On Air - Der Blasmusik Podcast
Podcast rund um das Thema Blasmusik. Andy Schreck, selbst u.a. Dirigent und Lehrer für Musik an einem Gymnasium trifft sich mit Musikern, Dirigenten, Komponisten und Visionären um über Musik und das Leben zu sprechen und andere für neue Ideen zu begeistern.
On Air - Der Blasmusik Podcast
Alexandra Link - Blasmusikbloggerin über die Einstellung in der Vereinsarbeit und ihren Liebligskomponisten
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Sie ist die Blasmusikbloggerin, engagiert sich für innovative Vereinsarbeit und hat den internationalen Blasmusikkongress aus der Taufe geholt.
Wir sprechen über ihre Beweggründe, wieso die richtige Einstellung in der Vereinsarbeit wichtig ist und mehr.
Herzlich willkommen bei On Air D Blasmusik Podcast. Mein Name ist Andy Schreck und ich treffe mich mit Dirigenten, Komponisten, Musikern und Querdenkern aus der Welt der Blasmusik. Wir sprechen über Ansichten, neue Ideen, das Leben und natürlich Musik. Meinen heutigen Gast kann man gut und gerne als Innovatorin der Blasmusik bezeichnen. Sie gibt Seminare, um Vereinen zu zeigen, wie Vereinsarbeit heutzutage aussehen kann, schreibt seit fünf Jahren den Blasmusik Blog und hat dieses Jahr den Internationalen Blasmusikkongress zum zweiten Mal veranstaltet. Herzlich willkommen, Alexandra Link. Hallo. Hallo Andi, hallo. Wie geht's dir?
SPEAKER_02Ja, mir geht es ganz gut soweit. Trotz der gesundheitlich alles gut.
SPEAKER_01Das ist ja gut zu hören, gerade in der heutigen Zeit. Fällt dir die Decke schon auf den Kopf?
SPEAKER_02Ja. Ich bin halt jemand, der gern reist, gern draußen ist, gern unterläuten ist. Und dann sollte es ja eigentlich gewohnt sein, so mit Homeoffice, aber nur Homeoffice ist natürlich auch nichts. Also mich drängt es schon wieder nach draußen.
SPEAKER_01Das ist schön zu hören. Ja, ich habe ja gesagt, du machst jetzt schon seit fünf Jahren den Blasmusik-Blog, den Blasmusik-Kongress, hast du veranstaltet. Wie hat das alles eigentlich angefangen bei dir? Was war da so die Initialzündung, dass du gesagt hast, okay, Vereinsarbeit muss innovativer werden? Ich will mich darum kümmern, dass Vereine besser aufgestellt sind.
SPEAKER_02Ja, das ist eigentlich eine ganz lange Geschichte, weil ich bin ja im Prinzip schon seit über 30 Jahren in der Branche. Ich habe zuerst in einem Musikhaus in Freiburg gearbeitet, habe Musikalienhändlerin gelernt bei Musik Gilhaus in Freiburg. Und habe dort dann schon immer mit Dirigenten zu tun gehabt und Vorständen natürlich. Danach habe ich die deutsche Niederlassung vom De Haske Verlag in Freiburg und später dann in Eschbach aufgebaut und war dann ja fast 19 Jahre bei De Haske. Und schon in dieser Zeit habe ich mir natürlich mir erstens ein großes Netzwerk aufgebaut und andererseits natürlich immer die Kontakte gehabt zu Dirigenten, Vorständen, Vereinsverantwortlichen und so weiter. Also ich höre ja schon sehr, sehr lange den Dirigenten und Musikvereinen zu, was ich so für Probleme und Nöte haben. Im Prinzip, ja. Und dann habe ich natürlich auch neben dem Beruf auch immer bei Orchesterprojekten mitgespielt. Und da trifft man natürlich dann auch immer wieder oder sehr, sehr viele Leute aus den Musikvereinen, die dann halt auch immer ins Erzählen kommen. Und als ich mich selbstständig gemacht habe, da war das ganz klar. Also ich möchte in dieser Richtung einfach was machen, weil mir ist einfach wichtig, dass das Image der Blasmusik verbessert wird, dass Sie die Vereine auch in Zukunft überleben. Das ist so eigentlich so auch so mein Lebensinhalt, schon ein bisschen meine Lebensphilosophie. Das ist einfach mein Ding. Ich möchte einfach, dass die Szene vorwärts kommt. Und da muss man natürlich, dann kommt man dann ziemlich schnell drauf, dass einige Dinge sich einfach verbessern müssen. Und verbessern heißt in dem Sinn, dass man eigentlich immer so nach der höchsten Qualität streben sollte im Musikverein, im Blasorchester. Also nicht nur auf musikalischer Seite, sondern natürlich dann auch im Vereinsmanagement, der Jugendausbildung und so weiter.
SPEAKER_01Ja, das sehe ich genauso, aber ich habe immer die Erfahrung gemacht, dass das oft runtergespielt wird. Mir sind oft so Aussagen begegnet wie, wir sind ja nur ein Musikverein, wir machen das nur als Hobby. Das passt ja dann nicht mit der Aussage, wir müssen das Beste anstreben. Also ich sehe das genauso, aber ich habe das auch oft leider anders erlebt.
SPEAKER_02Ja, ich hoffe halt, dass die Vereine das alle irgendwann erkennen und ich denke, wir sind da auf einem richtig guten Weg. Also die Vereine, was soll ich sagen? Es wird schon, also durch das, dass die Vereine immer mehr Probleme bekommen, wird es ihnen schon bewusst, dass an gewissen Stellschrauben gedreht werden muss, weil man sonst einfach nicht überlebensfähig ist. Es wird so kommen, dass einige Vereine nicht überleben oder dass nur in Kooperationen in Zukunft überlebt werden kann. Da braucht man kein Hellseher zu sein. Die Entwicklung zeigt sich einfach schon.
SPEAKER_01Was glaubst du, ist denn das Problem, dass Vereine nicht den Schritt gehen wollen, was anders zu tun? Ist es vielleicht auch irgendwie Angst vor was Neuem oder ist es vielleicht auch so eine Ego-Sache, ich möchte nicht kooperieren mit dem Nachbarverein? Welche Erfahrungen hast du da oder welche Gründe siehst du?
SPEAKER_02Ich sehe eigentlich viele Vereine, die wollen. Die suchen. Die auch nach neuen Konzepten suchen. Also das sehe ich schon sehr, sehr viel. Aber andererseits muss man einfach sehen, dass die Belastungen so in Beruf oder Schule und Studium so wahnsinnig viel, viel größer, dass die Belastung viel größer geworden ist als noch vor zehn Jahren. Und das heißt einfach für die Musikvereine, dass sie immer noch mehr und noch mehr machen können, damit sie auf dem gleichen Level bleiben können, wie sie vor zehn Jahren beispielsweise noch waren. Dazu kommt aber auch noch, dass die Leute, die dann in der Vereinsverantwortung sind, selber sehr viel, also sehr belastet sind, von beruflicher Seite, familiärer Seite und so weiter. Und das ist dann in Diskrepanz dazu, dass man jetzt eigentlich viel, viel mehr machen müsste innerhalb vom Musikverein, dass da wirklich eine Zukunft für diesen Musikverein dann auch da ist. Und ich sehe dann auch schon manchmal, also vor allen Dingen in meinen Kursen, ja, ist es ja so, dass ja da immer die motivierten Menschen sitzen. Und da höre ich natürlich auch viel, dass sie dann halt natürlich dann mit so Totschlagargumenten zu tun haben, wie, das haben wir schon immer so gemacht und das funktioniert ja sowieso nicht und so weiter. Aber da müssen wir einfach davon wegkommen. Also wenn wir wollen, dass unsere Szene großflächig, wie sie jetzt ist, überlebt, dann müssen wir von diesen Dingen einfach wegkommen und uns natürlich auch neue Dinge überlegen. Und dann halt auch wirklich mal seinen eigenen Verein betrachten, was man alles verbessern könnte. Und da braucht man ganz viel Mut zur Selbstreflexion. Und das scheinen für viele ganz arg schwierig zu sein, mal wirklich in den eigenen Verein zu schauen, wo stehen wir, wo liegen unsere größten Herausforderungen, wo liegen eigentlich die Probleme? Und dann nicht den Fehler zu machen, Entschuldigungen zu finden, die außerhalb des Vereines sind.
SPEAKER_01Ja, das wird oft gemacht.
SPEAKER_02Das wird sehr oft gemacht. Dann ist man sehr schnell dabei, zu sagen, ja, die Ganztagsschule ist schuld, ja, die geänderte Gesellschaft ist schuld, ja, der ist schuld, ja, der ist schuld. In meinen Kursen beispielsweise, Zukunft der Musikvereine, interessiert mich das alles nicht. Es geht ja immer nur darum, was können wir in unserem Verein verändern, dass er auf lange Sicht überlebt, trotz der anderen Umstände.
SPEAKER_01Ja, aber ich glaube, du hast das Richtige angesprochen. Die Reflexionsfähigkeit ist oft das, was fehlt. Dass das mir auch oft begegnet, sei es in der Blasmusik oder auch im Chorwesen. Ich habe noch oder habe verschiedene Chöre schon geleitet und da ist das Problem ja meines Erachtens nach sogar noch größer, dass die Chöre ja immer mehr sterben. Und da habe ich das auch immer wieder erlebt, dass es eher die Reflexionsfähigkeit ist und dass man Gründe woanders ersucht werden, als bei sich selbst. Du hast ja schon gesagt, in deinen Seminaren sind quasi immer nur die Motivierten. Das heißt, die Vereinsvorstände, die eh schon skeptisch sind, kommen gar nicht.
SPEAKER_02Nein, weil also ich habe das noch nie erlebt, dass so ein Wahnsinnsgegenwind im Workshop gewesen wäre. Von Leuten, die da halt einfach gegen alles, was man dann so sagt oder was die Kollegen dann sagen, dagegen reden dann. Ist ganz im Gegenteil. Also jeder ist erstmal froh, dass er sich austauschen kann und feststellen kann, hoppla, die anderen haben ja die genau die gleichen Probleme wie wir, dass die Leute sich dann gegenseitig austauschen können. Und alle nehmen das einfach dankbar an, dass sie endlich mal einen Tag haben, wo sie einerseits so von ihren Nöten aus den Musikvereinen erzählen können, aber auch erzählen können, was gut läuft. Weil wir reden ja dann nicht nur über die negativen Dinge. Jeder macht ja was super im Verein. Jeder macht irgendwas gut in seinem Verein. Und da ist es einfach wichtig, dass man die guten Dinge auch gegenseitig austauscht. Es muss nicht jeder Verein das Rad neu erfinden. Es gibt so viele tolle, gute Konzepte und Ideen in den Vereinen und es fehlt einfach so an der Plattform, die guten Ideen auszutauschen, sodass jeder was davon hat. Und das passiert genau da in den diesen Workshops. Und von daher habe ich da noch keine negativen Erfahrungen gemacht von irgendwelchen Leuten, die sagen, ja, funktioniert alles nicht oder so. Andererseits habe ich auch schon mal die Erfahrung gemacht, dass, ich kriege ja viele Rückmeldungen aus den Kursen so, dass dann motivierte Leute dann zurückgehen in ihre Vereine. Die haben natürlich den ganzen Tag so das mitgemacht mit mir und so dieses positive Denken, den Verein positiv aufstellen, immer in positiver Weise kommunizieren und auch natürlich permanent nach außen kommunizieren. Dann gehen die mit all diesen neuen Ideen dann in ihre Vorstandschaft. Die anderen Vorstände haben dann diese Entwicklung nicht gedanklich nicht mitgemacht und stoßen dann vor Ort auf Widerstand. Ich habe mal in Hessen mal einen Marketing-Workshop gehalten und da hat mir hinterher einer der Öffentlichkeitsarbeit in einem Musikverein macht, ganz frustriert angerufen und gesagt, hey, die wollen das alles nicht. Alles abgeschmettert worden.
SPEAKER_01Okay. Ja, gut, aber da ist wahrscheinlich...
SPEAKER_02Da ist noch viel, viel, ja, da ist noch viel, viel, da liegt viel Arbeit vor mir irgendwo noch. Ja, das muss ich noch viel, viel mehr verbreiten.
SPEAKER_01Das auf jeden Fall. Ich glaube aber, dann ist ja natürlich, weil du schon so schön gesagt hast, die haben dann den ganzen Tag mit dir durchgearbeitet. Die stehen natürlich an einem ganz anderen Punkt als die Vorstände, die dann da sind. Also man müsste die dann natürlich auch nochmal abholen und sagen, komm, wir gehen dasselbe jetzt nochmal durch, irgendwie, dass du mich verstehst. Aber gut, dann, ja.
SPEAKER_02Deswegen würde ich auch gerne noch mehr so direkt in die Vereine gehen. Ich biete dir auch so Klausurtage für Musikvereine an und habe da auch schon ganz, ganz viele gemacht. Und das geht bei einem Musikverein, der so bis zu 30, 35 Leuten hat, geht das ganz gut mit allen. Ich habe das aber auch schon in Musik zu so einem Klausurtag in Musikvereinen gemacht, wo wir dann gesagt haben, gut, wir nehmen die Vorstandschaft, plus die Registerleiter. Und das waren dann auch so 20, 24 Leute rum. Und dann kann man auch so richtig tief ins Detail gehen, was läuft schief. Und dann vor allen Dingen, dass man dann gleich ins Arbeiten kommt, was können wir besser machen. Was sind mögliche Lösungsansätze? Also die möglichen Lösungsansätze sind da immer ganz wichtig, die Ideen, dass auch jede Idee zugelassen wird. Und im Musikverein kann man da ja dann so weit gehen, dass man einen kompletten Maßnahmenfahrplan aufstellt. Also nicht einen kompletten Maßnahmenfahrplan, aber für die dringendsten Probleme einfach einen Maßnahmenfahrplan. Was machen wir, wer macht es und bis wann ist es erledigt. Also das ist dann so, ja, wenn man das noch mehr so in den Vereinen machen könnte, das wäre, glaube ich, ganz gut.
SPEAKER_01Du hast auch das Richtige gesagt, jede Idee sollte, glaube ich, erstmal zulässig sein.
SPEAKER_02Ja, das ist ganz schwierig.
SPEAKER_01Für manche Leute.
SPEAKER_02Wir machen da immer so eine Brainstorming-Phase in Gruppen, in vier verschiedenen Gruppen. Und ich sage das immer vorher ausdrücklich für die Gruppenarbeit, wo dann die Lösungsansätze gefunden werden sollen. Jede Idee, egal wie utopisch ist, soll bitte aufs Papier. Weil aus zwei utopischen Ideen kann vielleicht dann anschließend in der Diskussion mit den anderen was richtig Tolles entstehen.
SPEAKER_01Das finde ich sehr gut.
SPEAKER_02Und es ist sehr schwierig für die Leute, so diesen inneren, ja, den inneren Kritiker abzustellen und dann zu sagen, und nicht gleich zu denken, funktioniert das sowieso nicht. Haben wir alles schon probiert, kriegen wir ja überhaupt gar nicht finanziert. Das ist sehr schwierig für die Menschen, diesen inneren Kritiker abzustellen, sodass man wirklich dann auf die richtig guten Ideen kommt. Und die richtig guten Ideen, das kann in jedem Musikverein was anderes sein. Es kommt ja natürlich auch immer darauf an, wo es jetzt gerade hakt. Es kann ja im musikalischen Bereich sensationell gut laufen, aber man sieht einfach, es kommen keine Jungen nach. Oder es kann musikalisch sensationell laufen, aber man merkt einfach, mit der bisherigen Vorstandsstruktur kommen wir einfach nicht mehr klar, weil wir einfach keine Leute mehr finden, die diese Jobs in der Weise und in diesem Umfang dann erledigen.
SPEAKER_01Hast du auch mal mitbekommen, dass die Vorstandenschaft gern möchte, aber der Dirigent irgendwie sagt, nee, das will ich alles irgendwie nicht, das ist mir zu ausgeladen.
SPEAKER_02Die Dirigenten sind in der Regel nicht in den Workshops. Manchmal sind ein paar Dirigenten drunter, aber ich denke, dass viele Dirigenten da auch aufgeschlossen sind für neue Ideen.
SPEAKER_01Okay. Aber es ist schade, dass Dirigenten nicht da sind, weil ich finde auch als Dirigent ist ja die Aufgabe, den Verein mitzuentwickeln.
SPEAKER_02Ja, auf jeden Fall, ja.
SPEAKER_01Ideen zu haben.
SPEAKER_02Die Ausschreibung ist auch immer so, dass alle kommen können.
SPEAKER_01Alle. Warum glaubst du, es sind es weniger Dirigenten?
SPEAKER_02Weil die Dirigenten sich überwiegend um die Musik kümmern. Das lernen sie, aber viele Dirigenten wollen sich so in das Vereinsmanagement gar nicht weiter einbringen. Die sagen dann einfach, ich komme, ich mache mein musikalisches Ding, aber um die Strukturen müsst ihr euch kümmern. Es kann funktionieren, aber es kann auch ganz große Chancen geben, wenn sich der Dirigent wirklich darauf auch einlässt. Das kann eine ganz große Chance auch für den Verein sein.
SPEAKER_01Also ich finde, sich komplett rauszunehmen als Dirigent immer schwierig. Also vielleicht ist das so ein Typsache von mir, aber ich habe da schon auch Bedürfnis, die Struktur mitzuentwickeln.
SPEAKER_02Ja, ich finde auch, das sollte für jeden Dirigenten ein Bedürfnis sein, aber ich denke vor allen Dingen so für die unteren Leistungsstufen, so Untermittelstufe bis Oberstufe, alles, was danach kommt, da ist es völlig legitim, dass man da einfach ein super Orchester sitzen hat, der Dirigent kommt, macht sein musikalisches Ding. Es kommt immer drauf an, was ist jetzt genau für ein Club?
SPEAKER_01Du spielst ja selbst auch noch in Orchestern, wie zum Beispiel das Freiburger Blasorchester. Wie ist es da? Bist du nur Musikerin? Bist du da auch jemand, der Fernen zieht und Strukturen mitentwickelt? Stichwort Prophet im eigenen Land, wie ist das so?
SPEAKER_02Unser Freiburger Blasorchester sind Punkte Vorstandschaft so richtig gut aufgestellt. Also da gibt es ja auch schon so verschiedene, also es gibt mehrere Vorstände, es gibt einen Organisationsvorstand, einen Musikvorstand, einen Verwaltungsvorstand, einen Finanzvorstand und so weiter. Also schon in Richtung teamorientierte Vorstandschaft. Ich habe da vor vielen Jahren mal, vor einigen Jahren mal, wurde, wo ich noch gar nicht mitgespielt habe, mal so meine Gedanken eingebracht. Die haben das aber selbstständig weiterentwickelt. Ich spiele ja jetzt erst seit drei oder vier Jahren, vier Jahre, glaube ich, in Freiburg mit. Aber die Vorstandschaft ist richtig gut aufgestellt und da macht wirklich jeder seinen Job richtig, also richtig gut. Also da läuft richtig viel. Da besteht überhaupt keine Notwendigkeit. Aber ich darf jedes Jahr an der Hauptversammlung die Wahlleitung machen.
SPEAKER_01Ist ja auch was. Ist ja auch was, ja.
SPEAKER_02Jedes läuft da richtig gut und die sind da also wirklich total engagierte Leute. Aber Freiburger Blasorchester ist kein normaler Musikverein. Weil bei uns spielen natürlich viele Studenten mit. Es ist mehr auch so ein Orchester, wo die Leute außerhalb von Freiburg hinfahren, weil sie richtig tolle Musik machen wollen. Also von daher ist es ein klein bisschen in einer andere Situation wie ein normaler Musikverein. Also wir haben auch einen Probenbesuch von, ich schätze mal, über 90 Prozent. Das ist der Normalzustand in Freiburg, dass man in der Probe ist. Und nur wenn man absolut krank ist, dann bleibt man weg. Das hängt natürlich ein bisschen auch mit dem Dirigent zusammen. Das ist ein absolut toller Mann, der Michel-Ecce-Konzelei. Also da gehen zwei Stunden Probe, gehen so schnell rum, da schaust du nicht einmal auf die Uhr. Im Normalzustand ist es wirklich, dass die meisten einfach immer da sind. Das unterscheidet sie auch schon mal von einem anderen Musikverein. Das sind Leute, die wollen. Die wollen Musik machen und sie wollen auf einem hohen Niveau musizieren. Und die Besetzung, die variiert halt immer. Also wir proben schon jede Woche, wir proben schon jede Woche, aber wir haben einfach ein Frühjahrskonzert unter normalen Umständen, ein sehr ausgewähltes Sommerprogramm und ein Spätjahrskonzert. Und das kann dann schon mal sein, dass jemand sagt, gut, ich spiele im Frühjahr nicht mit, ich spiele im Herbst wieder mit. Aber wir haben natürlich dann auch ein ausgeklügeltes Registerleitersystem, wo der Registerleiter einfach immer schaut, dass er die Besetzung komplett hat in seinem Register.
SPEAKER_01Wie viel Musiker seid ihr?
SPEAKER_02Puh, 70, 80, sowas. 70, 80, so was.
SPEAKER_01Gut, bei einem Musikverein mit 20 wird es natürlich dann schwierig, wenn sich Leute auskleben. Ja, sage ich, Freibus ist eine andere Situation.
SPEAKER_02Es ist kein normaler Musikverein, ja, das kannst du nicht immer vergleichen. Aber ich habe ja auch schon in anderen Musikvereinen mitgespielt. Ich habe auch lange Zeit bei Kreuzigen Tunsel gespielt und das ist natürlich ein Paradebeispiel, wie ein Verein richtig gut dastehen kann und dann durch zwei, drei falsche Entscheidungen plötzlich ein Jahr später mit 25 Musikern weniger dasteht.
SPEAKER_01Ja, das habe ich hier bei uns in der Ecke auch schon erlebt, dass ein Verein gut aufgestellt ist und dann durch eine Fehlentscheidung irgendwie plötzlich Musiker wechseln.
SPEAKER_02Es haben die Leute, die nicht auf, also ich will es in hohes Niveau sagen, aber die halt einfach, es haben die Leute, die nicht diese qualitätvolle Musik machen wollten, einfach die Überhand gekriegt. Ich sage immer so, die Party-Fraktion.
SPEAKER_01Ja, das ist ein guter Begriff, finde ich.
SPEAKER_02Und der Zweck des Musikvereins ist aber einfach Musik zu machen. Das ist unser gemeinsamer Nenner. Wir wollen Musik machen. Und das ist einfach so die falsche Entscheidung gewesen. Und das war das Anfang vom Ende.
SPEAKER_01Wobei ich das in der Musik nie so ganz nachvollziehen kann, dass es in einem Verein dann immer so ein bisschen laisse faire gehandhabt wird, naja, wir machen ja Musik zum Spaß, das ist ja auch alles okay, aber das rechtfertigt für mich nie schlecht, Musik zu machen. Im Sport wird das überhaupt nicht toleriert, also wird das überhaupt nicht toleriert werden, wenn ein Fußballverein schlecht spielt, ist er halt irgendwie weit unten in der Tabelle, da sieht man das. Da ist dann ganz klar, da muss man irgendwie trainieren, in der Musik funktioniert das irgendwie.
SPEAKER_02Weil dann muss man auch den Leuten einfach klar machen, dass die verwechseln das ja meistens. Man muss klar machen, dass Qualität nicht bedeutet, dass man, also Qualität hätte nichts für Schwierigkeitsgrater gespielt, die Musik zu tun. Sondern Qualität bedeutet, die angemessene, die den Musikern angemessene Literatur so gut wie möglich zu spielen. Genau. Und auch natürlich so zu spielen, Das, was rüberkommt, dass der Funk aufs Publikum überspringt. Es geht ja nur darum, das, was man tut, in angemessener Weise zu tun, und so gut wie möglich.
SPEAKER_01Richtig.
SPEAKER_02Ist eine einfache Formel im Prinzip, aber es wird einfach verwechselt mit, ja, wir wollen ja kein Oberstufen, wir wollen ja kein Höchststufenorchester werden. Und das geht jetzt gar nicht. Um das geht es einfach nicht. Es muss ja auch nicht nur darum, richtig gute Musik zu machen, das Publikum zu begeistern, das alles positiv, permanent positiv nach außen zu tragen und dadurch natürlich dann auf lange Sicht das Überleben des Musikvereins zu sichern. Weil wenn das passiert, dann sieht die Bevölkerung, hey, das ist ein richtig toller Verein, den Leuten macht es Spaß. Es macht Spaß. Es gehört natürlich auch viel positive Kommunikation dazu. Da schicke ich meine Kinder hin, da geht was. Oder Sponsoren, die sehen dann, wenn da richtig gute Musik gemacht wird, der Verein richtig viel Erfolg hat bei seinen Konzerten. Dann lohnt es sich ja, dass ich in diesen Verein auch mal ein paar Euro investiere.
SPEAKER_01Ja, da ist, glaube ich, wirklich noch viel Arbeit zu machen. Weil ich glaube, dass wirklich viele das noch nicht so ganz verstanden haben. Wir leben ja jetzt in sehr seltsamen Zeiten mit Corona und so, und du hast gerade, ich glaube letzte Woche erst einen Beitrag veröffentlicht auf deinem Blasmusik-Blog mit 40 Möglichkeiten, was ein Verein jetzt tun kann in der Zeit des Lockdowns. Wann kommen dir denn die Ideen anders von dir? And for all the, we have the ganze, wieso kommt niemand anders darauf. Also ich habe so das Gefühl, viele Ideen, oder machst du die nur public, or also ich habe so das Gefühl that viele Menschen nicht drüber nachdenken, oder nehme ich das nur falsch?
SPEAKER_02Also ich mache natürlich Augen anders. Und überall auf. Also jetzt nicht nur in meinem Umfeld hier, in meinem direkten Umfeld, sondern in ganz Deutschland, in ganz Europa, ja. Ich habe auch Kontakte über Europa hinaus. Ich schaue überall hin, wo was passiert. Also auch ganz viel nach Österreich und in die Schweiz. Und ich sauge das natürlich schon jahrelang alles in mich auf. Und dann kommt das halt alles irgendwann so raus. Und ich bin auch mit vielen Leuten in Kontakt und ich rufe auch natürlich über den Blasmusikblog immer auf, mir Ideen zu schicken und Fragen zu schicken und so. Es geht fast kein Tag, ohne dass ich nicht von irgendjemandem irgendwie eine Frage kriege oder der mir irgendwas schickt und sagt, hey, schau mal da, das ist doch richtig toll oder so. Ich mache einfach meine Augen und Ohren in der Blasmusikszene überall auf. Ich schaue, dass ich so viel wie möglich draußen bin. Deswegen war es für mich zum Beispiel letztes Jahr auch selbstverständlich, dass ich in Riva war, beim Flicorno-Doro. Mir alle, wirklich alle Vereine angehört habe. Ich war in Montreux, habe mir alle Brassbands angehört. Ich war in Osnabrück, da musste man sich entscheiden. Also dieses Jahr wären jetzt auch wieder tolle Events auf dem Plan gestanden. Jetzt zum Beispiel, ich hatte schon meine komplette Reise nach Amiens zum ECWO, zum Europäischen Glasorchester-Wettbewerb, schon alles hoch. Ich war schon in Kagrad, ich war ja schon überall. Und das mache ich ja schon seit Jahren auch. Und da kriegt man halt ziemlich viel mit. Und dann, ja. Also ja, das ist das sind ja, das meiste sind jetzt nicht unbedingt neue Ideen. Das meiste ist, es passiert irgendwo. Und ich verteile es einfach nur, weil ich es wichtig finde, dass die guten Ideen einfach unter die Leute müssen. Ich sage es nochmal, das Rat muss nicht überall neu erfunden werden. Wir müssen gemeinsam die Blasmusik-Szene nach vorne bringen. Und da ist die Grundvoraussetzung, dass wir unsere guten Ideen halt auch miteinander teilen. Und von daher sehe ich den Blasmusik auch so ein bisschen als eine gute Ideen-Verteilerplattform an. Viele Dinge, die ich da schreibe, erlebe ich immer wieder, dass es für mich total selbstverständlich ist.
SPEAKER_01Okay.
SPEAKER_02Und da bin ich immer ganz erstaunt, dass für andere das ganz neue Gedanken sind. Die Musikvereine gehen zu wenig nach außen. Die Musikvereine gehen zu wenig nach außen. Die kennen vielleicht noch ein paar Vereine so in ihrem Umkreis, wo man dann auch gegenseitig zum Konzert geht. Aber weiter raus gehen viele Vereine nicht. Und die kochen dann da so in ihrem eigenen Saft. Und nach draußen schauen sie auch nicht. Dann die einzige Gelegenheit, wo sie auf andere, zum Beispiel die Vorstände auf andere Vorstände treffen, sind dann die Hauptversammlungen. Und da kann man sich auch nicht echt austauschen, weil da einfach andere Dinge im Vordergrund stehen. Und dann fehlt es einerseits an den Möglichkeiten, sich auszutauschen und andererseits natürlich an der Motivation, sich austauschen zu wollen.
SPEAKER_01Ja, ich habe manchmal das Gefühl, dass wenn man Verein gut läuft, manchmal auch einfach das Gespräch nicht mit anderen gesucht wird, weil man seine Ideen nicht preisgeben will oder seine Struktur oder warum das so gut läuft. Also ich habe auch schon mal die Erfahrung gemacht, dass man sich dann erst recht abkapselt und sich denkt, naja, bei uns läuft das, das muss ja nicht jeder wissen, weil sonst keine Ahnung.
SPEAKER_02Hast du die Erfahrung gemacht?
SPEAKER_01Ja, tatsächlich. Einmal bisher. Also das ist schon eher die Minderheit, muss ich schon sagen. Aber ich habe die Erfahrung tatsächlich schon mal gemacht.
SPEAKER_02Nee, also die Erfahrung habe ich einem jetzt im Prinzip noch nie gemacht.
SPEAKER_01Dann ist ja gut.
SPEAKER_02Jeder erzählt mir immer, was bei ihm, also jetzt mir natürlich sowieso, aber auch in den Kursen, die erzählen bereitwillig, was bei ihnen gut läuft. So. Es ist immer auch ganz interessant, es ist jedes Mal in so einem Kurs so, wir machen am Anfang immer eine Übung, was gefällt dir an deinem Musikverein ganz besonders. Es ist die erste Fragerunde immer. Und wenn dann jeder so vorstellt, was er in seinem Musikverein besonders findet, dann denkt man komplett, wow, bei diesen Vereinen läuft ja wirklich alles sensationell gut. Hat man so den Eindruck, ja. Aber das ist ja auch gewollt. Es soll ja dann auch so eine positive Stimmung aufkommen. Und wenn man dann hinterher hört, was tatsächlich für Probleme im Raum stehen, dann ist es manchmal so, ja das stimmt dann nicht überein. Und trotzdem ist es natürlich wichtig, alles, was gut läuft, dass man das einfach dann kommuniziert. Weil sonst hat ja keiner was voneinander. Und oft lasse ich diese Sachen auch einfach laufen und ich schreibe dann eher. Also ich, nur wenn ich merke, dass keine Ideen im Raum sind, lasse ich meine Ideen los. Weil es ist viel wichtiger, dass sie gegenseitig dann natürlich so die Ideen entwickeln und sich voneinander erzählen.
SPEAKER_01Das heißt, du fungierst mehr als Moderator, als dann ist ja schön, wenn das so läuft. Was ist deine persönliche Meinung, was jetzt nach der ganzen Corona-Krise mit den Vereinen passiert?
SPEAKER_02Es ist jetzt zu früh, da noch irgendwas sagen zu können. Es sind alle momentan sehr geschockt über das, wie etwas so schnell ein kann, dass wirklich der komplette Musikverein angelegt ist.
SPEAKER_00Ja, ja.
SPEAKER_02Also das ist schon, und wir sind jetzt noch zu tief drin, als dass wir sagen können, wie es könnte, wie es hinterher aussieht. Ich sehe halt ja, die Vereine werden in finanzielle Not kommen, weil sie Konzerte nicht machen können. Die Dirigenten werden eventuell in Not kommen, weil die Vereine die Dirigentengehälter nicht mehr bezahlen können und so weiter. Also ich sehe diese ganzen Probleme natürlich schon. Heute Morgen habe ich von Holland, vom Niederländischen Blasmusikverband, KNMO, habe ich eine Zahl gelesen, dass für Holland, für die Musikvereine in Holland, Musikvereine plus Chöre, ein Schaden jetzt schon entstanden ist von 12,5 Millionen Euro.
SPEAKER_01Okay, das ist.
SPEAKER_02Und das ist die Niederlande. Und die sind kleiner als Niederlande ist kleiner als Deutschland. Ja, überleg nochmal die vielen Konzerte, die jetzt ausgefallen sind, die eigentlich einen großen Teil vom Jahresbudget finanzieren hätten sollen.
SPEAKER_01Ja, klar, also jetzt sind ja viele Osterfrühjahrshauptkonzerte von den Vereinen. Genau.
SPEAKER_02Und dann geht der Rattenschwanz weiter. Wenn die Konzerte werden dann im Herbst oder so wiederholt, wird dann, wenn man wieder planen kann. Also wann man planen kann, ist ja momentan sowieso noch gar nicht klar. Die wenigsten haben jetzt schon nochmal einen Konzerttermin dann geplant. Aber der nächste Konzerttermin, für den nächsten Konzerttermin sind die ganzen Noten ja schon vorhanden, beispielsweise. Das bedeutet, dass für, nehmen wir jetzt mal an, die ganzen Frühjahrskonzerte, die jetzt entfallen, werden in den Herbst verschoben. Das heißt, für die ganze Herbstsaison werden keine neuen Noten mehr gekauft.
SPEAKER_01Okay, jetzt aus Verlegungssicht der.
SPEAKER_02Wir kriegen die Verlage und die Online-Vertriebe große, große Probleme. So, jetzt sind die Musikhäuser noch zu. Die Instrumente werden ja natürlich schon genutzt zum Üben und für die ganzen Challenges und so, was da jetzt alles entsteht, was ja auch alles ganz toll ist. Aber bei den Instrumentenfirmen geht es ja dann im Prinzip weiter. Also das ist, ich sehe momentan, ich bin ja eigentlich so eher so der Optimist und bin meistens der letzte Optimist auf Gottes Flur, ja. Aber ich sehe hier wirklich massive Auswirkungen auf die Musikbranche. Also ich bin noch nicht in dem Stadium zu sagen, das schaffen wir schon irgendwie. Also da bin ich noch nicht so weit. Und deswegen finde ich einfach super, was momentan einfach so an eigene Initiativen und Ideen und Challenges und so weiter abgeht. Was jeder so macht mit Musik zusammen einspielen, obwohl jeder in seinem Wohnzimmer sitzt und diese Fotokollagen und da eine Challenge und dort eine Challenge und am Sonntag um 18 Uhr musizieren und das ist, finde ich, alles extrem, extrem wichtig und das finde ich auch wirklich ein ganz positives Zeichen, einfach das Beste aus der Situation zu machen, so wie ich das auch in den 40 Tipps und Ideen dann einfach geschrieben habe, dass man jetzt einfach mit dem Schockstarre verfallen soll, dass man sich einfach überlegen muss, wie machen wir das Beste aus der Situation. Das ist aber halt nur die eine Seite. Also irgendwann müssen wir dann schon eben mit den negativen Seiten uns natürlich auch auseinandersetzen. Und keiner weiß momentan, wie lang das geht und wie groß der Schaden für die Musikvereine dann tatsächlich ist. Oder können die Leute sich dann das Musizieren überhaupt noch leisten? Weil wenn ihre Jobs weg sind. Also du merkst einerseits, ich bin so hin und her gerissen zwischen, wir machen das Beste aus der Situation und lasst uns tolle, coole Dinge tun. Und andererseits halt aber wirklich so momentan, so, Corona und kein Ende, ja. Wie schlimm es noch wird.
SPEAKER_01Genau, es sind einfach, glaube ich, noch zu viele Fragezeichen im Raum, was auch die Wirtschaft und das alltägliche Leben für jeden betrifft.
SPEAKER_02Ja, und wie lange vor allen Dingen es geht, es wieder geplant werden kann, ja.
SPEAKER_01Aber man sieht ja doch relativ deutlich, dass Musik machen eine soziale Komponente hat, weil ich glaube, sonst würde es nicht so viele, wie du es so schön gesagt hast, Projekte und Challenges jetzt geben und dieses Bedürfnis auch miteinander Musik machen zu wollen. Egal wie und wenn es nur mit dem Handy aufgenommen ist und mit einem Bild irgendwo. Aber Hauptsache, ich habe mal mit jemandem Musik gemacht.
SPEAKER_02Ja, technische Qualität spielt überhaupt keine Rolle, ne?
SPEAKER_01Richtig, ja.
SPEAKER_02Und von daher ist natürlich auch eine Chance für die Blasmusikszene, weil die ist zum Beispiel im Facebook am lautesten.
SPEAKER_01Das stimmt. Das kann ich nur bestätigen.
SPEAKER_02Die sind lauter als sämtliche Sinfonieorchester, auch Amateursinfonieorchester und die sind lauter als sämtliche Chöre in Deutschland. Und von daher ist es natürlich für die Blasmusik auch eine Chance.
SPEAKER_01Ja. Wobei ich jetzt, also ich habe das mit noch keine Erfahrung, Kollegen haben das gemacht und meine Frau wird es heute Abend, glaube ich, das erste Mal machen. Eine Online-Cor-Brobe. Ich bin sehr gespannt, was dabei rauskommt und ob man das vielleicht nicht auch für den Musikverein sogar irgendwie nutzen kann. Also ich bin da noch sehr offen. Weil wenn das Ganze noch länger dauert, wäre es natürlich schade, wenn das alles so ein bisschen brach liegt und man in einem halben Jahr irgendwie erstmal wieder anfangen muss, alles voller Mann zu bringen. Aber ja.
SPEAKER_02Manchmal denke ich dann auch wieder darüber nach, ach, vielleicht ist es eigentlich immer gar nicht so schlecht, vier Wochen mal wirklich nichts zu machen.
SPEAKER_01Musikalisch oder persönlich für dich?
SPEAKER_02Nein, musikalisch jetzt einfach mal das ruhen lassen und nicht denken, ich muss jetzt da aktiv werden und dort aktiv werden, sonst spricht alles zusammen, sondern das einfach mal ruhen zu lassen. Und dann von einem gewissen Punkt dann wieder zu starten. Oder einfach mal die Möglichkeit des Luftholens einfach jetzt auch mal zu nutzen. Aber wie gesagt, ich bin da hin und her gerissen.
SPEAKER_01Ja, verstehe ich. Das kann ich gut nachvollziehen. Irgendwo genieße ich gerade so dieses Luftholen, wie du sagst, aber es ist natürlich auch, wo geht das alles noch hin? Also irgendwann ist ja mal genug mit Luft holen und dann werden wir ja irgendwie doch loslegen. Gibt es irgendwas, wo du sagst, okay, da gibt es tatsächlich eine Chance oder was könnten die Vereine aus der jetzigen Situation lernen, wo du sagst, okay, jetzt sind wir so weit, jetzt müssen wir irgendwie was tun.
SPEAKER_02Was in die Zukunft dann wieder quasi, du meinst, was in die Zukunft dann übertragen werden kann, in die Nach Corona-Zeit?
SPEAKER_01Genau.
SPEAKER_02Naja, vielleicht haben viele Vereine, viele Vorstand schaffen den Mut, ihre Vorstandssitzung das Kleid abzuhalten. Aber andererseits wollen wir das.
SPEAKER_01Das ist halt die andere Sache, ja.
SPEAKER_02Online-Probe, wollen wir das? Weil unsere Vereine leben doch davon, dass wir uns treffen, dass wir gemeinsam Musik machen, in einem Raum, ja.
SPEAKER_01Das auf jeden Fall.
SPEAKER_02Und uns treffen und auch miteinander sprechen, sowohl davor als auch danach. Also unsere Vereine leben ja genau davon, von dem sich wirklich real treffen. Es muss ja nicht so sein, dass man denkt, ach, Probe geht ja auch online, können wir ja auch in Zukunft so machen. Das wäre der Tod aller Blasorchester.
SPEAKER_01Ja, der ganzen Musik, finde ich. Also Musik funktioniert ja eigentlich nur beim sich persönlich treffen. Also das geht jetzt mal eine Zeit lang, glaube ich, so. Das ist auch mal ganz spannend, so Erfahrungen zu machen, aber auf lange Sicht.
SPEAKER_02Aber vielleicht gibt es dahingehend einen positiven Schub, dass sich jeder dann erinnert an die Zeit, in der wir nicht miteinander Musik machen haben können, ne?
SPEAKER_01Das kann sein. Wir haben mir auch schon überlegt, ob Vereine nicht vielleicht doch wieder mehr aufblühen danach, weil das Soziale natürlich wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt wird.
SPEAKER_02Ja, genau, genau. Dass man das wirklich mal sieht, wie es ist, wenn jeder alleine zu Hause hochen muss, ja. Ich habe von Pereien gehört, die machen am Sonntagmorgens, am Sonntagmorgen jetzt immer ein Skype-Frühschuppen.
SPEAKER_00Okay.
SPEAKER_02Die werden, glaube ich, in zehn Jahren noch davon sprechen, dass sie das nie mehr machen wollen, dass es zweimal ganz lustig war, aber dass sie doch ganz froh sind, dass sie diesen Frühschuppen jetzt wieder miteinander und in echt machen können.
SPEAKER_01Was ich vielleicht als Chance sehe, ist, du hast ja gesagt, die Blasmusik ist lauter als die anderen. Und die Wahrnehmung hatte ich jetzt auch, dass Vereine oder Orchester, die ich bislang nie in Facebook oder so wahrgenommen habe, plötzlich anfangen, Sachen zu posten, Videos aufzunehmen, Bilder zu posten aus den letzten Jahren, von den Konzerten und so. Also ich habe schon so ein bisschen das Gefühl, dass da jetzt Handlungsbedarf da ist und vielleicht bleibt es ja länger. Vielleicht, ja. Und man überlegt sich, wie man das weiterhin machen kann.
SPEAKER_02Ich hoffe nur, dass wir nicht alle in 14 Tagen bemüht sind von der 187. Challenge, die wir mitmachen müssen.
SPEAKER_01Das stimmt natürlich. So die ganzen Trompeter Challenges, wer kann höher spielen und wer kann das schneller spielen? Und naja, guck mal.
SPEAKER_02Oder postet das und nominiere so viel und postet das und nominiere so viele. Also irgendwann kann es dann vielleicht auch in den nächsten Wochen ins Gegenteil. Ja, da muss man dann danach halt so den richtigen Mittelweg dann wieder finden. Aber vielleicht sehen viele Vereine, sodass diese Social Media einfach auch eine Variante ist, um sich selbst zu präsentieren.
SPEAKER_01Auf jeden Fall. Kommen wir nochmals zu dem internationalen Blasmusikkongress kurz zu sprechen. Das ist ja schon ein Mammutprojekt, bei dem ich jetzt schon mal auf jeden Fall einen großen Respekt aussprechen möchte. Ich war dieses Jahr das erste Mal da, also super Organisation, reibungslose Abläufe und vor allen Dingen tolle Dozenten, Vorträge und natürlich Orchester. Also Wahnsinn, was da geboten war. Sieh meinen Hut.
SPEAKER_02Danke, danke.
SPEAKER_01Wie lange hat denn die Planung dafür gedauert? Also brauchst du die vollen zwei Jahre?
SPEAKER_02Ja, ja, ja, da brauchen wir volle zwei Jahre dafür. Vor allen Dingen dann auch für die Orchester. Also da muss man dann auch natürlich ganz gut schauen, welche Orchester will man. Und das muss man schon auf lange Sicht sowas planen. Die Dozenten im Prinzip auch. Also gerade so die internationalen Leute, die haben natürlich auch dann halt auch volle Terminkalender und da muss man dann halt auch schauen. Aber bei Dozenten haben wir eigentlich nie Probleme gehabt, diese Top-Leute zu kriegen. Weil es ist natürlich eine tolle Plattform für die, ne? Also die Qualität der Menschen, die zum IBK gehen, in blasmusikalischer Hinsicht, das ist ja, das ist ja top. Also da kommen die top motivierten Leute hin. Das sind richtig, also da kommen auch motivierte, das sind alles die motivierten Leute, ja.
SPEAKER_01Das stimmt.
SPEAKER_02Also da hatten wir es ja vorher auch schon davon. Ich meine, es könnten ja, wenn alle kommen würden, die in der Blasmusik-Szene was zu tun haben, dann würden ja tausende Menschen kommen.
SPEAKER_01Wäre ja auch schön.
SPEAKER_02Im Prinzip, ja, natürlich. Wäre auch schön.
SPEAKER_01Vielleicht kommen wir da irgendwann mal hin, wer weiß. Ja, ich fand es total spannend, weil ich mich echt nicht entscheiden konnte, welches Kästern möchte ich hören, welchen Workshop will ich hören. Oder ich bin gerade in einem Gespräch mit jemandem den ich länger schon nicht mehr gesehen habe und dann ich muss schon wieder da. Also es waren spannende Tage. Es sind Luxusprobleme, muss man jetzt so sagen.
SPEAKER_02Ich weiß es, das sagen mir auch viele Leute, aber die 90 Dozenten, die waren, ja, also wir haben sogar manchen absagen müssen, weil einfach der Plan voll war. Und es ist einfach nicht anders, weil so viele natürlich auch da einen Workshop oder einen Vortrag halten möchten, ist es natürlich dann auch ein dicht getrennter Plan. Also es ist wirklich ein bisschen ein Luxusproblem. Aber das sagen mir viele Leute, sie würden jetzt am liebsten an drei verschiedenen Workshops oder Vorträgen gleichzeitig teilnehmen. Aber es kommen auch so viele Komponisten natürlich, ist ja klar, weil sie suchen natürlich auch den Kontakt zu den Dirigenten. Es ist schon von der Planung her immer so gemacht, dass die Themen, die für Vorstände wichtig sind, in einer Reihe sind, also dass sie nicht unbedingt parallel sind, oder die für Bläserklasse in einer Reihe sind oder die für Jugendarbeit in einer Reihe sind, also nicht unbedingt parallel stattfinden, aber gerade auch so für Dirigenten, durch das so viele Komponisten da sind, lässt es sich einfach gar nicht vermeiden, dass gleichzeitig einfach zwei, drei Top-Leute ihre Vorträge und Workshops machen. Und dann kommt natürlich noch dazu, Dass der eine sagt, ja, aber ich kann nur am Freitag und der andere sagt, ja, aber ich kann nur am Sonntagmorgen und so weiter. Und dann muss man das alles wieder umschonglieren, bis dann jeder wirklich seinen Platz gefunden hat. Und manchmal ist dann so von der Reihe, die man eigentlich geplant hat, nicht mehr so viel übrig. Obwohl es natürlich dieses Ziel ist. Aber Dirigenten, das werden wir in Zukunft auch nicht hinkriegen. Da haben wir so viel Angebot, immer von ganz alleine, dass es da immer zwei, drei Sachen parallel geben wird. Oder zum Beispiel Konzerte am Abend. Manche haben zu mir gesagt, ey, ich war den ganzen Tag in Workshops und ich habe das einfach, es ist tolle Orchester, aber ich habe es nicht mehr geschafft, es geht einfach nicht mehr.
SPEAKER_01Ja, das ging mir auch so. Also da muss man sich echt überlegen, will ich zwei Orchester ineinander hören nach dem ganzen Input, das man den ganzen Tag schon kriegt. Aber es ist natürlich dann auch schade, was liegen zu lassen. Ja, lieber so als anders.
SPEAKER_02Ja, das sage ich ja.
SPEAKER_01Du hast ja schon gesagt, es gibt ganz viele Dozenten schon von Haus aus und es waren ja auch schon große Namen da, wenn ich also jetzt nur dieses Ja dran denke, Johan de May, gut, der war, glaube ich, nur Gast.
SPEAKER_02Der war nur, der ist nur gekommen, weil die Gizzen den Fellini gespielt haben. Wenn er zufällig in Holland natürlich war, dann hat er natürlich den Sprung gemacht von Amsterdam nach Stuttgart geflogen, damit er natürlich die Gizzen mal dieses Orchester hört, der jetzt auch nicht jede Woche.
SPEAKER_01Das stimmt. Wahnsinnsorchester, kann ich nur schreiben. Die haben mich echt vom Hocker gehauen. Genau, du sprichst schon an, die Getzen waren da, mit Yves Degas, Alex Schillings war da. Wen hättest du gern noch dabei? Oder welches Orchester beschwebt ihr noch vor, wo du sagst, die will ich auf jeden Fall noch holen. Was wäre so dein persönlicher Wunsch, dein größter Wunsch, wenn du gerne hast.
SPEAKER_02Bei den Orchestern ist es so, dass wir immer genau schauen, was wollen wir. Also, wir wollen natürlich ein deutsches Militärorchester. Das gehört dazu. Die deutsche Bundeswehr, das ist die Plattform, da muss ein Orchester dabei sein. Das ist Gesetz, dann von den angrenzenden Verbänden muss je ein Orchester da sein. Was die angrenzenden Verbände im Prinzip repräsentiert. Wir hatten dieses Mal den ASM, den BVBW, also den Blasmusikverband Baden-Württemberg, und den BDB, den Bund Deutscher Blasmusikverbände. Das ist uns wichtig. Es ist uns auch wichtig, dass ganz normale Stadtkapellen, also was heißt ganz normale, halt schon Top-Stadtkapellen, aber nicht diese Profiliga da ist. Weil auch die Literatur, die da gespielt hat, die hat ja auch bei den Konzerten den Zweck, dass die Dirigenten und auch die interessierten Musiker diese Werke kennenlernen und sich auch in den Konzerten neue Inspiration holen für die eigenen Konzerte. Deswegen sind diese Orchester so wichtig. Und dann brauchen wir natürlich irgendwie ein Auswahlorchester und man braucht zwei, drei ausländische Orchester, die man einfach von irgendwo herholt, damit man einfach auch sieht, was anderswo passiert. Und da stehen natürlich ganz viele schon auf der Liste, aber alles noch geheim.
SPEAKER_01Alles noch geheim, okay. Ich habe noch eine kleine Schnellfragerunde für dich. Okay. Einfach entscheiden und sagen, warum. Was machst du lieber? Spielen oder Seminare geben?
SPEAKER_02Oh, da muss man schnell antworten. Am Mittwochabend in einem Konzert spielen und an den Samstagen am liebsten einen Workshop geben.
SPEAKER_01Okay. Du hast zwei Konzertkarten für ein Konzert eines deiner Nachbarmusikvereine. Wen würdest du er mitnehmen? Johan de May oder Jan de Hahn?
SPEAKER_02Das geht nicht.
SPEAKER_01Warum?
SPEAKER_02Nein, das ist unmöglich, mich zwischen diesen beiden zu entscheiden. Unmöglich.
SPEAKER_01Okay.
SPEAKER_02Also du meinst, ob Jan de Hahn dirigiert oder Johan de May dirigiert?
SPEAKER_01Nein, wo du mitnehmen würdest, als Zuhörer.
SPEAKER_02Also als Mitnehmen, als Zuhörer? Ja. Also mit dem Johann ist es lustiger.
SPEAKER_01Okay.
SPEAKER_02Und mit dem Jan ist es kritischer.
SPEAKER_01Okay. Dann noch eine, wenn jemand ein Stück über dich schreiben sollte, wer wäre es? Otto im Schwarz? Franco Cesarini oder Philipp Spark?
SPEAKER_02Entschuldigung, Otto, Entschuldigung, Philipp, es wäre Franco.
SPEAKER_01Warum?
SPEAKER_02Ich finde die Musik von Franco Cesarini wirklich. Also er ist einer wirklich meiner Lieblingskomponisten. Wobei ich natürlich Philipp Spark auch super, super toll finde und super gern spiele und Otto auch. Und menschlich sind alle drei sowieso wirklich tolle, tolle Menschen, alle drei. Aber Franco ist eine Spur vorne dran, sage ich jetzt mal.
SPEAKER_01Okay, knapp, aber hast du noch einen persönlichen Tipp? Wenn man jetzt, man hat ja jetzt mehr Zeit zum Musik hören, welche Aufnahmen sollte man sich unbedingt mal anhören oder welches Stück? Irgendeinen Geheimtipp oder welches Stück du haben.
SPEAKER_02Du meinst in YouTube?
SPEAKER_01YouTube oder irgendeine Aufnahme auf Spotify, iTunes.
SPEAKER_02Also in YouTube kann man ja unheimlich schlechte Aufnahmen hören. Und von daher, da empfehle ich immer, also da würde ich auf jeden Fall, Tukiko Sai Wind hat super Aufnahmen. Und da würde ich einfach die Empfehlung geben, alles, was die auf YouTube gesetzt haben, einfach mal durchhören. Also die haben wirklich sensationell tolle Aufnahmen von den Werken gemacht. Also dann auch wirklich schauen, wo sind die tollen Orchester? Genau, ja. Also das wäre mein Tipp. Alles, was Tokyo Kosei Wind Orchestra eingestellt hat in YouTube, das alles zu hören.
SPEAKER_01Wir haben ja jetzt genug Zeit, dann kann man das ja mal alles durchhören.
SPEAKER_02Ja, genau.
SPEAKER_01Noch zum Abschluss, letzte Frage. Was sind deine Wünsche für die Blasmusikszenen und deine persönlichen Pläne für die Zukunft, soweit die im Moment natürlich machbar sind überhaupt?
SPEAKER_02Meine Wünsche für die Blasmusikszenen ist einfach, dass sie offen bleibt für neue Ideen oder noch offener wird für neue Ideen, dass sie offener wird für Kooperationen, dass man sich mehr überlegt, was können wir besser machen. Das sind meine Wünsche für die Blasmusikszene. Und für mich persönlich hast du gefragt.
SPEAKER_01Ja, genau.
SPEAKER_02Ich hoffe, dass sämtliche Workshops, die jetzt wegen Corona ausgefallen sind, im Herbst auf jeden Fall wiederholt werden. Das ist aber ein sehr eigennütziger Wunsch natürlich.
SPEAKER_01Ja, darf man aber auch mal sein.
SPEAKER_02Ja, aber das Wichtigste ist, dass wir sowieso gesund bleiben. Dass die Lieblenden dann gesund bleiben. Dass es dann einfach so die Aussicht besteht, dass es irgendwann dann auch wirklich mal wieder losgeht mit der Blasmusik, so in echt.
SPEAKER_01Genau. Das ist ein schönes Schlusswort, finde ich. Ich sage Dankeschön.
SPEAKER_02Sehr gerne.
SPEAKER_01Das war also die erste Folge von On Air und ich hoffe, ihr hattet Spaß und fandet es interessant. Ich möchte mich gleich mal bedanken bei allen, die mir geschrieben haben, dass sie toll finden, dass dieses Projekt jetzt an den Start geht, dass die Blasmusik ja sowas Innovatives gut gebrauchen kann. Vielen, vielen Dank. Und ich bin sehr gespannt, wie dieses Projekt weitergeht. Die Frage kam auch auf, wie oft wird es jetzt Folgen geben? Ich habe mir das sehr sportliche Ziel gesetzt, alle zwei Wochen eine neue Folge zu bringen. Und da sollen natürlich nicht nur Interviews stattfinden und Porträts, sondern auch Diskussionen. Bin auch schon in Terminabsprachen für diese Diskussion. Jetzt müssen wir gucken, wie wir das technisch noch gut über die Bühne bringen, da wir ja uns alle im Moment nicht so sehen können. Wer Feedback zu der Folge oder Themenvorschläge für weitere Folgen hat, gerne an info.antischreck.de. Vergesst bitte nicht, den Podcast zu abonnieren oder zu bewerten und auch weiter zu sagen, dass die Hörerschaft ganz groß wird. Im Moment gibt es den Podcast ja nur auf meiner Homepage antischreck.de oder auf Spotify zu hören. Bei Apple Podcasts dauert es noch ein bisschen, da man anscheinend das Thema Blasmusik für irrelevant hält. Aber ich bin dabei und versuche, dass das auch noch möglich ist. In der nächsten Folge habe ich meinen Zweißmantel im Bereich. Er feiert sein 25-jähriges Dirigenten-Jubiläum und wir unterhalten uns. Wie kam es überhaupt dazu, dass er Dirigent ist? Was ist ihm wichtig? Und wie seine Vorgehensweisen als Dirigent oder seine Ansichten. Dann wünsche ich euch einen schönen Tag und bis zur nächsten Folge.