zu disziplinieren und nicht zu viel zu trinken.
SPEAKER_00Okay. Markus, es ist jetzt fast ein Jahr her, dass wir gesprochen haben. Seitdem ist ja immens viel passiert. Also als wir gesprochen haben, war ja nicht absehbar das Finale quasi dann sagt, okay, wir hören auf. Das kam ja relativ kurz nach unserem Gespräch auf.
SPEAKER_01Ja, ich glaube, wir haben so um Ostern rum gesprochen und war es noch irgendwie klar, ein Vierteljahr vielleicht noch. Ende des Sommers hat dann die Firma MacMusic dann ja verlaufern lassen, dass sie Finale nicht weiterentwickelt. Und eigentlich, ich sag mal, so aus meiner Sicht, ich kenne ja Finale auch schon ganz lange, seit Mitte der 90er Jahre, und habe die vielen Entwicklungen natürlich auch mitbekommen. Das waren ja irgendwie auch großartige Dinge, die dort irgendwie gerade so um die Nullerjahre herum, viele großartige Updates. Da haben sich ja dann Sibelius und Finale, die haben sich ja immer so ein bisschen die Bälle so zugespielt und da ist viel passiert. Und jetzt ist man natürlich dann irgendwann an einen Punkt angelangt, wo es einfach nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll ist, das Programm weiterzuführen, weil der Programmcode so und die Architektur des Programms, ich bin kein Programmierer, aber so von außen den Blick drauf als Laie, da kann ich mir vorstellen, dass da vieles so verworren ist innerhalb des Programmes, dass es einfach keinen Sinn mehr macht, das zu entwirren und also besser gesagt, man würde es komplett neu schreiben. Und da hat die Firma Magmusic, glaube ich, kein Interesse dran, weil die eher in dem pädagogischen Bereich tätig sein will und dann haben sie das jetzt halt aufgegeben.
SPEAKER_00War das für dich absehbar in dem Zeitpunkt, als wir schon gesprochen haben, dass das passiert? Und du hast das so quasi für dich bei allem.
SPEAKER_01Es war dann auch überraschend, also ja, was ja jetzt ist, was ja offensichtlich ist, die Firma Make Music verkauft ja Dorico. Also wir haben dann später, relativ zeitnah, dann natürlich einen Deal mit der Firma Make Music. Und man bekommt natürlich jetzt auch noch, jetzt sind natürlich die Glücklichen, die sich vielleicht sich entscheiden, umzusteigen, bekommen dann gleich die neue Version von Dorico. Man hat auf der Seite von Make Music die Möglichkeit, für 149 Dollar auf Dorico umzusteigen und bekommt dann noch die letzte finale Version in Englisch dann noch als Gratisgeschenk mit dazu. Aber damals, als wir sprachen, war das noch nicht offiziell absehbar. Ich habe aber schon irgendwie geahnt. Ich meine, das ist eigentlich ja jeder, weil ja die Updates, die Male, die waren spärlich und wenn dann ein Update kam, dann war das, hat man sich gefragt, was ist jetzt neu so, um das jetzt abwerten zu wollen, aber es waren doch relativ kleine, spärliche Updates, die da kamen. Und so war es für mich schon auch über die Jahre hinweg eigentlich schon absehbar, dass das zu Ende geht. Aber das jetzt da ist, wusste ich auch nicht.
SPEAKER_00Okay. Ich bin ja jetzt auch seit gut einem Jahriko-Nutzer. Und als dann die Nachricht kam, habe ich mir gedacht, Gott sei Dank bin ich dann schon früher umgestiegen. So hatte ich so ein bisschen Zeit, da reinzuwachsen. Und ich bin ja, mache ja auch kein Geheimnis draus, ich bin ja so ein Gewohnheitstier. Also ich tue mir mit Umstiegen schwer und du hast das ja öfter zu mir gesagt, probier es wenigstens mal aus und so. Und ich habe lang gehadert und muss aber im Nachhinein sagen, ich bin sehr, sehr froh, das gemacht zu haben. Also nicht, weil wir jetzt sprechen und ich einfach nur positiv reden will, sondern ganz ehrlich, ich bin sehr, sehr froh, das gemacht zu haben, weil vieles, wenn man sich mal eingerichtet hat, muss man ja auch sagen, das ist ja schon ein bisschen anderer Workflow. Ich habe wieder Spaß am Notenschreiben.
SPEAKER_01Ja, also das kann ich nachvollziehen. Ich habe natürlich auch, als ich umgestiegen bin, bin ich natürlich auch erstmal gescheitert, will ich mal sagen, weil natürlich immer die Intuition. Intuition ist ja immer ein großes Wort bei Computerprogrammen, Bedienung generell. Muss ja alles intuitiv sein. Ich sage dann immer, aber worauf begründet sich jetzt gerade die Intuition bei so einer Komplexität wie bei einem Notenschallprogramm? Da begründet sich die Intuition natürlich im Wesentlichen darauf, wenn man vorher lange Jahre mit einer Software gearbeitet hat und man steigt um, dann versucht man natürlich intuitiv das genauso, den Workflow genauso zur Hand haben, wie man das lange Jahre lang gemacht hat. Und das funktioniert in Toriko nur teilweise und an einigen Ecken und Kanten nicht, weil es halt eben ein anderes Konzept ist. Und da muss man sich dann schon entsprechend neu orientieren. Und deswegen biete ich ja auch Hilfen an, auch insbesondere natürlich, ich weiß gerne in deutscher Sprache, möchten das natürlich viele haben. Und deswegen biete ich auch kostenfrei Online-Seminare an. Und auch, wenn es dann vor Ort ist, dann kostet es meistens Geld, weil es dann mit Übernachtung ist und so weiter. Aber ich biete Online-Seminare an, da kann man sich auch gerne dann auf meiner, oder nicht auf meiner Seite, sondern auf unserer Seite, blog.dorico.com, Schrägstrich-Termine, da kann man dann sich umsehen und kann einfach so ein kostenfreies Seminar buchen. Da gehen wir dann anhand eines Skripts durch. Also es ist ein zweigeteiltes Seminar, zweimal drei Stunden und da gehen wir dann anhand von Skripten durch und ich erkläre nochmal das Konzept, wie das funktioniert, Noteneingabe etc., Layout am Schluss und so weiter. Und da, wenn man das mal mitgemacht hat, dann versteht man versteht man, wie das anders funktioniert als in Finale.
SPEAKER_00Ich finde ja generell diese ganze Dorico-Community immens groß und sehr hilfreich. Also wenn ich bis jetzt irgendwas hatte, also entweder habe ich dir geschrieben, wenn ich überhaupt nicht mehr wusste, was ich meine sage. Oder selbst wenn man auf YouTube guckt, ihr habt ja immens viele Videos, es gibt auf Englisch immens viel Videos, es gibt jetzt mittlerweile noch ein paar andere, die irgendwie, also man kommt irgendwie auf jeden Fall zu einer Lösung. Also es gab jetzt nichts, glaube ich, was ich so überhaupt nie gefunden habe.
SPEAKER_01Ja, natürlich. Also es war, ich meine, auch nochmal so rückblickend, weil es natürlich im Jahr 2012 dann das ehemalige Sibelius-Team zu Steinberg wechselte und neu begann und dann 2016 die erste Version rauskam, da hat man natürlich dann, musste man natürlich auch auf sich aufmerksam machen und ist natürlich der Weg dann über YouTube, dass man die neuen Funktionalitäten oder die neue Art von Doroko natürlich bei YouTube präsentiert und das ist dann natürlich auch immens gewachsen, natürlich in der Zeit. Das war natürlich, ich sag mal, bei den anderen, die sind anders groß geworden, das war ja noch in den 90ern. Ich kam mich ja auch noch 90ern bis in dem Anfang der Nullerjahre vielleicht hinein. Da war ja YouTube noch gar nicht präsent. Da ist man dann ja von Herstellerseite oder Vertriebsseite ist man dann den klassischen Weg gegangen über die Händler. Man ist dann hingefahren zum Händler und der Händler hat dann seine Interessenten, seine Kunden eingeladen, die da Interesse dran haben und da hat man das in zwei Stunden dann dort mit einem Beamer dann vorgeführt und die Leute haben dann dort beim Händler gekauft. Das ist natürlich heute ganz anders. Heute hat man YouTube und die ganzen anderen Mechanismen und deswegen ist das halt, weil wir halt später angefangen haben, ist das halt dann auch entsprechend auf die Art und Weise gewachsen. Und ich bin ja auch dabei und mache viele Videos und ich weiß nicht, hast du mein letztes Video gesehen, traditionelle Blasmusik mit Daniel Käsbauer.
SPEAKER_00Mit dem Daniel, nein, wir haben nur kurz drüber gesprochen, weil Daniel und ich jetzt auch ein neues Format versuchen. Das startet jetzt auch bald. Genau, nee, ich habe es noch nicht angeguckt tatsächlich.
SPEAKER_01Ja, also das ist auch jetzt gerade nochmal von den Blasbereich gesprochen, wo wir uns ja jetzt hier hauptsächlich bewegen. Daniel hat ja mit seiner Akademie da, bietet ja Kurse an, um das Komponieren und Arrangieren. Geht es gerade von traditioneller Blasmusik, Polka Walzer, etc. bietet er an und ich kenne Daniel jetzt auch schon seit einigen Jahren und wie das dann immer so ist, wir müssen mal was zusammen machen und wir haben dann tatsächlich was zusammen gemacht. Und eben diesen Livestream für traditionelle Blasmusik, da zeige ich so, wie man eine Polka schreibt. Ich habe da auch unter anderem ein Erstlingswerk, eine Polka geschrieben. Ich komme ja eigentlich auch aus der Blasmusik, also ganz früher, ich mache das nicht mehr, aber und habe dann da so eine so eine Polka geschrieben und es gibt ja verschiedene Wege, wie man das anlegen kann. Und ich habe angefangen mit einer Partitur, mit einer Direktion, mit einer Direktion und alle Stimmen in eine vierzeilige Direktion zu schreiben. Also Holz, hohes Blech, tiefes Blech und die Begleitung, also Tuben und Posaune, dann jetzt für eine traditionelle Egerländerbesetzung und wie man dann einfach die Noten aus dieser Direktion, wie man das dann aufteilt in eine Partitur und dann die Einzelstimmen macht. Ach, so rum hast du das gemacht. So rum habe ich das gemacht, genau.
SPEAKER_00Ich hätte anders darum jetzt.
SPEAKER_01Ja, genau. Das ist aber, es gibt ja verschiedene Möglichkeiten. Man kann natürlich auch mit einer großen Partitur beginnen und das dann nachher mit der zusammenführenden Funktion von Dorico, die es ja gibt, dass man also die verschiedenen Stimmgruppen aus mehreren Notenzeilen per Knopfdruck in eine Notenzeile bekommt. Kann man natürlich auch so rum machen. Das macht der Daniel. Ich habe es einfach mal, einfach nur um mal zu zeigen, dass es auch andersrum geht, habe ich das einfach mal so rum dann gemacht. Also wer Interesse daran hat, kann sich den Livestream gerne angucken.
SPEAKER_00Ja, verlinke ich. Genau, den verlinke ich in den Shownotes. Das war übrigens immer für mich Horror in finale Direktion. Wenn ich von der großen Partitur kam, wie kriege ich die jetzt zusammen? Ganz schlimm für mich.
SPEAKER_01Ja, ja, das kann ich nachvollziehen. Es ist viel Aufwand und man muss, musste diverse Arbeitsschritte genau einhalten, die Reihenfolge einhalten und das ist schon, war schon immer eine große Aufgabe dann in Finale. Das ist jetzt natürlich wesentlich einfacher mit Dorico. Klar. Genau.
SPEAKER_00Du hast ja so schön gesagt, dass ihr gerade als es dann losging, YouTube gesucht habt, um neue Funktionalitäten vorzustellen. Es gibt neue Funktionalitäten, weil euer neues Update jetzt raus ist, die Version 6. Ich habe viel gehört, genaues weiß ich tatsächlich gar nicht, aber ich habe überall nur Positives gelesen. Es ist selten, dass ich über so ein Update so viele positive Stimmen gelesen habe in Facebook oder so, wie jetzt. Ja, das freut mich.
SPEAKER_01Ja, was ist neu? Also bei Dorico ist es so, also wir machen alle circa 18 bis 24 Monate gibt es ein neues großes Update und das ist jetzt passiert. Dorico 5 ist schon jetzt mehr als zwei Jahre her oder zwei Jahre das letzte Punkt-Update. 5.1. Und ja, was ist neu? Also es sind eine Sache, die man noch in die Richtung spielt, dass man fehlerfreie Noten gleich auf dem Pult hat von Anfang an. Dorico ist ja per se darauf ausgelegt, dass man Dorico kollisionsfreie Noten per se produziert. Jetzt kam noch ein weiteres Werkzeug hinzu, und zwar, dass es nicht nur grafisch-optisch fehlerfrei aussieht, sondern auch musikalisch fehlerfrei ist. Das heißt, es gibt also ein Korrekturlesen-Werkzeug, das beinhaltet dann so Dinge, dass alle musikalischen Parameter überprüft werden. Das heißt zum Beispiel, dass Dynamiken überprüft werden, dass an Formanfängen zum Beispiel immer eine Dynamik steht oder dass redundante Dynamiken dann einfach, dass man einen Hinweis bekommt, da hast du nochmal eine Dynamik geschrieben, die hast du aber zwei Schläge vorher auch schon. Oder dass zum Beispiel, wenn du eine Wiederholung hast, ja, und die Wiederholung springt in eine andere Tonart zurück, dass du einen Hinweis da kriegst oder in eine andere Taktart, dass generell die Wiederholungen überprüft werden, ob das alles in sich stimmig ist. Was haben wir noch? Genau, zum Beispiel, das ist jetzt für den Blasmusikbereich nicht interessant, aber zum Beispiel bei Streichern, dass die, wenn es unspielbare Griffe gibt, unspielbare Dinge, dass man einen Hinweis kriegt, der Griff ist jetzt viel zu weit, den kann man als Doppelgriff gar nicht spielen, so etc. Und viele, viele Dinge, die einfach dort musikalisch den Inhalt überprüfen und dann bekommt man einen Hinweis, guck mal, und dann blinkt das auf in Dorico. Wenn man draufklickt auf den Fehler, dann blinkt das auf hier, guck mal dahin, gibt es da was zu korrigieren und dann kann man die Stelle entsprechend korrigieren. Weil ich kenne es ja als Musiker auch aus der Praxis, nichts ist schlimmer, wenn du fehlerhafte Noten hast und du hast keine Zeit in der Probe. Ich meine, du kennst das wahrscheinlich auch. Also wenn Dinge falsch sind und es gibt ja kleine Fehler, man wundert sich dann vielleicht, naja gut, die Stelle hätte vielleicht jetzt doch noch mehr im Piano sein können, aber wenn die dann da gar kein Piano dastehen haben, sondern noch das Metz-Forte von vorher. Und in der Hektik übersieht man das, wenn es aber schon explizit alles korrekt in den Noten drin ist, dann hat man eher die Chance, dass die Musik dann besser gelingt. Und ich kenne das, wie gesagt, auch noch. Es ist nichts schlimmer, als wenn du fehlerhafte Noten hast und dann in der Probe oder im Studio dann anfangen musst zu gucken, ja, hier intakt und so, lassen wir die Partitur gucken und dann guckst du. Und wenn dann da was. Das kostet wirklich Zeit. Viel Zeit und die Zeit, die hat man dann halt einfach nicht. Zeit und Fluss geht verloren. Ja, ja, und Fluss geht auf jeden Fall. Also das ist ein großes Werkzeug. Dann gibt es jetzt noch ausgeschnitte Partituren. Im Blasmusikbereich, glaube ich, auch jetzt nicht so relevant. Also da Stravinsky, Ludos Lawski, die haben das gemacht in den 60er, 70er Jahren. Das ist jetzt auch per Knopfdruck möglich. Das ist wirklich auch ganz toll. Akkordsymbole sind verbessert worden, nochmals. Da hat man also wirklich auch vieles. Jetzt ist endgültig das so, wie man es gerne haben möchte, wo man wirklich jedes Detail abändern kann, wie man das möchte, und gleichzeitig dann auch alle anderen Grundtöne übertragen kann. Das heißt, du edistierst dein Akkordsymbol, so wie du es haben möchtest, und kannst bei Knopf drücken und sagen, so, dieses Akkordsymbol hätte ich ganz genauso für alle anderen Grundtöne. Das war bisher noch nicht möglich, das musste man jedes einzelne Akkordsymbol bearbeiten, war, umständlich oder viel Arbeit, das geht jetzt. Und da gibt es ja noch viele, viele andere Dinge, die kann ich im Einzelnen alle gar nicht aufzählen, die so in diesen zwei Jahren, es gibt ja immer Listen, die abgearbeitet werden, dann, wo Kleinigkeiten vielleicht dann verbessert werden und da gibt es wirklich unzählig viele Dinge, die mit jeder großen Version dann ausgerollt werden und da gibt es dann, also, ja, wirklich unzählige Dinge, die noch so Detailverbesserungen sind.
SPEAKER_00Was ist dein persönliches Highlight? Ist das diese, ich nenne es jetzt mal Lektorfunktion, weil das ist ja im Endeffekt der integrierte Lektor, der da jetzt drüber guckt. Achtung, hier.
SPEAKER_01Das Werkzeug, das wird natürlich auch noch weiter ausgebaut werden. Aber das ist da zumindest mal den Grundstein gelegt dafür, dass einfach die Musik noch fehlerfreier ist und das ist wirklich schon ein Highlight. Und ich habe es auch in den sozialen Medien viel gelesen. Also viele schätzen das sehr, weil das halt einfach nochmal eine Stufe der Fehlerfreiheit höher ist dann. Und das ist, wie wir eben gesprochen haben, halt einfach auch wichtig. Also ist das schon auf jeden Fall ein Highlight. Und die Akkordsymbole auch, weil ich stehe da auch drauf auf sehr dezidiert genaue Akkordsymbole, die dann aber auch optisch das her machen, um einfach auch eine gute Lesbarkeit, eine einheitliche, konsistente Lesbarkeit der Akkordsymbole jetzt endlich ermöglichen. Also das ist dann auch mit diesen Unterschneidungspaaren, das klingt jetzt fachchinesisch, die Grafiker wissen, wovon ich spreche, dass man also die Unterschneidung, also die Abstände der Glyphen zueinander bestimmen kann. Also man kann dann nicht nur die Glyphen eingeben, also die Buchstaben und Zahlen eingeben, sondern man kann dann auch diese Abstände zueinander für jeden Zeichensatz einstellen. Was gerade bei so Akkordsymbolen, wenn es gerade bei den Optionstönen, bei den Tensions, wenn man dann da mit den Klammern und so, dann kann man das ein bisschen enger zusammen machen. Und wenn man dann so eine ganze Akkordsbibliothek hat und dann sieht das einfach konsistent aus und sieht nicht so aus, das ist jetzt zu weit weg, eigentlich hätte ich es gerne ein bisschen näher dran, sondern dann kann man das wirklich dezidiert dann machen. Und es ist wirklich dann, man muss es nur einmal machen und dann hat man das gleich für alle Akkordsymbole. Und das spart wirklich sehr viel Zeit und bietet eine konsistente Ansicht.
SPEAKER_00Sehr schön. In ein paar Wochen ist ja das deutsche Musikfest in Ulm. Da wirst du wahrscheinlich auch da sein. Also für alle, die jetzt das hören und sagen, okay, Dorico, ich habe jetzt so viel Gutes gehört, ich will das mir nochmal näher angucken, weil du ja selber gesagt hast, oder mich hast du damit ja auch gut überzeugt, als du gesagt hast, wenn ich dir das einmal zeige, dann.
SPEAKER_01Genau, also man, ich kann mir vorstellen, die Scheu natürlich, ich meine, die finale Anwender sind natürlich jetzt genötigt, auf irgendetwas umzusteigen, was auch immer. Und du kennst es ja aus eigener Erfahrung, man muss es einmal gesehen haben und gezeigt bekommen, damit man versteht, was besser ist. Weil wenn man, es gibt natürlich jetzt mittlerweile viele Videos, die man sich angucken kann auf unserem offiziellen Dorico-Kanal bei YouTube. Aber wenn man dann bei der Komplexität von Musiknotationen, wenn man dann gleich Fragen stellen kann, weil ich weiß, dass aus eigener Erfahrung natürlich auch, eine Musiknotationssoftware, Musiknotation ist komplex und jeder hat seine individuellen Anforderungen. Und dann zeigt man was und dann kommt sofort nach einer Minute schon die erste Frage, die so in die Tiefe geht, wo du dann wieder ein anderes Video angucken müsstest. Weil das, wie gesagt, jeder ist da individuell und möchte seine eigenen Dinge machen, jeder hat seine eigenen Anforderungen. Und das kann man dann halt gerade bei so einem Event, wenn man dann zu mir an den Stand kommt, dann kann ich wirklich auch dezidiert auf die Fragen eingehen und gleich das beantworten. Und da ist halt eben ein Musikfest in Ulm. Es ist ja vier Tage lang, das ist ja richtig, richtig lang, vom 29.05. bis 01.06. im Kongresszentrum in Ulm. Das ist in einem Maritimhotel angegliedert. Das ist ein großes Jahr Kongresszentrum. Und da ist auch eine, da ist eine Musikmesse. Da sind etliche Hersteller, ich bin da wieder am Stand von Yamaha mit dabei und da kann man mich gerne jederzeit besuchen und mir dann die Fragen stellen. Ich stelle das Programm dann gerne auch individuell jedem vor, der da zu mir kommt.
SPEAKER_00Okay, das heißt am besten schon mal Fragen mitbringen.
SPEAKER_01Ja, genau. Viele, die ja dann damit arbeiten, die haben ja, die werden dann schon die Fragen sowieso schon parat haben.
SPEAKER_00Arbeitest du eigentlich gerade nur noch, um Dorico vorzustellen oder setzt du gerade auch noch Noten?
SPEAKER_01Ja, ich habe eine Arbeit abgeschlossen für den Rundelverlag vor einiger Zeit. Aber es lässt einfach momentan auch die Zeit nicht zu, dass ich hier mehr momentan mache, ich arbeite wirklich nur. Es ist momentan auch natürlich durch das Finale aus, ist meine Inbox derart voll, dass ich nichts anderem mehr Zeit habe und die acht Stunden am Tag eigentlich auch schon nicht ausreichen. Okay.
SPEAKER_00Weil sonst wäre nämlich meine Frage gewesen, was du gerade setzt. Aber wenn dafür gerade keine Zeit ist.
SPEAKER_01Wie gesagt, da ist momentan keine Zeit für, was auch gut ist, ne? Ja, ja, klar. Doko natürlich bekannter macht und ja, das ist auf jeden Fall eine gute Sache.
SPEAKER_00Und du hast das ja schon so ein bisschen angeteasert, wenn ich Finale habe, kann ich das ja quasi irgendwie crossgraden. Die Möglichkeit gibt es ja.
SPEAKER_01Die gibt es, also wenn man von Finale auf Dorico wechseln möchte, dann kriegt ja jeder oder hat jeder finale Anwender ja schon die Information von der Firma Make Music bekommen, dass er wechseln kann. Das Angebot besteht auch nach wie vor auf der Make Music-Seite, also vom Hersteller von Finale, wenn man eine offizielle registrierte Version hat, wenn man dort registriert ist, dann kann man dort Dorico für 149 US-Dollar dann erwerben. Und dann bekommt man jetzt natürlich aktuell dann Dorico 6.
SPEAKER_00Okay. Dann hoffe ich, dass ganz viele Menschen dich in Ulm ansprechen. Ja, ich hoffe, wir sehen uns. Ja, du bist auch da, nehme ich an. Ich komme am Donnerstagabend mit meinem Verein an und bin dann auch bis Sonntag da. Wir spielen irgendwann samstags, aber ich bin relativ flexibel, glaube ich. Also ich glaube, wir haben jetzt nicht so viel geplant, wir wollen einfach viel Musik hören, viel erleben.
SPEAKER_01Ja, es werden ja, glaube ich, bis zu 15.000 Leute dort erwartet. Das ist schon schon richtig, richtig groß dort. Ich bin gespannt. Ich komme ja auch wieder in meine Geburtsstadt zurück. Ich bin ja in Ulm gegeben. Also das ist schön, dass wieder ein Stück Heimatgefühl dann dort. Also deswegen komme ich da unter anderem natürlich auch wieder gerne hin.
SPEAKER_00Okay. Genau, dann sehen wir uns in Ulm. Dann wünsche ich dir noch ganz viele Fragen zum Beantworten die nächsten Wochen. Wisst ihr wahrscheinlich genug zu tun haben? Und ja, vielen Dank, Markus. Bitte, gerne. Das war die Folge mit Markus Hartmann. Ich hoffe, ihr fandet die auch spannend, vor allen Dingen, was Dorico jetzt alles kann. Oder ihr sagt, ah, ich möchte vielleicht nochmal mit Markus in Verbindung treten. Dann habt ihr, wie ihr ja schon gehört habt, jetzt in knapp zwei Wochen Zeit am deutschen Musikfest in Ulm bei ihm vorbeizuschauen und direkt mit ihm zu sprechen. Ich möchte mich nochmal bei euch bedanken und möchte euch den Newsletter noch ans Herz legen. Und wenn ihr jetzt sagt, ich möchte auch mal zu Gast sein, möchte einfach mal über eine Sache, die mich schon immer gestört hat an der Blasmusik oder ich habe die beste Idee, sei es Jugendliche anzuwerben, sei es im Orchester umzusetzen, sei es Konzertideen oder einfach mal, ich würde gerne einfach mit dir mal über irgendwas anderes reden. Dann meldet euch auf Instagram oder unter blasmusikpodcast.gmx.de. Ich freue mich, mit jedem von euch zu sprechen oder euch tatsächlich auch in Ulm persönlich kennenzulernen. Ich wünsche euch eine gute Zeit, eine schöne Woche und bis zum nächsten Mal.